Computerraum

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Ein Computerraum ist ein Unterrichtsraum mit Computerarbeitsplätzen.

Inhaltsverzeichnis

Arbeitsaufwand

Der Aufbau eines Computerraumes ist zunächst ein gewisser Aufwand und sollte gut geplant werden. Auf jeden Fall sollte nicht nur die Auswahl der Hardware, sondern auch die Anordnung der PC-Arbeitsplätze (z.B. in Hufeisenform) und der Aufbau eines noch nicht vorhandenen Computernetzwerkes zur Vernetzung aller PCs in den Computerräumen mit einem Server (Domänenkonzept) oder ohne einen Server als Peer-to-Peer-Netzwerk, gut durchdacht werden. Dabei hilft sicherlich auch ein Blick auf bzw. in benachbarte Schulen, die bereits Computerräume besitzen und damit Erfahrungen gesammelt haben.

Auf jeden Fall sollte man die Computerraumplanung nicht den Schülern überlassen, denn an dieser Stelle ist professionelle Hilfe angesagt. Weiterhin sollte man sich auch im Vorfeld Gedanken über die zukünftige Betreuung der Computerräume machen. Sinnvoll hierfür ist es, Kolleginnen/Kollegen zu finden, die sich bereit erklären, jeweils einen Computerraum zu betreuen. Die Betreuer sollten mit einem großen Anteil des eigenen Unterrichts in dem betreuenden Computerraum eingesetzt sein. Nur so können eigens erkannte Mängel schnellstmöglich beseitigt werden und Schwachstellen aufgedeckt werden.

Falls vom Schulträger keine Administratorstelle geschaffen werden kann, wäre es denkbar, auch einen Vollzeit-Administrator auf zwei (möglichst benachbarte) Schulen stundenmäßig aufzuteilen. Auch hier sollte die Administration der Computerräume nicht den Schülern überlassen werden. Schließlich geht es nicht nur um die eigentliche Technik, sondern auch um zwischenzeitlich sehr brisante Themen wie Datenschutz und Datensicherheit. Gerade auch dann, wenn es den Schülern ermöglicht werden soll, mit dem eigenen Laptop oder mit den eigenen Smartphones per WLAN das Schulnetzwerk und den Internetzugang nutzen zu können, müssen diese beiden Themen besonders beachtet werden.

Manche Bundesländer bieten an, die Administration von externen Firmen u.a. auch per Fernwartung machen zu lassen. Aber auch das erfordert vor Ort in der Schule zuständige Lehrkräfte und befreit nicht komplett von administrativen Aufgaben.

Fazit: Ohne Vorplanung und schlüssiges Gesamtkonzept läuft zunächst einmal nichts!

(...) Es fehlt aber die Angabe, wie viele Supporter pro Computer benötigt werden. Als Faustregel gilt: Pro Computer mindestens ein Stellenprozent!"

Wartung des EDV-Bereichs, 24.10.2005

Ausstattung

Rechner und Geräte

Leistungsmäßig gibt es bei der Anschaffung von PCs für Computerräume keine großen Anforderungen, es sei denn, es werden CAD-Programme, Videoschnittprogramm u.ä. genutzt. Seit dem 21. Jahrhundert sollte man sich vielmehr über den Energieverbrauch Gedanken machen. Es ist heute nicht nötig, PCs mit großen Tower-Gehäusen anzuschaffen, deren Energieverbrauch bei 100 bis 300 Watt liegt. Schließlich erhält man PCs in Mini-Gehäusen mit einem Energieverbrauch von 10 bis 20 Watt, welche sich zudem noch auf der Rückseite des Monitors fast unsichtbar befestigen lassen und zudem beinahe unhörbar sind (z.B: ASUS EeeBox).

Sparen Sie nicht bei Tastatur und Maus! Diese werden täglich stark beansprucht. Daher sollte hier auf Markenprodukte (z.B. Cherry-Tastaturen) gesetzt werden.

Insgesamt kommt man somit auf ca. 350 bis 400 € pro Schülerarbeitsplatz.

Einige Jahre versuchte man auch an Schulen Terminalserver mit Thin-Clients einzusetzen. Da die Kosten pro Arbeitsplatz zwischenzeitlich so gefallen sind, ist eine Terminalserver-Lösung nicht mehr so lohnenswert. Zudem gibt es viele Softwareprodukte, die nicht auf Thin-Clients mit Terminalservern lauffähig sind.

  • Geschenkte Rechner:
Lassen Sie sich keine (einzelnen) Computer schenken! - Es ist zwar sehr freundlich und zuvorkommend, wenn Ihnen die benachbarte Firma ihren alten Computer vermacht. Doch passen Sie auf: Der zusätzliche Wartungsaufwand könnte um einiges höher liegen als der Wert des geschenkten Gerätes.

Wartung des EDV-Bereichs, 24.10.2005

Lehrertools

Wichtiger als die Auswahl der Hardware für die Schülerarbeitsplätze ist der Einsatz von spezieller Software und Tools für den Lehrer, damit dieser stressfrei im Computerraum unterrichten kann und zudem die Vorteile der Computervernetzung effizient nutzen kann. Hierzu gehört z.B. die Bildschirmschaltung, Dateimanagement, Internetfreigabe u.ä.

Die zusätzliche Ausstattung des Lehrer-Arbeitsplatzes im Computerraum, z.B. mit einem Grafiktablett und einer Dokumentenkamera, einem Speicherkartenadapter, einem Beamer u.ä. ist sehr zu empfehlen.

Infos, kostenlose Downloads und viele nützliche Lehrertools finden Sie bei SchoolNetTools.

(Schul-)Tafeln
  • Da Kreidestaub über die Lüfter in die Gehäuse gelangen und sich dort festsetzen kann, sind Schultafeln, bei denen mit Kreide und Schwamm gearbeitet wird, für den Computerraum ungeeignet. Stattdessen haben sich White-Boards bewährt, die seitlich an der Frontwand angebracht werden können. Auch White-Boards auf Rollen sind denkbar.

Benutzerordnung

Jede Schule muss Schülerinnen und Schülern zur Nutzung der Computerräume oder des WLAN-Zuganges u.ä. eine Benutzerordnung aushändigen. Die Anerkennung bzw. Zur-Kenntnisnahme sollte sich die Schule schriftlich bestätigen lassen. Die Benutzerordnung kann in die Hausordnung integriert sein und bei der Einschulung ausgehändigt werden.

Hier finden Sie eine Auswahl an Mustern für Computerraum-Benutzerordnungen.

Linkliste

Handreichungen

Weitere Links

  • Lehrertools für vernetzte Computerräume - Computerräume sind heute alle vernetzt. Um die Vorteile der Computervernetzung im Unterricht sinnvoll und effektiv nutzen zu können, benötigt man spezielle Software. Zudem finden Sie viele nützliche Infos, Links und auch kostenlose Tools direkt zum downloaden.
  • Weitere allgemeine Informationen
  • ControlAula - System zur Verwaltung von Schülerrechnern, erstellt für das Linux-Migrationsprojekt in Extremadura. (keine Weiterentwicklung/Support seit 2008 !?!)

Siehe auch