Orientierung auf See

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Früher orientierte man sich auf See (wenn man sich überhaupt außerhalb der Sichtweite zum Ufer aufhielt) anhand der Gestirne.

Später setzte sich der Sextant durch, ein Winkelmessinstrument, mit dem es sich leichter nach den Sternen navigieren ließ. Der Sextant besteht aus einem Fernrohr und einem fest vor dem Fernrohr angeordneten, halbdurchlässigen Spiegel, dessen Winkelabweichung gegenüber dem festen Spiegel auf einem Teilkreis abgelesen werden kann.

Heutzutage wird meist das GPS (Global Positioning SystemWikipedia-logo.png) verwendet. Mit diesem bestimmt man seinen Standpunkt anhand der Laufzeit von Signalen, die von Satelliten ausgesendet werden. Theoretisch reichen dazu drei Satelliten. Allerdings benötigt man einen vierten, um die Laufzeiten genau anzugeben, da das GPS über keine Uhr verfügt, die genau genug ist. Mit dem GPS kann man außer dem Standpunkt des Empfängers auch noch dessen Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung ermitteln.

Gesendet wird auf zwei Frequenzen:

  • Die L1-Frequenz (1575,42 MHz) ist zur zivilen und militärischen Nutzung. Auf ihr werden auch Informationen zum Satelliten (z.B. Bahnen und Zustand) gesendet.
  • Die L2-Frequenz (1227,6MHz) ist ausschließlich zur militärischen Nutzung und soll die Präzision verbessern.

Eine dritte Frequenz, die den Empfang verbessern soll, ist im Aufbau.

In Verbindung mit dem GPS werden meist elektronische Seekarten verwendet. Diese sind genauso wie gewöhnliche Seekarten, haben aber den Vorteil, dass sie alle zusammen im Computer gespeichert sind, was den Umgang und auch die Präzision einfacher macht.

Siehe auch