Albanien

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Albanien ist ein Staat auf der Balkanhalbinsel. Er grenzt im Norden an Montenegro und den Kosovo, im Osten an Mazedonien und im Süden an Griechenland. Albanien ist Mitglied der NATO und der Vereinten Nationen. Es gehört nach wie vor zu den ärmsten Ländern Europas. Die Arbeitslosenquote liegt bei etwa 14 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit deutlich darüber, bei über 22 Prozent. Seit dem 24. Juni 2014 ist Albanien offizieller Beitrittskandidat der Europäischen Union.

Nachrichten, Kommentare, Berichte, Interviews

"Ist Albanien ein sicheres Herkunftsland? Die Frauen, die von dort zu uns fliehen, erleben es anders"
"Die Regierung in Tirana kritisiert Deutschland für den zu laxen Umgang mit albanischen „Asylbewerbern“. Die Regierung in Tirana bezeichnet alle „Ausreisenden“ als Wirtschaftsflüchtlinge und beklagt sich über das Ausbluten von Fachkräften."

Zur Geschichte

Nach der Unabhängigkeit 1944 lehnte sich Albanien 4 Jahre lang an JugoslawienWikipedia-logo.png an, 1948 folgte der Bruch mit Jugoslawien und eine Phase der Anlehnung an die SowjetunionWikipedia-logo.png begann.

1961 kam es zum Bruch mit der Sowjetunion und einer darauf folgenden Anlehnung an die Volksrepublik China. 1990 wurde das kommunistische Regime gestürzt und eine Massenauswanderung der Albaner begann. In zwei Aufständen 1992 und 1997 zerstörten aufgebrachte Bürger nicht nur Amtsgebäude und die Symbole der verhassten Staatsmacht, sondern auch kollektive Bewässerungssysteme.

Als Anfang 1997 nach Kreditbetrugsfällen landesweit Unruhen ausbrachen, war die albanische Regierung schon bei großen Teilen der Bevölkerung delegitimiert. Die Ursachen für den so genannten Lotterieaufstand waren vielschichtig, letztlich wurde wegen des in allen Teilen gescheiterten Transformationsprozesses rebelliert. Dabei erreichten Gewalt, Plünderungen und Zerstörungswut ein großes Ausmaß. Im März 1997 waren die staatlichen Strukturen außerhalb der Hauptstadt völlig zusammengebrochen und es herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände, die mehr als 1.000 Todesopfer forderten. Deutschland und die USA brachten ausländische Staatsbürger aus dem Land.

Eine OSZE-Mission konnte, unterstützt von internationalen Friedenstruppen (Griechen, Italiener, Spanier, Franzosen, Türken und Rumänen), den Frieden wiederherstellen. Im Juli 1997 wurden unter OSZE-Aufsicht freie und faire Wahlen abgehalten. Danach normalisierte sich die Lage. Die aus der Partei der Arbeit hervorgegangene Sozialistische Partei Albaniens übernahm die Macht an der Spitze einer Mitte-links-Koalition, und Fatos Nano wurde Regierungschef. Seitdem erholte sich die Wirtschaft des Landes, und die Lebensverhältnisse besserten sich, nicht zuletzt auch weil die Europäische Union nun umfangreichere und besser organisierte Aufbauhilfe leistete. Aber immer noch hat das Land große ökonomische Probleme und eine hohe Arbeitslosigkeit; das politische System ist nach wie vor sehr instabil. Unter diesen Umständen war die Versorgung von 300.000 Flüchtlingen, die im Frühjahr 1999 vom Krieg im Kosovovertrieben wurden, auch mit internationaler Hilfe nur schwer zu meistern. Die durch die Fluchtwelle ausgelöste Krise führte aber auch zu einer bisher unbekannten Solidarisierung in der albanischen Gesellschaft. Angehörige aller politischen Lager kooperierten vorübergehend miteinander. Die verstärkte internationale Präsenz und die im Rahmen des Stabilitätspakts für Südosteuropa verstärkte und wirksamere Hilfe leitete eine allmähliche Verbesserung der Wirtschaftslage ein. [...] 2006 unterzeichnete Albanien das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU. Die Auswirkungen der Explosionskatastrophe in Gërdec im März 2008, bei der 28 Menschen ums Leben kamen und 4000 Personen obdachlos wurden, erschütterten Albanien auch politisch. 2009 trat Albanien der NATO bei und reichte den Antrag auf Mitgliedschaft in der Europäischen Union ein. 2010 wurden die Einreisebestimmungen in die EU für Bürger Albaniens gelockert. Für die Einreise in den Schengen-Raum brauchen die Bürger nun nur noch einen biometrischen Pass.


Wikipedia:Geschichte Albaniens (Transformationsjahre)

Die parlamentarische Republik in ihrer heutigen Form beruht auf der Verfassung aus dem Jahr 1998. Seit September 2013 wird Albanien von Edi RamaWikipedia-logo.png von der Sozialistischen Partei regiert.

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