Korrekturvorgang

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Vom Ausgangstext über Scannen und zwei Korrekturen zum Editionstext der Wikisource am Beispiel der Seite 95 im zweiten Band der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in der Ausgabe von 1843.

Ausgangstext (Original und Ergebnis des Scannens)

Bärenhäuter, S.95

95 ... so wirst du die Hand immer voll Geld haben.’ Dann ZVS er dem Bären die Haut ab, und sagte «dc1c3 soll dein Mantel fein, darauf mußt du auch schlafen, und darfst dich in kein Bett legen. Und wegen dieser Tracht sollst du Vä1—enhäutcr heißen.’ Hierauf vet«ft«hwcmd dcr Teufel. Der Soldat zog den Rock an, griff in die Tasche, und fand daß die Sache ihre Richtigkeit hatte. Dann hicng er die Bärcnhaut um, gicng in die Welt, war guter Dinge, und unterließ nichts- was ihm wohl und dem Gelbe wehe that. Jm ersten Jahr gieng es noch lcidlich, aber m dem zweiten sah er schon aus wie ein Ungeheuer. Das sß)aar bedeckte ihm fast da6 ganze Gesicht, fein Bart glich k«1e1n Stück gtobcm Filztueh, feine Finger hatten Krallen, und fein Gesicht war fo mit Schmutz bedeckt, daß wenn M0!lK1«cssc hinein gcfät hätte, sie aufgegangen wäre. Wer UM sah, lief fort, weil cr aber aller Orten den Armen Geld gab, damit sie für ihn bett—ten daß er in don sieben Jahren nicht stürbe, und weil cr al.lrC3 gut bezahlte, fo kkk)ielt— er doch immer noch Herberge. Jm vierten Jahr kam er in ein Wi1«thShaut3, da wollte ihn dcr Wirth Dicht aufnehmen, und wollte ihm nicht einmal einen Platz km Stall auweist·u, weil er fürchtete feine Pferde würden scheu werden. Doch als dcr Bärenhäutcr in die Tasche griff, und eine Hand voll Ducaten hcraut3holte, fo ließ der Wirth sich erweichen, und gab ihm eine Stube im Hinter- gcbäUde, doch mußte er versprechen sich nicht sehen zu lasse!!, damit fein Haus nicht in bösen Ruf käme. A18 der Bärenhäutcr Abends allein saß, und don «Lsekök!l wünschte daß die sieben Jahre herum wären, fo hörte er in einem Ncbenzimmer ci1J lautes Jammern. Er

(gescannte Version)

Ergebnis der 1. Korrektur

so wirst du die Hand immer voll Geld haben.“ Dann zog er dem Bären die Haut ab, und sagte „das soll dein Mantel sein, darauf mußt du auch schlafen, und darfst dich in kein Bett legen. Und wegen dieser Tracht sollst du Bärenhäuter heißen.“ Hierauf verschwand der Teufel.

Der Soldat zog den Rock an, griff in die Tasche, und fand daß die Sache ihre Richtigkeit hatte. Dann hieng er die Bärenhaut um, gieng in die Welt, war guter Dinge, und unterließ nichts was ihm wohl und dem Gelde wehe that. Im ersten Jahr gieng es noch leidlich, aber in dem zweiten sah er schon aus wie ein Ungeheuer. Das Haar bedeckte ihm fast das ganze Gesicht, sein Bart glich einem Stück grobem Filztuch, seine Finger hatten Krallen, und sein Gesicht war so mit Schmutz bedeckt, daß wenn man Kresse hinein gesät hätte, sie aufgegangen wäre. Wer ihn sah, lief fort, weil er aber aller Orten den Armen Geld gab, damit sie für ihn beteten daß er in den sieben Jahren nicht stürbe, und weil er alles gut bezahlte, so erhielt er doch immer noch Herberge. Im vierten Jahr kam er in ein Wirtshaus, da wollte ihn der Wirth nicht aufnehmen, und wollte ihm nicht einmal einen Platz im Stall anweisen, weil er fürchtete seine Pferde würden scheu werden. Doch als der Bärenhäuter in die Tasche griff, und eine Hand voll Ducaten herausholte, so ließ der Wirth sich erweichen, und gab ihm eine Stube im Hintergebäude, doch mußte er versprechen sich nicht sehen zu lassen, damit sein Haus nicht in bösen Ruf käme. A1s der Bärenhäuter Abends allein saß, und von Herzen wünschte daß die sieben Jahre herum wären, so hörte er in einem Nebenzimmer ein lautes Jammern. Er

(1. Korrektur)

Ergebnis der 2. Korrektur

so wirst du die Hand immer voll Geld haben.“ Dann zog er dem Bären die Haut ab, und sagte „das soll dein Mantel sein, darauf mußt du auch schlafen, und darfst dich in kein Bett legen. Und wegen dieser Tracht sollst du Bärenhäuter heißen.“ Hierauf verschwand der Teufel.

Der Soldat zog den Rock an, griff in die Tasche, und fand daß die Sache ihre Richtigkeit hatte. Dann hieng er die Bärenhaut um, gieng in die Welt, war guter Dinge, und unterließ nichts was ihm wohl und dem Gelde wehe that. Im ersten Jahr gieng es noch leidlich, aber in dem zweiten sah er schon aus wie ein Ungeheuer. Das Haar bedeckte ihm fast das ganze Gesicht, sein Bart glich einem Stück grobem Filztuch, seine Finger hatten Krallen, und sein Gesicht war so mit Schmutz bedeckt, daß wenn man Kresse hinein gesät hätte, sie aufgegangen wäre. Wer ihn sah, lief fort, weil er aber aller Orten den Armen Geld gab, damit sie für ihn beteten daß er in den sieben Jahren nicht stürbe, und weil er alles gut bezahlte, so erhielt er doch immer noch Herberge. Im vierten Jahr kam er in ein Wirthshaus, da wollte ihn der Wirth nicht aufnehmen, und wollte ihm nicht einmal einen Platz im Stall anweisen, weil er fürchtete seine Pferde würden scheu werden. Doch als der Bärenhäuter in die Tasche griff, und eine Hand voll Ducaten herausholte, so ließ der Wirth sich erweichen, und gab ihm eine Stube im Hintergebäude, doch mußte er versprechen sich nicht sehen zu lassen, damit sein Haus nicht in bösen Ruf käme.

Als der Bärenhäuter Abends allein saß, und von Herzen wünschte daß die sieben Jahre herum wären, so hörte er in einem Nebenzimmer ein lautes Jammern. Er

(2. Korrektur)