Lukas sanftmuetiger Knecht

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Kurzinfo
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Inhaltsverzeichnis

Siegfried Lenz: Lukas, sanftmütiger Knecht

Historischer Hintergrund

Mau-Mau und die Kikuyus

(aus dem Buch mit dem gleinamigen Titel von L. S. B. Leakey, München 1953)

Der Autor stellt sich dem Leser in einer „Vorrede“ vor:

"Ich bin unter dem Kikuyu-Volke, in dessen Lande meine ELtern lange Zeit als Missionare lebten, geboren und aufgewachsen. Ich spreche die Kikuyu-Sprache ebenso gut, wenn nicht gar besser als das Englische. Ich habe den größten Teil meiner Jugend bei den Kikuyus verbracht, ich bin Mitglied der Mukana genannten Kikuyu-Altersgruppe, aus der zu meinem Bedauern nicht wenige Mau-Mau-Führer hervorgingen. Andere aus meiner Altersgruppe sind hinwiederum heftige Gegener des Mau-Mau. Ferner habe ich die Einweihung zum „Senior ersten Grades “ (Muthuri wa mburi imwe) des Stammes empfangen und später zweieinhalb Jahre meiner prähistorischen Studien dem Zwecke geopfert, mein ausführliches Buch über die Kikuyus vorzubereiten, wobei ich fortwährend mit verschiedenen Kikuyu-Senioren und mit Männern meiner Altersgruppe zusammen arbeitete, um mich dessen zu versichern, dass alles, was ich niederschrieb, absolut korrekt sei." (Leakey, S. 8)

Der Autor beschreibt das Kikuju-Volk im 19. Jahrhundert als eine festgefügte, ihren Mitgliedern Sicherheit gebende, vom Ackerbau lebende Gesellschaft. Die ersten Forschungsreisenden gebrauchten angsichts des Kikuji-Landes Ausdrücke wie: „So weit das Auge reichte, war das Land ein einziger riesiger Garten“ (Leakey, S. 21). Außer durch Rodung erweiterten die Kikujius ihren Landbesitz durch den Kauf von Land der Wanderobos, einem benachbarten Jägervolk, das keinen Ackerbau betrieb. Den Vorgang des Landkaufs beschreibt Leakey dann im Folgenden:

Inhaltsangaben

In den folgenden Abschnitten bitte "Abschnitt x" durch die von Euch formulierte Überschrift ergänzen.

Abschnitt 1 (S. 166, 1-45)

Abschnitt 2 (S. 166,1 - S. 167,42)

Lanseigentum und Unglücksfälle -Ende des letzten Jahrhunderts, zur Zeit der East Africa Company, waren die Kikuyus ein großer Stamm

-Der gesamte Kiambu-Distrikt war persönliches Eigentum der Individuen.

-1902 war die erste große Landsnahme zu Anbauzwecken.

-Die fünf schweren Unglücksfälle:

  Pockenepidemie
  Rinderpest
  Trockenheitsperiode
  Hungersnot
  Heuschreckenplage

Abschnitt 3 (S. 167,43-120)

Die ersten Ansiedler

Die Bevölkerng in Kenia ging stetig zurück. Die Sterblichkeitsziffer schwankte zwischen 20-50%. Das Land verwilderte und wurde um 1902 kaum mehr bestellt. Die Abnahme der Bevölkerungsziffer rührte nicht nur von dem Tode der Einwohner durch Pocken und Hungersnot her. Der Vorgang wurde durch das Fortziehen tausender Kikujus verschärft, die in weit weniger von Trockenheit und Hungersont heimgesuchten Gebieten zogen. Die Bevölkerungsabnahme hatte jedoch nicht am Eigentumsrecht am Grundbesitz zu rütteln. Wer fortzog, behielt den Anspruch auf sein Eigentum. Im jahre 1902 kamen die ersten Ansiedler, die das Land zu ihrer neuen Heimat machten.


Abschnitt 4 (S. 167,121 - S. 168,172)

Der Kiambu-Distrikt

Das Bantus-Land galt nicht als persönlicher Besitz und man konnte sich nicht einfach darauf niederlassen und sich heimisch darauf zu machen. Nur den Mitgliedern eines afrikanischen Stammes war es erlaubt, ein beliebiges, unbebautes Gebit in Anspruch zu nehmen. Es zu roden, es zu besäen und dort zu leben. Es bestand eine Vorraussetzung: Das ausgewählte Land das man als „Weißer“ erwerben wollte, musste gesegntet sein. Nur durch den Segen konnte man das Gebiet erwerben, nicht durch Geld.


Abschnitt 5 (S. 168, Zwischentext)

Der Mau-Mau-Aufstand

Die Kikujus entwickelten aus Wiederstand gegen die Weißen 1922 die erste politische Organisation mit dem Namen: Kikuju Central Association (K.C.A.) 1932 erkannte die englische Landkommission, dass die Kikujus einen beträchtlichen Teil ihres Landes verloren hatten, und bot aus Rücksicht auf die weißen Farmer völlig unzureichende Kompensationen. Einer Vielzahl von Kikujus blieb nur als so gennante Squatter (rechtloser Landarbeiter auf Farmen der Weißen zu arbeiten, bekamen als Entlohnung ein Stück Land zur eigenden Versorgung) auf ihrem ehmaligen Gebiet zu bleiben.

Die K.C.A. gewann unter Führung des charismatischen Kikuju Jomo Kenyatta mehr und mehr Anhänger und wurde in der Auseinandersetzung mit der Konialverwaltung und der weißen Herrenschicht immer radikaler. Im zweiten Weltkrieg wurde die K.C.A. als Terrororganisation verboten und der Führer wurde eingesperrt. Eine neue Organisation wurde gegründet, die Kenya African Union deren President bald Kenyatta hieß. 1948 bis 1949 entwickelte sich der Geheimbund der Mau-Mau-Bewegung.Ihre Ziele waren es die Weißen aus ihrem Land zu vertreiben.Dabei griffen die Mau-Mau-Führer auf die Traditionen der Kikujus zurück.


Abschnitt 6 (S. 168,1 - S. 169,32)

Der Schwur beim Gericht

Der Schwur wird auf einen Schwurstein (Stein mit sieben Löchern) am Tag in aller Öffentlichkeit und unter Zeugen geleistet.Dabei stoßen beide Gegner Stöcke in jede Öffnung des Schwursteins und schwören, dass sie nur die Wahrheit vor Gericht sagen werden. Lügt einer der beiden dennoch darf er und beliebige Familienmitglieder ermordet werden. Abschnitt 7 ( S. 169,1 - S. 170,77)

Anfang der Mau-Mau Bewegung Es steht nicht fest, wie die Mau-Mau Bewegung begann und wie sie zu ihrem Namen kam.

Namensursprung unbekannt.

Die Mau-Mau Bewegung trat zum ersten Mal Ende 1948 oder Anfang 1949 in Aktion. Die Anhänger der Mau-Mau Bewegung zwangen die Leute zum Ablegen des Eides.

Als bekannt wurde,dass der Herzog von Gloucester als Repräsentant seiner Majestät nach Kenia kommen würde,um den Ort Nairobi zur Stadt zu erheben begann eine Anzahl Kikuyu-Agitatoren ,meist frühere Mitglieder der verbotenen Kenya Central Association , …Geschichten zu verbreiten…von weiteren „Landdiebstählen“,

Zahlreiche Eingeborene reagierten auf den Schlachtruf:„Rettet das Land“

…viele Versammlungen…

Bei Missachtung der Befehle,oder brechen des Eides, wurden die Schuldigen schwer bestraft.

Mau-Mau-Bewegung verbreitet sich rasch.


Abschnitt 8 (S. 170,78-161)

Schwurzeremonien und die Regeln

Es wurde notwendig, die illegalen Schwurzeremonien bei Nacht und in den Hütten abzuhalten. Wenn man versucht hätte, die Leute mit Gewalt zu den Schwurzeremonien zu zwingen, würde wahrscheinlich die Polizei von Zeugen eingeschaltet werden. Den Mau-Mau Mitgliedern, wurde verboten bei Arbeiten behilflich zu sein. Falls die Mitglieder des Mau-Mau Aufstands sich Fehlern unterziehen würden, meldeten sie dies der Polizei.


Abschnitt 9 (S. 171, 163-203)

Die Gegner der Kikujus

-viele Zeugen verschwanden wegen Drohungen -die Polizei schaltet ein und verhaftet mehrere Kikujus -mit der Erklärung des Ausnahmezustandes, erfolgte die Verhaftung der Aktivsten der Bewegung -Erfahrung durch Pläne des Mau-Mau, durch einen empfindlichen Rückschlag der Kikujus -Menschen werden zum Schwur gezwungen und verführt -wenn sie sich jedoch weigern werden sie vom Kikujustamm ermordet Weitere Daten

   1952 Die Kolonialverwaltung erklärt den Ausnahmezustand; die K.A.U. wird verboten, Kenyatta verhaftet.
   1956 Der Mau-Mau-Aufstand wird durch Polizei und Armee nieder geschlagen; getötete Mau-Mau-Kämpfer: 115000; andere Opfer: 95 Europäer, 29 Inder, 1290 Schwarzafrikaner
   1960 Gründung der Kenya National Union (KANU) durch Kenyatta
   1963 Unabhängigkeit von England
   1964 Kenyattas wird Staatspräsident der Republik Kenia; Einparteienherrschaft der KANU
   1978 Tod Kenyattas

Links

Link zum Mau-Mau-Aufstand