Hiob

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Online-Text des Romans: Erster Teil, Kapitel I

Zeit-Schülerbibliothek: Zum Verzweifeln glücklich

Shalom Ausländer: Ich vermisse Dich! Ein Jude wendet sich von Gott ab und hält das für eine gute Idee. Doch dann stellt er fest, dass er niemandem mehr die Schuld geben kann

Altes Testament: Das Buch Ijob (Hiob)

Die Rahmenerzählung: 1,1 - 2,10

1,1Im Lande Uz lebte ein Mann mit Namen Ijob. Dieser Mann war untadelig und rechtschaffen; er fürchtete Gott und mied das Böse.

2 Sieben Söhne und drei Töchter wurden ihm geboren.

3 Er besaß siebentausend Stück Kleinvieh, dreitausend Kamele, fünfhundert Joch Rinder und fünfhundert Esel, dazu zahlreiches Gesinde. An Ansehen übertraf dieser Mann alle Bewohner des Ostens.

4 Reihum hielten seine Söhne ein Gastmahl, ein jeder an seinem Tag in seinem Haus. Dann schickten sie hin und luden auch ihre Schwestern ein, mit ihnen zu essen und zu trinken.

5 Wenn die Tage des Gastmahls vorbei waren, schickte Ijob hin und entsühnte sie. Früh am Morgen stand er auf und brachte so viele Brandopfer dar, wie er Kinder hatte. Denn Ijob sagte: Vielleicht haben meine Kinder gesündigt und Gott gelästert in ihrem Herzen. So tat Ijob jedes Mal.


Zwei Bewährungsproben: 1,6 - 2,10

6 Nun geschah es eines Tages, da kamen die Gottessöhne, um vor den Herrn hinzutreten; unter ihnen kam auch der Satan.

7 Der Herr sprach zum Satan: Woher kommst du? Der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Die Erde habe ich durchstreift, hin und her.

8 Der Herr sprach zum Satan: Hast du auf meinen Knecht Ijob geachtet? Seinesgleichen gibt es nicht auf der Erde, so untadelig und rechtschaffen, er fürchtet Gott und meidet das Böse.

9 Der Satan antwortete dem Herrn und sagte: Geschieht es ohne Grund, dass Ijob Gott fürchtet?

10 Bist du es nicht, der ihn, sein Haus und all das Seine ringsum beschützt? Das Tun seiner Hände hast du gesegnet; sein Besitz hat sich weit ausgebreitet im Land.

11 Aber streck nur deine Hand gegen ihn aus und rühr an all das, was sein ist; wahrhaftig, er wird dir ins Angesicht fluchen.

12 Der Herr sprach zum Satan: Gut, all sein Besitz ist in deiner Hand, nur gegen ihn selbst streck deine Hand nicht aus! Darauf ging der Satan weg vom Angesicht des Herrn.

13 Nun geschah es eines Tages, dass seine Söhne und Töchter im Haus ihres erstgeborenen Bruders aßen und Wein tranken.

14 Da kam ein Bote zu Ijob und meldete: Die Rinder waren beim Pflügen und die Esel weideten daneben.

15 Da fielen Sabäer ein, nahmen sie weg und erschlugen die Knechte mit scharfem Schwert. Ich ganz allein bin entronnen, um es dir zu berichten.

16 Noch ist dieser am Reden, da kommt schon ein anderer und sagt: Feuer Gottes fiel vom Himmel, schlug brennend ein in die Schafe und Knechte und verzehrte sie. Ich ganz allein bin entronnen, um es dir zu berichten.

17 Noch ist dieser am Reden, da kommt schon ein anderer und sagt: Die Chaldäer stellten drei Rotten auf, fielen über die Kamele her, nahmen sie weg und erschlugen die Knechte mit scharfem Schwert. Ich ganz allein bin entronnen, um es dir zu berichten.

18 Noch ist dieser am Reden, da kommt schon ein anderer und sagt: Deine Söhne und Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres erstgeborenen Bruders.

19 Da kam ein gewaltiger Wind über die Wüste und packte das Haus an allen vier Ecken; es stürzte über die jungen Leute und sie starben. Ich ganz allein bin entronnen, um es dir zu berichten.

20 Nun stand Ijob auf, zerriss sein Gewand, schor sich das Haupt, fiel auf die Erde und betete an.

21 Dann sagte er: Nackt kam ich hervor aus dem Schoß meiner Mutter; / nackt kehre ich dahin zurück. / Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; / gelobt sei der Name des Herrn.

22 Bei alldem sündigte Ijob nicht und äußerte nichts Ungehöriges gegen Gott.

2,1 Nun geschah es eines Tages, da kamen die Gottessöhne, um vor den Herrn hinzutreten; unter ihnen kam auch der Satan, um vor den Herrn hinzutreten.

2 Da sprach der Herr zum Satan: Woher kommst du? Der Satan antwortete dem Herrn: Die Erde habe ich durchstreift, hin und her.

3 Der Herr sprach zum Satan: Hast du auf meinen Knecht Ijob geachtet? Seinesgleichen gibt es nicht auf der Erde, so untadelig und rechtschaffen; er fürchtet Gott und meidet das Böse. Noch immer hält er fest an seiner Frömmigkeit, obwohl du mich gegen ihn aufgereizt hast, ihn ohne Grund zu verderben.

4 Der Satan antwortete dem Herrn und sagte: Haut um Haut! Alles, was der Mensch besitzt, gibt er hin für sein Leben.

5 Doch streck deine Hand aus und rühr an sein Gebein und Fleisch; wahrhaftig, er wird dir ins Angesicht fluchen.

6 Da sprach der Herr zum Satan: Gut, er ist in deiner Hand. Nur schone sein Leben!

7 Der Satan ging weg vom Angesicht Gottes und schlug Ijob mit bösartigem Geschwür von der Fußsohle bis zum Scheitel.

8 Ijob setzte sich mitten in die Asche und nahm eine Scherbe, um sich damit zu schaben.

9 Da sagte seine Frau zu ihm: Hältst du immer noch fest an deiner Frömmigkeit? Lästere Gott und stirb!

10 Er aber sprach zu ihr: Wie eine Törin redet, so redest du. Nehmen wir das Gute an von Gott, sollen wir dann nicht auch das Böse annehmen? Bei all dem sündigte Ijob nicht mit seinen Lippen.


     Die Streitreden: 2,11 - 31,40

11 Die drei Freunde Ijobs hörten von all dem Bösen, das über ihn gekommen war. Und sie kamen, jeder aus seiner Heimat: Elifas aus Teman, Bildad aus Schuach und Zofar aus Naama. Sie vereinbarten hinzugehen, um ihm ihre Teilnahme zu bezeigen und um ihn zu trösten.

12 Als sie von fern aufblickten, erkannten sie ihn nicht; sie schrien auf und weinten. Jeder zerriss sein Gewand; sie streuten Asche über ihr Haupt gegen den Himmel.

13 Sie saßen bei ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte; keiner sprach ein Wort zu ihm. Denn sie sahen, dass sein Schmerz sehr groß war.

[...]

           Die Reden Elihus: 32,1 - 37,24
                 Die Antwort Gottes: 38,1 - 41,26


Ijobs Umkehr und Unterwerfung: 42,1-6

42,1Da antwortete Ijob dem Herrn und sprach:

2 Ich hab erkannt, dass du alles vermagst; /kein Vorhaben ist dir verwehrt.

3 Wer ist es, der ohne Einsicht den Rat verdunkelt? /So habe ich denn im Unverstand geredet über Dinge, / die zu wunderbar für mich und unbegreiflich sind.

4 Hör doch, ich will nun reden, /ich will dich fragen, du belehre mich!

5 Vom Hörensagen nur hatte ich von dir vernommen; /jetzt aber hat mein Auge dich geschaut.

6 Darum widerrufe ich und atme auf, /in Staub und Asche.


Die Rahmenerzählung: 42,7-17

7 Als der Herr diese Worte zu Ijob gesprochen hatte, sagte der Herr zu Elifas von Teman: Mein Zorn ist entbrannt gegen dich und deine beiden Gefährten; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Ijob.

8 So nehmt nun sieben Jungstiere und sieben Widder, geht hin zu meinem Knecht Ijob und bringt ein Brandopfer für euch dar! Mein Knecht Ijob aber soll für euch Fürbitte einlegen; nur auf ihn nehme ich Rücksicht, dass ich euch nichts Schlimmeres antue. Denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Ijob.

9 Da gingen Elifas von Teman, Bildad von Schuach und Zofar von Naama hin und taten, was der Herr ihnen gesagt hatte. Und der Herr nahm Rücksicht auf Ijob.

10 Der Herr wendete das Geschick Ijobs, als er für seinen Nächsten Fürbitte einlegte; und der Herr mehrte den Besitz Ijobs auf das Doppelte.

11 Da kamen zu ihm alle seine Brüder, alle seine Schwestern und alle seine früheren Bekannten und speisten mit ihm in seinem Haus. Sie bezeigten ihm ihr Mitleid und trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der Herr über ihn gebracht hatte. Ein jeder schenkte ihm eine Kesita und einen goldenen Ring.

12 Der Herr aber segnete die spätere Lebenszeit Ijobs mehr als seine frühere. Er besaß vierzehntausend Schafe, sechstausend Kamele, tausend Joch Rinder und tausend Esel.

13 Auch bekam er sieben Söhne und drei Töchter.

14 Die erste nannte er Jemima, die zweite Kezia und die dritte Keren-Happuch.

15 Man fand im ganzen Land keine schöneren Frauen als die Töchter Ijobs; ihr Vater gab ihnen Erbbesitz unter ihren Brüdern.

16 Ijob lebte danach noch hundertvierzig Jahre; er sah seine Kinder und Kindeskinder, vier Geschlechter.

17 Dann starb Ijob, hochbetagt und satt an Lebenstagen.

(Text nach der Einheitsübersetzung: bibelwerk.de)




Das Ostjudentum (Realität und Roman)

(Annika, Pia, Rahel)


Geschichte des Ostjudentums

14.Jh

Pest in Europa gilt als Folge jüdischer Verschwörung

Pest soll komplettes Christentum ausrotten

Juden in Westeuropa werden vogelfrei; die Überlebenden fliehen nach Osteuropa

15.Jh

Juden in Polen

Wichtige Funktionen im Finanz-, Verwaltungs- und Gesundheitswesen

Marranen fliehen vor Inquisition in Spanien/Portugal in europäische Staaten -> Bilden einer intellektuellen Elite (Dichter, Denker, Ärzte)

16.Jh

Ausbau des venezianischen Ghettosystems -> Ghettobewohner verarmen

17.Jh

Fluchtwelle von West nach Ost (Kosaken wüten im Westen), Aschkenasim werden ghettoisiert, Auswanderung nach Amerika der jüngeren und stärkeren Bevölkerung (1648-1658)

18.Jh

Massaker der Kosaken in Polen (1768)

Entstehung der Assimilierten

Juden werden in europäische Gesellschaft integriert

Verzicht auf messianische Hoffnung

Landessprache, Landeskleidung, Landesbräuche werden angenommen

Chassidismus entsteht

19.Jh

Emanzipation der Juden im europäischen Westen und in den USA

Juden wichtig in Hochfinanz und Großunternehmen

Solidarische „Vormundschaft“ der Westjuden für die Ostjuden

Pogrome in der jüdische Bevölkerung nach Ermordung des liberalen Alexander 2. im Zarenreich

Jüdische Bevölkerung im Osten Galiziens

Fast überall eigene Stadtviertel (Schtetl)

Eigene Sprache (Jiddisch) in der Bücher und Zeitungen erschienen

Assimilierten Juden sprachen & schrieben Deutsch oder Polnisch

Gelehrsamkeit & Bildung haben seit Jahrhunderten im Judentum hohes Ansehen

Ab 1840 Anstieg der jüdischen Bevölkerung in Galizien -> Zuwanderung aus Russland & russisch besetzen Teilen Polens unter Zar Nikolaus I., der Rechte der Juden einschränkte & zusätzliche Verpflichtungen auferlegte

Ab Revolution 1848 & Toleranzpatent von 1867 kaum staatliche Nachteile, da vorm Staat alle Religionen nun gleichberechtigt waren

Wirtschaftliche Situation der jüdischen Galizier dürftig

Jüdische Berufe überfüllt, Zwergbetriebe nicht in der Lage große Familie ausreichend zu ernähren

Ab 1857 vermehrte Auswanderung aus Galizien bevorzugt in die USA -> zwischen 1880 und 1910 Auswanderung von 236.504 jüdischen Galiziern

Zunehmende Bekennung zur polnischen Nationalität

Im östlichen Teil des Kronlandes nahmen Juden als Händler & Handwerker Mittelrolle zwischen Adel und Großgrundbesitzern und armen Bauern ein

Polnischer Nationalismus will Juden in der Gesellschaft zurückdrängen & Nachholung der Industrialisierung

Gründung von Genossenschaften um jüdische Manufakturen, Handwerker& Händler zurückzudrängen

Systematisch wirtschaftliche Benachteiligung & antisemitische Agitation (aggressive Beeinflussung)

Katholische Kirche ließ alte antisemitische Legenden wie den jüdischen Ritualmord wieder aufleben

1871 Häufung von wirtschaftlichen Boykottaufrufe gegen Juden

1890 gewalttätige Übergriffe gegenüber jüdischer Bevölkerungsgruppe

Themen im Roman

Der Vater

Roman des Vaters nicht des Sohnes

Zerfall der familiären Einheit, will diese restaurieren

Apotheose der Vaterfigur und Vaterwelt bilden Kontrast zu vaterlosen industriellen Gesellschaft

Vater und Sohn

Vaterwelt ohne Zukunft

Vaterwelt ist verloren, da Menuchim behindert ist, die anderen beiden Söhne verloren (beim Militär) oder tot sind und die Tochter verrückt geworden ist

Menuchim erfüllt Prophezeiung des Propheten Maleach, Stellvertreter Elijas

Die Theodizee

Trennbar in:

Figurebene

Mendel fehlen Sinn und Horizont für kosmische Perspektive

Mendel geht es nur um seine persönliche, individuelle Geschichte

Wer das Leid tragen muss, ist immer der Einzelne.

Werkebene

Mendel hat repräsentative Funktion

Geschichtliche Dimension kommt ins Spiel

Frage: Wohin führt die Assimilation des Juden?

Das Wunder

Wunderheilung folgt aus den Aufbauprinzipen des Romans (nicht als Provisorium[1])

Supernaturales Ereignis als Bestätigung des göttlichen

Zeigen Gottes in Wundern und in Eingreifen in die Interessen des Volkes ist für Juden normal

Biblischer Prätext

Neue Sachlichkeit (Wärme fehlt in der Weimarer Republik); Wunder erklärbar als Ergebnis eines Schocks

Ästhetische[2] Geschlossenheit des Romans wird nicht zerstört; Mendel soll bekehrt werden

Distanzsignale (Bild des kafkaesken Humors)

Ästhetische Wirklichkeit (keine Zeit, nur Gegenwart); die ohnehin schleppende Bewegung des Romans kommt zum Stillstand

Mendel ist lebenssatt zu seinen Vätern -> Entblößt sein Haupt unter freiem Himmel -> Starke Präsenz Gottes nicht ertragbar -> Tod

Auferstehung Menuchim bedeutet für Mendel ebenfalls Auferstehung (Rechtfertigung seiner Biographie)

Versöhnlicher Schluss und Sinn

Vergleich zwischen Wirklichkeit und Ideal

Die Wirklichkeit

Das Ideal

Verlust der paternalistischen Autorität

Ablehnung des väterlichen Leitbildes

Erotische und moralische Liberalität

Profitmaximierung und Genuss

Vater als Lehrer der überhistorischen Werte

Emanzipation der Kinder

Geschichte des Vaters

Entfremdung in der Massengesellschaft

Kleinbürgerliche Idylle

Ehekriese, Dominanz der Frau

Eheliche Liebe, Unterordnung der Frau

Säkularisierung

Frömmigkeit

Krankheit, Wahnsinn, Tod, Zerstörung der Individualität

Familie als Quelle der Lebenskraft

Beschleunigung der Zeit

Unveränderte Gegenwart

Abfall vom Ideal, Dekadenz

Restauration des Ideals

[1] z.B. provisorische Lösung = Übergangslösung

[2] ästhetisch = geschmackvoll, schön




Räume, Landschaften, Weltgegenden (I):

(Anna, Luisa)

Natur:
  • Juden besitzen weder Verbundenheit mit der Natur, noch einen romantischen Hang
  • Das Reich der Natur beginnt dort, wo Schtetl aufhört -> Verlust der Geborgenheit
  • In der Weite der russischen Landschaft verlieren sich die jüdischen Gestalten in kalter Einsamkeit
  • Die Natur spricht sie nicht an und wird als Bedrohung empfunden
  • Gott ist nicht in der Natur, sondern weit von ihr entfernt


Meer:
  • Wirkt als Gegenkraft zum Schöpfer, als Tohuwabohu -> Gebiet des Tödlichen und Diabolischen
  • Mendel glaubt auch, dass Gott das Meer beherrscht
  • Das Meer Trennt sie vom verlorenen „Kontinent“ und von dem was ihrem Leben Halt und Form gibt

o wird als Zeichen für den Verlust eines geschlossenen Weltbildes gesehen o ab da ist es vorbei mit Sicherheit und Geborgenheit


Himmel:
  • Himmel gibt keine Antwort und bleibt stumm
  • Der Himmel ist in sich verschlossen und eingekapselt
  • Der Himmels-Raum dient als Chiffre für den Zustand des Gott-Mensch-Verhältnisses
  • Solange Mendel heimatlos ist, solange ist und bleibt der Himmel verschlossen
  • Juden suchen Gott am Himmel


Hybris:
  • Wolkenkratzer signalisiert Fehlentwicklung des Fortschritts
  • Amerika wird als Land der unbegrenzten Möglichkeiten angesehen

o Dieses Land zerstört durch die unbegrenzten Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Fortschritte der Technik, die natürlichen Werte


Soziale Ungleichheit:
  • Sam ist angepasst und der Aufsteiger
  • Mendel bleibt im armseligen Ghetto zurück

o Träumt den „american dream“ o Verweigert Assimilation o Er lebt in seiner Innenwelt


Vaterlose Gesellschaft:
  • Trennung von Vater und Sohn ist der Verfall der männerorientierten Familienstruktur
  • Mendel hat den Enkeln nichts zu sagen, da die Lebensformen nicht mehr kompatibel sind
  • Kindergeneration der nordamerikanischen Gesellschaft passen sich flexibler an


Grammophonkultur:
  • Metaphern der Kulturlosigkeit und der Massenkultur materialisiert die verlorene Unmittelbarkeit


Räume, Landschaften, Weltgegenden II

(Pauline, Racine)


Mythische Orte

- imaginäre Räume und Orte

- Roth zeichnet -> bewahrt Werte durch das Imaginäre vor dem Druck des Wirklichen

- Westen erscheint als Gelobtes -> dort ->Blick zurück nach Osten: religiöses, humanes Wertesystem

- Mensch: Sehnsucht nach Utopie-> Dauerzustand der Entfremdung von geschichtsmäßigen Gott ->Exilgeschichte: Geschichte der Niederlage, des Leidens und der Selbstentfremdung

-Wurzeln Roths selbst: zwischen Deutschem- und Zarenreich

Amerika

-Roth konnte kulturellen Paradigmenwechsel nach erstem Weltkrieg von antikem Süden zu goldenem Westen nicht nachvollziehen

-empfindet dies als banal, oberflächlich, dekadent und als Untergang des Abendlandes

-Wende zum Modernen

-Amerika aus Fantasie und Hörensagen beschrieben

Megalopolis

-Mendel von Wahrnehmungschaos und Reizüberflutung überfordert

-reagiert mit Regression und Ohnmacht

Uniformität

-Sam passt sich mit Verlust eigener Identität an Gesellschaft an

-sagt Amerika duldet keine Abweichung der Uniformität (keine Individualität)

-Mendel reagiert mit Isolation


Traumfabrik (Traumfabrik des Kinos)

-verzerrte unwahre Welt des Scheins

-wirkt gleichmacherisch

->erzeugt geistige Leere, zerstört „Werte-Hirarchie“

Die Freiheitsstatue

-Roth verdreht Bedeutung : Warnung für Emigranten und Flüchtlinge

-deswegen Familie Singer in „Quarantäne“

Antichrist

-Amerika verlängert Reihe der bisherigen jüdischen Exile

-Verkehrung der Wertewelt (Amoralität des Kapitalismus)

	 -> Zerstört Werte des orthodoxen Judentums

-man habe Freiheit ausgesetzt und versteinert (Freiheitsstatue)

Stilfragen I

(Anika, Alex, Phillip, Patrick)


Erzählverhalten

Joseph Roth:

- denkt nicht besonders gegenständlich

- verwendet Postkomplexe Einfachheit

- er kennt zwar komplexe Strukturen, empfindet sie aber als unpassend oder dysfunktional

- sperrt sich gegen die literarische Moderne, hat aber trotzdem die neue Sachlichkeit hinter sich gelassen

Erzähler

- Auktorial

- wechselt beliebig zu jedem Zeitpunkt die Innenperspektiven der einzelnen Gestalten

- bleibt präsent, begleitet die Figuren, leidet mit ihnen und kritisiert sie

- kennt das Ziel der Geschichte

- beurteilt alles

- hat Einfluss auf die Zeit

- gibt Einblicke in die Psyche der Personen

Simplizität

- Roth wählt als Journalist einen durchsichtigen, luziden [1]Stil

- Hohe Ökonomie kombiniert mit Märchenton, sodass Roth mit sehr wenigen charakterisierenden Adjektiven auskommt, jedoch trotzdem nicht nur Informationen vermittelt werden

- Die Sprache erscheint trotz ihrer Einfachheit nicht kunstlos

- Bruch in der Sprache beim Transfer der Handlung von Russland nach Amerika, da Roth nie in Amerika war und nicht genau weiß, wie es dort aussieht (Mythisierung überspielt Wissenslücke)

Scheinnaivität

- Verwendung von Lakonismen [2] und Zwischentönen

- Knappe, trügerisch glatte und unauffällige Parataxen

- Trotz Sprachreduktion ironische Zwischentöne, die die Figuren lächerlich machen


Der neue Ton

Zu Beginn wird alles sehr sachlich und exakt beschrieben: ,,Vor vielen Jahren lebte in Zuchnow ein Mann namens Mendel Singer. Er war fromm, gottesfürchtig und gewöhnlich, ein ganz alltäglicher Jude.“ Solche sachlichen und trockenen Sätze kommen sehr häufig im ersten Teil vor.

Andererseits wird etwas ,, warmes “ beschrieben. In manchen Passagen ist der Erzähler ganz nah bei den Figuren. Vor allem bei Menuchim. Als das Wunder geschehen ist, ist es vorbei mit der Nüchternheit und den kurzen Sätzen.

Der Erzähler wirkt so überwältigt von dem großen Wunder, dass die Sprache sich verselbstständigt und die Darstellungs- und Informationsfunktion vergessen wird. Es erscheint dem Erzähler wie eine Offenbarung, sodass der Mund des Erzählers ,,überquillt“.

Ironie

Die Ironie wird zur Karikatur, sobald Amerika ins Zentrum rückt. Amerika wird von Joseph Roth als Feindbild dargestellt. Es wird ein Kontrast der Sprachebenen gezeigt.

Es existiert einmal die Religiöse Sprache und das Unterschichtjargon. Z.B.: Der Sprachstil in Zuchnow und in New York (old chap).

Außerdem gibt es einen Kontrast zwischen beiden Gelobten Ländern (Einmal Amerika und Palästina). Als Mendel nach Amerika kommt wird es als Land Gottes beschrieben, wie es Palästina einst war und New York als Stadt der Wunder, wie es Jerusalem einst war.

Durch die Amerikanische Mode erinnert Deborah Mendel an eine Prostituierte aus den heiligen Schriften.

Mit solchen ironischen Äußerungen stellt der Autor Amerika als Feindbild dar. Hierbei nutzt er Palästina als direkten Kontrast.

Figuren der Ordnung

Bsp.:

Chiasmus: ,,Die Scham stand am Beginn ihrer Lust, und am Ende ihrer Lust stand sie auch“ (2,165f.). Dieser Chiasmus umspannt die relativ kurze Phase im Sexualleben von Deborah und Mendel und schließt sie ab gegen die lange Phase der sexuellen Gleichgültigkeit, ja des Abscheus.

Parallelstellung: ,,Sie war ein Weib, manchmal ritt sie der Teufel“(1, 48f.) Die Parallelstellung von ,,Weib“ und ,,Teufel“ , dazu der biblische Archaismus ,,Weib“ stellen klar, dass die Frau ein instrumentum diaboli ist. Das Schwanken zwischen Erzähller- und Figurenperspekrive lässt offen, wessen Meinung hier vertreten wird.

Figuren der Ordnung können die Situation mit Hilfe von Stilmittel sehr gut darstellen. Zum Beispiel gleicht beim Chiasmus der Satzbau der Situation von Mendels Sexualleben.

Redeformen in der Weisheitsliteratur

1)

Weisheitsspruch -> Formulierung eines Gedanken als Sprichwort

z.B.: ,,Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie goldener Ring im Rüssel einer Sau´´

enthält meistens ein Vergleich als Rätselwort, Gleichnis oder Allegorie oder impliziert diesen.

2)

Alttestamentliche Weisheiten -> Weisheit Gottes wird durch einen Sprecher vermittelt

in Hiob werden diese Weisheiten von Mendel pervertiert und nehmen blasphemische Züge an.

3)

Bildsprache mit Vergleichen und Metaphern

- bezieht Lebenswelt der Figuren mit ein

-Vergleiche aus dem Wortfeld des Bauern und Jägers

-z.B. stark wie ein Bär (Jonas)

-Figuren aus Hiob weisen Ähnlichkeiten mit biblischen Figuren auf

-z.B. Söhne Mendels sind Jakob und Essau im Sinne der Ungleichheit ähnlich

„La musique biblique“

– Hiob ist kein wirklicher Bibelroman, doch trotz Verlagerung in die Neuzeit (und dadurch Parodie) bleibt biblischer Ton erhalten und ist immernoch ernsthaft & funktional

– teilweise wird Sprachduktus des Alten, und Neuen Testaments genutzt

– Formeln, Floskeln, Semantik, Satzstrukturen und Zitate aus der Bibel übernommen

– Roth nutzt Erzählungen und Ausdruckswelten des Alten und Neuen Testaments im gleichen Maße

Haggada

– Zwei bevorzugte Typen von Verkündigungen im Neuen Testament bzw. in der rabbinischen Literatur:

– Halacha (hebr. „halach“: „gehen, wandern“): vermittelt gesetzliche Lehren oder Normen/ Riten der Gemeinschaft; Ist geprägt von Rationalität und Dialekt

– Haggada (dt. „Ansammlung, Erzählung“): religiöse/ moralische Erklärung der Schrift; oft ausgeschmückt in Gleichnissen, Sagen, Legenden

– Passach-Haggada: wird am Sederabend vorgelesen und gesungen; erzählt vom Exil in Ägypten und vom Weg in die Freiheit (konstitutive Erzählung jüdischer Existenz)

– Im 15. Kapitel übertextet Roth die Pessach-Haggada durch seine eigene Haggada

[1] Luzid: unmissverständlich andeutend

[2] Lakonismus: Beiläufigkeit


Stilfragen II

(Clemens)

Exemplum

Eine historisch, mythologisch oder literarisch überlieferte Tatsache, die beim argumentativen Sprechen als Mittel der Beweisführung benutzt wird. In diesem Fall wird davon im Dialog über die Theodizee Gebrauch gemacht („erinnere dich an Hiob“ – „Ihm ist ähnliches Geschehen wie dir“)

Typus

Ist ein Exemplum, welches einen geschichtlichen Zusammenhang zwischen zwei Phänomenen herstellt. Der Typus gibt eine klare Vorstellung von etwas vor. Der Typus gibt eine bereits klare Definition von etwas vor. Die veränderte Darstellung in einem Buch beispielsweise, nennt man dann den Antitypus.

Akustischer Stil

Der Roman ist von Beginn an auf das finale Wunder ausgelegt (Menuchims Auferstehung); In „Hiob“ wird überraschend häufig durch akustische Wirkungsmittel die Wirklichkeitswahrnehmung verstärkt und ist unteranderem auch dadurch emotionalisiert. Durch Schrei, Klage, Seufzen wird Schmerz, Hoffnung und Liebe ausgedrückt.

Musikalität

Joseph Roth zeichnet sich unteranderem durch eine sinnliche und musikalische Sprache aus, ob diese jedoch aufgrund eines erlernten Instruments zustande kam ist nicht bewiesen.

(Tabelle)

(Text)

(Tabelle)

Literarische Varianten des Hiob-Motivs

(David)


Das Hiob-Motiv
Titel Autor/in Textsorte zeitliche Einordnung
Enkel Hiobs Mascha Kaleko (russisch, jüdisch) Gedicht 1940 veröffentlicht --> NS-Zeit
HIOB Johannes R. Becher (Kommunist, Atheist) Gedicht 1949 verfasst, 1973 veröffentlicht; Bezug auf Leid von Hiroshima & Nagasaki
Gott, auch nur ein Mensch Ulrich Schacht (Theologiestudent; Leben in der DDR) Gedicht 1983 veröffentlicht
Berlin Alexanderplatz Alfred Döblin Reportageroman 1929 veröffentlicht; einzigartiges Zeitzeugnis wegen der revolutionären Collagetechnik
Enkel Hiobs:

Gott wird angeklagt, dass er sich dem Volke Israels als Retter erweisen soll, der er auch bei Hiob gewesen sei.

HIOB:

Es kommt die Frage auf, ob das Leid, das wir ertragen, nicht Gotteswerk sei , sondern von den Menschen verursacht werde.

Gott, auch nur ein Mensch:

Hiob stellt fest, dass Gott menschlich ist, da er seinen Zorn frei walten lässt.

Berlin Alexanderplatz:

Zu den Alttestamentarischen Andeutungen zu Hiob wird „Großstadtlärm“ als Kontrast eingeblendet. Der Protagonist ist ein Berliner Halbweltmann und führt Gespräche mit seiner inneren Stimme zur Überwindung und dem Gründen seines Leidens. Die Lösung besteht hier darin, sich ohne Gerechtigkeitserwartung dem Leben neu zu zuwenden.


Egal in welcher Zeit, egal welchen Hintergrund oder Glauben die Autoren besitzen, es wird zwar immer verschieden an die Thematik der Gotteskrise, des unerklärlichen Leides angegangen, aber die Lösungen des Problems weisen starke Unterschiede in ihrer Auflösung bzw. Thematik auf.

Joseph Roth: Biographie

(Charlotte, Felicitas)

Moses Joseph Roth

  • 20. September 1894, Brody, Provinz Galizien

† 27. Mai 1939, Armenhospital Paris

Karriere:

Von 1901 bis 1905: Besuch der Baron-Hirsch-Volksschule. Unterricht in Deutsch, Polnisch und Hebräisch (Übersetzung der Thora ins Deutsche)

Von 1905 bis 1913: Besuch des Gymnasiums. Besondere Begabungen für Deutsche Literatur und philologische Fächer

Ab 1914: Studium der Germanistik in Wien

1916: Einzug in den Krieg als Freiwilliger

Ab 1917: Tätigkeit beim Galizischen Pressedienst

Von 1919 bis 1923: Arbeit bei verschiedenen Zeitungen

1923/24: Veröffentlichung erster Romane („Das Spinnennetz“, „Hotel Savoy“, „Die Rebellion“)

Roth wird zu einem der „erfolgreichsten und bestbezahltesten Autoren der Zwanzigerjahre“.

Frühjahr 1925: Reise nach Paris, Auseinandersetzung mit französischer Literatur, Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“

Ab 1925: Erzählungen, Essays und der Roman ,“Der blinde Spiegel‘“ werden von Roth veröffentlicht

1926: Reise nach Russland, „Reise in die eigene Vergangenheit“. Kennenlernen des jüdischen Alltagslebens

Von 1929 bis 1936: Beziehung mit Andrea Manga Bell, während dieser Zeit entstehen Roths bedeutendsten Werke:

„Hiob“ (verfasst 1930) und „Radetzkymarsch“(verfasst 1932) Mai 1933: Verbot von Roths Schriften durch die Nazis; dennoch Veröffentlichung dreier weiterer Werke mit metaphysischen Inhalten: „Tarabas“, „Beichte eines Mörders“, „Die Kapuzinergruft“

Privatleben

Vater: Nachum Roth, chassidischer Jude, Getreideeinkäufer 1893: psychische Erkrankung. Joseph lernt ihn nie kennen

Mutter: Maria Grübel, streng gläubig, Tochter eines jüdischen Tuchhändlers

Joseph Roth wächst bei seinem Großvater in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf.

1919: Beginn des Alkoholismus

Ehe/Beziehungen

5. März 1922: Eheschließung mit Friederike Reichler nach „orthodoxem Ritus“

1928: geistige Erkrankung Friederike Reichlers

1929: Einweisung in eine Berliner Nervenheilanstalt wegen Schizophrenie

Von 1930 bis 1940: Aufenthalt (seiner Frau) in verschiedenen österreichischen Pflegeheimen“; später „Ermordung durch die Nazis“

1929: Verbindung mit Schauspielerin Sybil Rares

Von 1929 bis 1936: Beziehung mit Andrea Manga Bell

Lebensende

Ab 31. Jan. 1933: Exil in Paris

„Verschlimmerung der finanziellen und gesundheitlichen Situation“

Von 1936 bis 1938: Lebensgemeinschaft mit Irmgard Keun

Herbst 1938: Herzinfarkt

27. Mai 1939: Tod im Armenhospital in Paris

30. Mai 1939: Beisetzung

Identität

Joseph Roth gelang es trotz seiner Selbststilisierung von Jugend an nicht, sich eine repräsentative Identität zu erschaffen. Stattdessen nahm er immer wieder neue Rollen an, die sich teils heftig widersprachen, z.B. Melancholiker, Militarist, Sozialist, Monarchist, Katholik, orthodoxer Jude, neusachlicher Journalist und mystischer Romancier.

Man könnte ihn als „Mythopoet“ bezeichnen: „ein Poet, der Mythen schuf und an Mythen glaubte“. Seine Romangestalten sind nämlich nicht dem Realismus unterworfen, sondern bilden mythische Muster nach. Dennoch haben seine Werke einen starken Zusammenhang mit Roths Autobiografie: Seine Figuren verarbeiten Traumata, die den Roth tatsächlich widerfahrenen ähneln, was dazu führt, dass häufig Melancholie, Schuldgefühle, Komplexe und Trauer thematisiert werden.

Weitere Themen

- das Vater-Sohn-Verhältnis und die Suche nach dem verlorenen Vater

- die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat und der Wunsch nach Geborgenheit in einem geschlossenen, sinngebenden Horizont

- der Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie

- die Außenseiterexistenz von Grenzgängern, Assimilanten und Abtrünnigen

- die Identitätsproblematik von Gottsuchern und Entfremdeten

- Wanderschaft, Flucht, Unterwegssein und Nicht-ans-Ziel-Gelangen

- Sehnsucht nach einem Messias.

Doch trotz der steten Auseinandersetzung mit seinen Traumata konnte sich Roth, ähnlich wie Kafka, nicht in seinem Werk erlösen.

Schreibprozess

Roth schrieb sehr schnell, was vor allem an seiner dauerhaften finanziellen Notlage lag, obwohl er zu den bestverdienendsten Autoren seiner Zeit zählte. Es kam vor, dass er die Rechte eines neuen Romans zweimal verkaufte oder er, während in der Zeitung schon die ersten Teile eines neuen Romans erschienen, noch am Schluss der Geschichte schrieb. Das muss bei einigen seiner Romanschlüsse bedacht werden, da sie nicht immer stringent entwickelt wurden.

Diese Gegebenheit machte Roth zu einem Meister des Multitasking: Er schrieb wortwörtlich überall, während er gleichzeitig trank, ein Gespräch führte und dem Lärm der Großstadt ausgesetzt war.

Was das Trinken angeht, habe er besonders den zweiten Teil seinen Romans „Hiob“ nicht schreiben können, ohne fast ununterbrochen zu trinken.

Die erste Version Hiobs trug den Titel „Wasserträger Mendel“.

(Quelle: Brinkmann.Meyhöfer, „Wissen kompakt – Joseph Roth: 'Hiob‘ “)