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Auf dieser Ebene wird über die Architektur der virtuellen KU nachgedacht

Allmählich verbreitet sich der Gedanke, dass das Internet metaphorisch Ähnlichkeiten mit einem "Welthirn" aufweist. Die Architektur des Gehirns als Stuktur, die Gedanken produziert, könnte als Modell dienen für die Konstruktion von Gebilden wie wir es hier entwickeln, also Ensembles die menschliche Denkressourcen mobilisieren, um gemeinsam Wissen zu konstruieren. Dazu gehört auch die Erstellung von Problemlösungen.
Das Gehirn als Modell:
Wie Sie wissen, konstituiert sich das Bewusstsein auf der materiellen Grundlage einer Aufschichtung von Neuronenkonstellationen immer höher werdender Ordnungen. Dazu Wolf Singer in Verschaltungen legen uns fest. Aus: Hirnforschung und Willensfreiheit. Zur Deutung der neuesten Experimente. Herausgegeben von Christian Geyer. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2004. 30-65:
(...) Bei den höher organisierten Tieren, und das gilt bereits für Ratten, Katzen und Hunde, aber natürlich in besonderem Maße für Primaten, kommen dann weitere Hirnrindenareale hinzu, die ihre Signale nicht von von den Sinnesorganen, sondern indirekt über die bereits vorhandenen, stammesgeschichtlich älteren primären sensorischen Hirnrindenareale beziehen. Diese neuen Areale verarbeiten demnach das Ergebnis von hirnrindenspezifischen Verarbeitungsprozessen, und sie tun dies offenbar auf die gleiche Weise, wie die schon vorhandenen Areale Signale aus der Umwelt verarbeiten. Zudem kommunizieren diese neu hinzgekommenen Areale sehr intensiv untereinander (...). Die Hirnrinde beschäftigt sich also vorwiegend mit sich selbst. In hochorganisierten Gehirnen machen die Eingänge von den Sinnessystemen und die Ausgänge zu den Effektoren einen verschwindend kleinen Prozentsatz der Verbindungen aus.
Metarepräsentation und Bewusstsein
Zumindest intuitiv wird nachvollziehbar, wie diese geschichtete Architektur über die wiederholte Anwendung immer gleicher kognitiver Operationen zum Aufbau von Metarepräsentationen innerer Zustände führen könnte. Wenn die Ergebnisse primärer kognitiver Prozesse erneut einer Analyse unterzogen werden, kommt dies der Reflexion eigener Wahrnehmungsprozesse gleich. Zieht man in Betracht, dass die Ergebnisse dieser kognitiven Operationen höherer Ordnung ihrerseits wiederum miteinander verglichen und verrechnet werden und dass die Ergebnisse dieser transmodalen Vergleiche wiederum in neu hinzugekommenen Hirnrindenarealen eine abstrakte Kodierung erfahren können, dann lässt sich erahnen, wie phänomenales Bewusstsein, das Sich-Gewahrsein von Wahrnehmungen und Empfindungen enststanden sein könnte.S.41-43.


Kollektive Wissenskonstruktion

Die hier vorliegenden Seiten haben die Funktion, Interaktionen zwischen den Kollegen und Studenten zu ermöglichen und zu motivieren. Die auf der Basis unzähliger Interaktionen emergierenden Gedanken sollen - wie im Gehirn - auch Problemlösungen anbieten.
Entscheidungsprozesse (nach Wolf Singer)
"Neuronale Grundlagen von Entscheidungsprozessen"
(...) In Duzenden, räumlich getrennten, aber eng miteinander vernetzten Hirnarealen werden Erregungsmuster miteinander verglichen, auf Kompatibilität geprüft und, falls sie sich widersprechen, einem kompetitiven Prozess ausgesetzt, in dem es schließlich einen Sieger geben wird. Das Erregungsmuster setzt sich durch, das den verschiedenen Attraktoren am besten enstpricht. Dieser distibutiv angelegte Wettbewerbsprozess kommt ohne übergeordneten Schiedsrichter aus. Er organisiert sich selbst und dauert so lange an, bis sich ein stabiler Zustand ergibt, der dann für den Beobachter erkennbar als Handlungsintention oder Handlung in Erscheinung tritt.(...) (S.56/57).
Ein ähnlicher Prozess soll hier eingeleitet werden.

Nicht vergessen: die ganze Chose muss auch Spaß machen!

Es macht Spaß, mit einem minimalen Energieeinsatz große Wirkungen zu erzielen. Die virtuelle Welt ermöglicht so etwas. Wie ich schon sagte, ist das Gehirn als Modell für die Beschleunigung von Prozessen in der realen Welt sehr nützlich. So unterscheide ich beim Aufbau dieser Seiten zwischen

  • dem Cortex (Reflektieren und planen)
Hier (als Beispiel) die entsprechenden Texte: ZUM-Wiki-Theorie, Kollektive Wissenskonstruktion oder Personen: Benutzer:Fontane44; Benutzer:GS
  • dem limbischen System (Gefühl)
alle persönlichen Seiten, die freundliche, kommunikative Menschen zeigen, z.B. Jasmin Germann oder Michael Kratky
  • und dem Kleinhirn (Vegetatives)
beispielsweise:Technische und organisatorische Fragen

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