2011)

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Kurzinfo
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Inhaltsverzeichnis

Planung der Leistungserstellung (1)

Lehrplan BWR:

  • Produktion als Kernprozess eines Industrieunternehmens
  • Planung des Produktionsprogramms
- Fertigungsprogramm
- Fertigungsbreite, Fertigungstiefe
  • Planung der fertigungstechnischen Rahmenbedingungen
- Grad der Automatisierung
- Häufigkeit der Prozesswiederholung
- Anordnung der Betriebsmittel


Hier darf geschrieben werden ...


Menschliche Arbeit im Produktionsprozess (2)

Lehrplan BWR:

  • Bedeutung
  • Arbeitsentgelt
- Zeitlohn
- Akkordlohn
- Prämienlohn
- Erfolgsbeteiligung


Bedeutung:


Produktionsfaktoren
  • Die Produktionsfaktoren der Unternehmungen sind:
  • Werkstoffe
  • Betriebsmittel
  • menschliche Arbeit


Allgemein
  • Die neuen Erzeugnisse sind neben den Dienstleistungen die typischen Leistungen der Industrieunternehmung.
  • Industriebetriebe kaufen die Werkstoffe und Betriebsmittel über den Beschaffungsmarkt.
  • Diese Werkstoffe werden durch menschliche Arbeitsleistung zu neuen Erzeugnissen be- oder verarbeitet (unter Nutzung der Betriebsmittel).


Arbeitsentgelt:


Zeitlohn:

  • Maßstab für die Entlohnung: Dauer der Anwesenheit für und im Betrieb
  • bei der Bemessung wird von einer Normalleistung ausgegangen, die in einer bestimmten Zeit erbracht werden kann
  • Arbeitnehmer kann von einem festen Einkommen ausgehen
>Bedingung: festgelegte Stunden ableisten
  • Betrieb hat feste Kostengröße mit der er kalkulieren kann
  • fixe Kosten, die auf das Stück bezogen sind, können veränderbar sein
  • bei höherer Produktionsstückzahl sinken die Lohnstückkosten
  • Quantität und Qualität bleibt unberücksichtigt


Vorteile:
  • einfache Abrechnung
  • gesundheitliche Schonung des Arbeitnehmers durch geringen Leistungsdruck
  • dem Mitarbeiter bleibt Zeit für eine gründliche Einarbeitung


Nachteile:
  • es besteht kein Leistungsanreiz für höhere Stückzahlen, dadurch leidet der Wettbewerb
  • sorgfältige und gewissenhafte Bearbeitung wird nicht belohnt
  • dadurch sind stärkere Kontrollen notwendig
  • Zeitvorgaben werden immer voll ausgenutzt, Leerlaufzeiten werden nicht überbrückt


Anwendungen:
  • bei qualitativ hochwertigen Arbeiten
  • bei festgelegter Arbeitsgeschwindigkeit
  • bei Bereitschaftsdiensten


Akkordlohn:

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen ausgeführter Arbeit und den zu erhaltenen Lohn. Umso mehr Arbeit getan wird umso mehr Lohn bekommt man.


Voraussetzungen
  • Arbeitsgänge müssen sich in Einzelaufgaben zerlegen lassen.
  • Arbeitsgänge müssen sich wiederholen.
  • Die Produktionsmenge muss vom Arbeitnehmer durch die Arbeitsleistung beeinflusst werden können.


Bestandteile des Akkordlohns
  1. Garantierter Mindestlohn -hält sich an tarifliche Vereinbarungen -Leistungsgrad von 100% muss erfüllt werden.
  2. Der Akkordzuschlag -Ist ein potenzieller Zuschlag von etwa 15 bis 25% des Mindestlohns.


Unterschiedliche Arten des Akkordlohns

Geldakkord:

- ein fester Geldbetrag wird für jede produzierte Einheit gezahlt

- wird auch als Stückgeldakkord bezeichnet

Zeitakkord:

- es wird eine bestimmte Zeit angegeben in der der Arbeitnehmer eine Mengeneinheit produzieren muss

Prämienlohn

Er berücksichtigt verstärkt Leistungen qualitativer Art


Ursache

zunehmende Automatisierung der Fertigungsprozesse:

Leistung des Arbeitnehmers → größtenteils ersetzt durch → Computergesteuerte Fertigungsprozesse

Das heißt: Der Arbeiter kann die Menge, die am Ende produziert wird, nur noch geringfügig mitbestimmen.

Akkordlohn → ersetzt durch → Prämienlohn


Zahlung

Prämienlohn wird gezahlt


· bei Unterschreitung der Vorgabezeit

· bei Unterschreitung der zulässigen Ausschussquote (weniger Fehlprodukte, als erlaubt)

· bei einer Verkürzung der Wartezeit, wenn die eingesetzten Vetriebsmittel optimal ausgenutzt werden

· bei Einsparungen von Materialien oder Energie


Der Betrieb zahlt ebenfalls einen Grundlohn (als Zeit- oder Stücklohn) und eine Vergütung, diese ist von der Leistung abhängig und wird aufgeteilt zwischen

Betrieb

und

Arbeitnehmer (dieser Anteil heißt Prämie)


Erfolgsbeteiligung

Erklärung

Die Erfolgsbeteiligung an einem Unternehmen ist eine Vereinbarung des Arbeitgebers mit den Arbeitnehmern.

Die Mitarbeiter werden hier zuzüglich zu ihrem festen Grundgehalt/Lohn am Erfolg (bzw. Gewinn) des Unternehmens beteiligt.

Dies führt in wirtschaftlich guten Zeiten zu höheren Ausschüttungen an die Mitarbeiter und bei schlechter Geschäftslage zu einer Absenkung, die das Unternehmen wiederum von Personalkosten entlastet.

Das variable Einkommen und die damit verbundenen Grundsätze sind vertraglich festgelegt (Tarifvertrag, Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung).

Die Verteilung kann gleichmäßig nach Köpfen, oder nach Höhe des Lohnes/Gehalts, Dauer der Betriebszugehörigkeit oder auch nach individuellen Leistungskriterien o.Ä. erfolgen.


Mögliche Gründe für eine Erfolgsbeteiligung
  • Belohnung individueller Leistungen und Gruppenleistungen
  • Motivation der Mitarbeiter zu höherer Anstrengung
> Erhöhung der Produktivität
  • Verknüpfung von Unternehmenserfolg und Personalkosten
  • Unternehmen ist flexibel (in Bezug auf die Personalkosten)
> Arbeitsplätze werden sicherer

Produktionscontrolling (3)

Lehrplan BWR:

  • Quantitäts- und Qualitätskontrolle - Vertiefung der Inhalte von 11.1
  • Kennziffern des operativen Controllings
- Produktivität
- Wirtschaftlichkeit
- Rentabilität
  • Personalcontrolling
- Personalabbau
- Möglichkeiten der Vermeidung betriebsbed. Kündigungen wie Überstundenabbau, Arbeitszeitverkürzung u. –verlängerung, Arbeitszeitmodelle
  • Ökocontrolling


Ökocontrolling

Die umweltbezogene Kostenrechnung

1. Begriff: Der Begriff Ökocontrolling steht für ein Controllingkonzept,

das einem ökologieorientierten Unternehmen dient.

2. Ziel des Ökocontrollings: Ziel ist es dem Management bei Fragen von Ökologie und Umweltschutz eine Ökologiestrategie zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Produkten oder Arbeitsvorgängen zur Verfügung zu stellen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens einzuschränken oder zu verschlechtern.

Im Einzelnen sind das:
(1) Optimierung der inner- und außerbetrieblichen Koordinationsfähigkeit
(2) Optimierung der Reaktionsfähigkeit auf Umweltstörungen
(3) Förderung der Mitarbeitermotivation;
(4) Optimierung der Anpassungsfähigkeit an durch Umweltaspekte bedingte Änderungen im Umfeld.

3. Unterstützung folgender Aufgabenbereiche:

(1) Rechtzeitige Erkennung ökologischer Entwicklungen;
(2) Erarbeitung strategischer Zielsetzungen für eine langfristig wirkende Ökologiestrategie
(3) Unterstützung bei dem Zielkonflikt Ökologie - Ökonomie
(4) Der Erlang von Wettbewerbsvorteilen durch Nutzung von Umweltschutztechnologien
(5) Alle umweltbezogenen Maßnahmen, Investitionen und Projekte im Unternehmen werden gesteuert

4. Instrumente:

Um die ökologischen Managementstrategien zu erarbeiten und umweltrelevante Projekte steuern zu können, sind im Allgemeinen die standard(klassischen) Instrumente des Controllings, oft in weiterentwickelter Form, einsetzbar. Ein besonders spezielles Instrument des Ökocontrollings ist die Ökobilanz


Ökobilanz


- rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingung
- berüchsichtigt: Umweltkosten und alle relevanten Auswirkungen
bezüglich der Existenz eines Produkts
- Kernpunkt: umweltrelevante Entnahmen aus der Umwelt und Emissionen : in die Umwelt
- wichtige Hilfe bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungen
- kann Auskunft über Schonung der Ressourcen geben
- Umfasst vier Schritte:
1. Zieldefinition
- der Untersuchungsgegenstand wird festgelegt
- bei vergleichen der Untersuchung müssen Bezugseinheitengleich
oder angeglichen sein
2. Sachbilanz
- quantitative Aussagen über den erfassten Produktlebensweg
- Input (Eingangsgrößen) werden Output (Ausgangsgrößen)
gegenübergestellt
- betrifft alle Lebensphasen eines Produkts von der
Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung des Produkts
- die Sachbilanz ist der Kern der Ökobilanz
3. Wirkungsbilanz
- erfasst die, durch die Existenz des Produkts, ökologischen
Auswirkungen
- Input-Output-Daten, aus der Sachbilanz, werden einer bestimmten
Wirkungskategorie zugeordnet
- physikalische Vereinheitlichung des Produkts ist notwendig
4. Bewertung
- Daten werden zusammengefasst und nach ihrer ökologischen
Bedeutung bewertet
- Schwierigkeit: Werturteil bezüglich "wenig oder stark
Umweltbelastend" zu fällen
- Bewertung in der Regel subjektiv
- es muss berücksichtigt werden, dass einige Werte nur
Vermutungen sein können
- manche Daten können unvollständig sein, weil einige Angaben
nicht verfügbar sind


Kostenartenrechnung

- durch tiefere Gliederung von Kostenarten --> größere Transparenz
- z. B. viele Umweltkosten auf dem Konto "Energie"
\Rightarrow bei höheren Beträgen --> Differenzierungen
\Rightarrow Aufwendungen für Strom
Aufwendungen für Gas
Aufwendungen für Wasser
etc.
- für Umweltkosten, für die es sinnvoll ist --> Konto einrichten
Deponiergebühren für Sonderabfall
Containermiete
Müllabfuhr
etc.
- Erlöse aus dem Verkauf von Abfällen müssen auch erfasst werden
Erlöse aus dem Verkauf von Papier/Pappe
Erlöse aus dem Verkauf von Altmetallen
Erlöse aus dem Verkauf von sonstigen Reststoffen zur Verwertung

Kostenträgerrechnung

Falls in der Kostenartenrechnung umweltrelevante Einzelkosten anfallen, werden diese dem Kostenträger hinzugerechnet. In der Regel handelt es sich hierbei um Werkstoffe und Bauelemente, wobei man Input-Größen wie den Wasser- oder Stromverbrauch hinzuzählen muss, falls sie gemessen wurden und die Kostenstelle genügend belastet haben.

Kostenabweichungen werden durch den Soll-Ist-Vergleich ermittelt.


Kostenstellenrechnung
Allgemeine Frage - Wer hat die Umweltkosten verursacht ? } Die Kostenstellenrechnung dient allein dem Umweltschutz.

- Kostenstellen unterscheiden nach:

→ ausschließlichen Umweltkosten
→ Umweltkosten UND anderen Kosten

- Unterscheidung nach - Kostenstelleneinzelkosten

\Rightarrow lassen sich mit Hilfe von Belegen und Messungen genau zuordnen
• z.B. Strom, Wasser, Reinigunsmittel - die man genau messen kann in kWh oder kg (etc.)

- Kostenstellengemeinkosten

\Rightarrow betreffen mehrere Bereiche
• z.B. Leasinggebühren oder Bereitstellungsgebühren für Container


- Kostenstelleneinzelkosten sind relevant für umweltrelevante Entscheidungen, da diese von den Mitarbeitern beeinflusst werden können (z.B. Stromverbrauch)

- Transparenz schaffen indem Kostenstellengemeinkosten (z.B. Müll oder Heizung) durch Messungen zu Kostenstelleneinzelkosten werden

Quantitäts- und Qualitätskontrolle

Fehlerverhütungskosten

Beispiele:

- Schulungen für Mitarbeiter um die Qualität zu sichern
- Überwachung der Lieferanten und deren Beurteilung
- Qualitätsvergleich mit der Konkurrenz
- Fertigungsverfahren optimieren
- Untersuchung der Qualität
- Kosten für die Geräte zur Überprüfung der Qualität der Ware

Prüfkosten

Beispiele:

- Instandhaltung der Prüfgeräte
- Anschaffung der Prüfgeräte
- Eingangs- und Endprüfung
- Qualitätsbeurteilung
- Personalkosten der Prüfer
- Laboruntersuchungen


Qualitätszirkel

Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Unternehmens, finden sich freiwillig zu regelmäßigen Besprechungen ein um die aufgetretenen Probelme in ihrer Abteilung zu bearbeiten. Diese Besprechungen finden während der Arbeitszeit statt. Hier werden Probleme und Schwachstellen der Qualität der Ware ausfindig gemacht und nach Lösungen zur Behebung dieser gesucht.


Lösungen zur Verbesserung der Qualität:

- ABC-Analyse
- Brainstorming
- Projektarbeit

Personalcontrolling

Personalabbau

- Unter dem Begriff Personalabbau versteht man jede Minderung des Arbeitsvolumens. Dazu gehört zum Beispiel die Freistellung oder Entlassung der Mitarbeiter. Oft wird Personal abgebaut um das Unternehmen kurzfristig profitabler zu machen. Doch leider ist der Personalabbau manchmal das einzige Mittel, um die Insolvenz des Unternehmens zu verhindern.


Ursachen des Personalabbaus

-Gesamtwirtschaftliche Ursachen: Darunter fallen saisonale Ursachen( Produktionsentwicklung ist im Jahresverlauf unstetig -> Landwirtschaft), konjunkturelle Ursachen (Nachfrage nach Gütern ist bestimmten Schwankungen unterworfen -> Auftragslage des Unternehmens verschlechtert sich) und strukturelle Ursachen (Angebot und Nachfrage passen nicht zusammen)
-Mitarbeiterspezifische Ursachen: Personalabbau aufgrund Mitarbeiterspezifischen Ursachen tritt zum Beispiel dann auf wenn ein Mitarbeiter nicht die benötigten Qualifikationen mit sich bringt. Dies könnte bei einer Produktionsumstellung eines Betriebes der Fall sein, in so fern, dass der Mitarbeiter zum Beispiel nicht das nötige know-how besitzt um neuere Maschinen zu bedienen.
-Unternehmensspezifische Ursachen: Unternehmensspezifische Ursachen kann zum einen die Tatsache sein, dass das Unternehmen zu hohe Personalkosten hat. Dieses Problem hat oft Kündigungen und im schlimmsten Fall die Betriebsstillegung zu Folge. Ursachen für zu hohe Personalkosten können zum Beispiel Organisationsmängel, unvorteilhafte Arbeitsmethoden oder mangelhafte Produktqualität sein. Eine andere Ursache sind Rationalisierungsmaßnahmen. Das bedeutet, dass man Arbeiter durch Maschinen ersetzt. Meistens ist dies für den Arbeitgeber von Vorteil, da dadurch nicht so hohe Personalkosten anfallen und die Produkte oft qualitativ hochwertiger sind. Automatisierung hat jedoch nicht nur was mit Maschinen zu tun sondern auch mit Computern. Es werden heute immer mehr Computer in allen Bereichen eingesetzt die nach und nach alles so gut wie alleine machen. Eine dritte Ursache kann das so genannte Outsourcing sein welches so viel bedeutet wie Mitarbeiter z.B. an Tochtergesellschaften abzugeben die zum Beispiel aus tariflichen Gründen kostengünstigere Arbeitsplätze anbieten können.


Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen...

- Kurzarbeit:
- Verkürzung der normalen Arbeitszeit, aufgrund von Arbeitsausfall, bis Auftragsnachfragen wieder ansteigen
- Lohnkosten werden gesenkt
- Arbeitsamt zahlt als Ausgleich für Lohnasufall Kurzarbeitgeld
- Tarifvertrag:
- Vertrag zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, welcher Regeln über das Arbeitsverhältnis (z.B Beendigung des Arbeitsverhältnis) enthält
- Teilzeitarbeit:
- geringere Stundenanzahl der Arbeit in der Woche als ein Vollzeitarbeiter
- Auflösungsvertrag:
- Löst das Arbeitsverhälnis selbst auf; Beendigung des Arbeitnehmer-Arbeitgeberverhältnis im Gegensatz zur Kündigung Einverständis beider Seiten
- Abwicklungsvertrag:
- Zweiseitige, vertragliche Regelung zwischen beiden Parteien, womit die Folgen der Kündigung geregelt werden, zum einen dass der Arbeitnehmer keine Kündigungsschutzklage starten wird, zum anderen dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Abfindung zahlt
- Aufhebungsvertrag:
- unbefristete Arbeitsverhältnisse können durch übereinstimmende Willenserklärung beider Seiten gelöst werden
- Abbau von Leiharbeit um Stammtarbeiter ihren Arbeitsplatz zu sichern
- Löhne und Gehälter für einen kurzen Zeitraum herabsetzen
- Urlaubs-, Weihnachtsgeld streichen und Zahlung zur betrieblichen Altersvorsorge vorläufig kündigen
- Preisänderung von fertigen Erzeugnissen, um Umsatzerlöse zu steigern
- Einstellungssperre
- Verminderung der Fremdaufträge
- Vollzeitarbeitsverträge in Teilzeitarbeitverträge umwandeln
- Versetzung zu anderen Konzernfirmen
- Mitarbeiter, die das Rentenalter erreicht haben oder selbst gekündigt haben, sollten nicht ersetzt werden
- Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverträge
- Rücknahme von Fremdaufträgen

Aktuelle Veränderungen des Produktionsprozesses (4)

Lehrplan BWR:

  • Verdeutlichung der permanenten Veränderungen der Produktionsbedingungen (z.B. Automobilindustrie) - Analyse eines aktuellen Wirtschaftstextes


Hausaufgaben, Arbeitsblatt: Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung Lösungen

Aufgabe 1: - Planungsfehler in der Produktentwicklung - Fehlerhafte Materialien / Probleme bei der Rohstoffbeschaffung - Arbeitnehmer (bspw. fehlende Qualifikation) - Verfahren (bspw. nicht auf dem neusten Stand, veraltet und dadurch vllt fehlerhaft)


Aufgabe 2.1: Was bedeutet Qualität?: - Grad der Beschaffenheit bzw. Eignung eines Erzeugnisses bezogen auf den vorgesehenen Verwendungszweck. - Es werden bestimmte Anspruche an das Produkt gestellt, diese nennt man Qualitätsmerkmale. Qualitätsmerkmale sind: - Produktionsbezeichnung -> bezeichnet man einen Tisch als Stuhl, muss es 4 Stuhlbeine und eine Tischplatte aufweisen. - meistens durch DIN-Normen ergänzt -> Briefumschläge müssen eine bestimmte festgelegte Größe haben. - Sicherheitsvorschriften - eigene Werknormen und Kundenvorgaben

Aufgabe 2.2: Ziel der Qualitätssicherung: Fehlerquellen so schnell, wie möglich zu erkennen. Bereiche: - Qualitätsplanung, - Qualitätssteuerung Qualitätsplanung: - bestimmt Qualitätsziele der einzelnen Produkte (Vollkommenheitsgrad) Qualitätssteuerung: - Fehlervermeidung durch: -> Ermittlung kritischer Materialien oder Teile bei der Konstruktion eines Produkts

               -> Festellung ob sich das Fertigungsverfahren wirklich eignet
               -> Festlegung wichtiger Arbeitsanweisungen
               -> Aufstellung von Prüfplänen/ Prüfanweisungen/ Prüfmittel 


Aufgabe 2.3: Qualitätssicherung: Sie besteht zum ersten darin, Fehlerquellen so früh wie möglich zu erkennen und zu beheben. Diese Methode wird durchgeführt, damit keine größeren Schäden entstehen. Man kann die Qualität durch einen unabhängigen Prüfer bestätigen lassen (z.B. Tüv), dies nennt man auch Zertifizierung. Diese gilt 3 Jahre.

Aufgabe 3: 100-Prozent-Kontrolle: - eine Prüfung, in der alle Einheiten oder Stücke eines Fertigungsloses überprüft werden - kann sich auf einen oder mehrere Mängel beziehen Stichprobenkontrolle: - eine beschränkte Anzahl von Erzeugnissen aus einem Fertigungslos wird geprüft (Prüflos) - der Aufwand und die Kosten für eine 100-Prozent-Kontrolle wäre ins solchen Fällen zu hoch, weil nicht so viele Mängel auftreten, wie die Kosten für das Verfahren hoch wären


Hausaufgaben zum Arbeitsblatt-> Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung 1) Worin können die Ursachen der aufgezeigten Qualitätsprobleme liegen?

• Maschinen (arbeiten ungenau, z. B. Zuschnitt von Holz passt nicht) • Arbeitnehmer (arbeitet nachlässig oder fehlende Qualifikation, sodass sich Fehler einschleichen können) • Material (Materialfehler, z. B. hält nicht den Anforderungen stand) • Verfahren (bei der Herstellung Methoden und Techniken sind vielleicht. veraltet oder entsprechen nicht den Standards)

2) In der Praxis werden vielfältige Maßnahmen ergriffen um die Qualität sicher zu stellen. 2.1) Was versteht man unter Qualität?

• Qualität ist die Beschaffenheit bzw. Eignung eines Erzeugnisses auf den vorgesehen Verwendungszweck. Die Anforderungen die hierbei an das Produkt gestellt werden nennt man Qualitätsmerkmale wie z. B. Beschaffenheit, Merkmal (auch DIN Norm), Eigenschaft und Zustand eines Produktes. Und gleichzeitig eine gutes Preis-Leistungsverhältnis.

2.2) Halten Sie die wesentlichen Merkmale der Bereiche der Qualitätssicherung fest (einschl. Zertifizierung)

• Kontrolle in allen Bereichen – Fehlerquellen feststellen und beseitigen • Einhaltung von Standards – Immer gleiche Qualität abliefern • Fertigungsverfahren überprüfen und gegebenenfalls erneuern – neue Maschinen – oder Fertigteile einsetzen • Schulungen für Personal – Qualifikationen überprüfen – Facharbeiter einstellen • Zertifizierungen – DIN Normen oder EU-Standards übernehmen oder anwenden

3) Erläutern Sie den Einsatz und die Zweckmäßigkeit der 100%- und der Stichprobenkontrolle

• Die 100% - Kontrolle ist eine Stück für Stück Kontrolle (Einheiten eines Fertigungsloses werden überprüft) und ist bei technisch hochwertigen oder bei lebenswichtigen Teilen anzuwenden, da diese Art der Kontrolle sehr teuer ist. Man wendet sie aber auch an wenn die Fehlerquote so hoch ist, dass sie die Prüfkosten übersteigen. • Die Stichprobenkontrolle prüft eine beschränkte Anzahl von Erzeugnissen aus einem Fertigungslos. Die gewonnen Informationen sollen Rückschlüsse auf die Beschaffenheit der gesamten Fertigungsmenge geben bzw. die Eigenschaften der gesamten Fertigungsmenge wieder spiegeln. Es gibt die Zufallsstichprobe, die systematische Probe oder die willkürliche Probe.

4) Aus welchen Gründen könnte ein Unternehmen sich dazu entscheiden, mehr in Qualität zu investieren?

• Kundenorientiert – das Unternehmen erhebt die Kundenwünsche und die Forderungen des Marktes und prüft die eigene Fähigkeit zur Erfüllung der Kundenwünsche (z. B. auch Spezifikationen und ermittelt nach Abschluss die Kundenzufriedenheit. • Produktorientiert – das Unternehmen prüft ob seine Produkte die Forderungen des Marktes und die Vorgaben der Produktspezifikation erfüllen können. • Mitarbeiterorientiert – jeder Mitarbeiter ist so zu qualifizieren, dass er die ihm übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß durchführen kann. Die regelmäßige Erhebung der Mitarbeiterzufriedenheit und die Umsetzung der daraus gewonnen Erkenntnisse ist ein zentraler Bestandteil normgerechter Qualitätssicherung.

5) Welche Auswirkungen kann es für ein Unternehmen haben, wenn Produkte minderer Qualität ausgeliefert werden?

• Teure Nachbesserung • Teure Ersatzlieferung • Prestigeverlust • Kundenverlust • schwächere Marktposition • Entstandene Folgekosten begleichen