Herstellungskette und Transportwege

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Thema 2: Herstellungskette und Transportwege

Unsere Gruppe hat sich mit Herstellungsketten und Transportwegen beschäftigt. Wir hoffen, ihr erfahrt durch unsere Seite noch einiges über dieses Thema.

Abschnitt 1: Krabben aus der Nordsee

Krabbenfang

Zuerst: Wie ist der Transportweg von den in der Nordsee gefangenen Krabben?


  1. Die in der Nordsee gefangenen Krabben werden zum größtem Teil von Deutschland aus per Lastwagen nach Spanien gebracht.
  2. Von da aus werden die Krabben per Schiff nach Marokko geschifft, wo sie, mithilfe von gering bezahlten Arbeitern, gepuhlt und bearbeitet werden.
  3. Den gleichen Weg geht es auch wieder zurück nach Deutschland, wo sie verpackt und verkauft werden.


Somit liegen bei uns in den Supermärkten die zwar in Deutschland gefangenen Krabben,

die jedoch in Marokko gepuhlt wurden und mittlerweile einen Weg von circa 6.100km hinter sich gelassen haben.



Hier noch ein Video zur weiteren verdeutlichung:

Abschnitt 2: Erdbeeren

Erdbeeren


'Die meisten Erdbeeren kommen tiefgekühlt aus China'

Erdbeertransport

Deutsche Produzenten können den Bedarf an Erdbeeren ganzjährig nicht decken. Deshalb kamen im vergangenen Jahr 31.167 Tonnen aus China. Doch auch bei minus 18 Grad Celsius überlebt der Norovirus die lange Reise.


Die sogennanten Noroviren sind kleine, 35 bis 39 nm große Viren, die Erbrechen und Durchfall hervorrufen.Sie befallen auch Lebensmittel und Gegenstände, deswegen muss alles gründlich desinfiziert und gereinigt werden.Geschiet das nicht, befällt der Virus den Körper und man wird krank.


Doch jetz wieder zum Hauptthema, den Erdbeeren:

Nach Angaben der Rheinischen Landwirtschaftskammer können deutsche Erzeuger den heimischen Erdbeer-Bedarf nur während der Saison von Mai bis September decken. Während des übrigen Jahres sind Importe nötig. Wegen hoher Lohnkosten, die bei der Ernte per Hand anfallen, landet keine deutsche Erdbeere im Froster.


Doch der Weg, den die Lieferanten wählen ist seltsam, da er über Afrika, Srilanka und Indien nach Deutschland verläuft, anstatt direkt durch Asien und Osteuropa zu liefern:


Bild: http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/chinakarte2_28932800_mbqf-26610650/1,w=583,c=0.bild.jpg


Die Gründe dafür sind einfach:

- Der Transport per Schiff ist billiger, als der teure Weg per FLugzeug

- In Sri Lanka bekommt das Schiff billigen Treibstoff

Doch eine Frage bleibt noch offen: Wie kommen die Tiefkühl-Erdbeeren aus China zu uns?


Die Erdbeere wird auf dem Feld geerntet, zur Fabrik gefahren und dort gewaschen, schockgefrostet und verpackt. In der Fabrik startet die Kühlkette: Egal wo der 10-Kilo-Karton mit tiefgekühlten Erdbeeren nun zum Stehen kommt, um ihn herum müssen es stets minus 18 Grad Celsius sein.


Auf Paletten gestapelt gelangen die Kartons per Lkw-Fahrt im Kühl-Container vom Lager zum Container-Schiff. Gute drei bis vier Tage später geht es dann nicht aufs Deck, sondern in besondere Bereiche, in denen die Versorgung mit elektrischer Energie gesichert ist. Von China in den Hamburger Hafen dauert die Überfahrt etwa 25 bis 30 Tage.


Im Hafen ausgeladen, wird der Erdbeer-Container direkt wieder ans Stromnetz angeschlossen, damit die Kühlung weiterläuft. Nach etwa drei Tagen ist die Ware durch den Zoll und kann per Lkw zum (Zwischen-)Lager gebracht werden.



Abschnitt 3: Gründe für die Regionalität

Bei Regionalität wird für den Konsument der Produzent sichtbar. Besonders in Zeiten von „häufiger auftretenden Lebensmittelskandalen“ schätzen die Verbraucher diese Transparenz. Sie können sich vor Ort über die Haltung der Tiere informieren und schauen, wie ihre Nahrung produziert wird.


Eine Regionalvermarktung leistet einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Transportwege der Lebensmittel sind deutlich kürzer als die der außerhalb der Region, des eigenen Landes oder gar des eigenen Kontinentes produzierten Nahrungsmittel. Auf diese Weise verringert sich der CO2-Ausstoß. Ein gutes Beispiel sind Erdbeeren (wie oben gezeigt): für den Transport von einem Kilo Erdbeeren aus Südafrika mit dem Flugzeug werden 4,8 Liter Erdöl benötigt, mit dem LKW aus Italien 100 Milliliter und beim Einkauf regionaler Erdbeeren 28 Milliliter. Häufig werden Lebensmittel für Westeuropa in Ländern mit Wasserknappheit produziert. In Deutschland herrscht keine Wasserknappheit. Hier können die Nahrungsmittel produziert werden, ohne anderen Menschen das Trinkwasser wegzunehmen.


Die Verantwortung künftigen Generationen gleiche Lebensbedingungen zu ermöglichen, wird durch eine nachhaltige Regionalwirtschaft gefördert. Durch die Wertschätzung der Regionalprodukte können sich weitere kleine Zuliefer-, Veredelungsbetriebe und Dienstleister in der Region etablieren.



Abschnitt 4: Fazit

Die Gründe für diese weiten Transportwege sind quasi offensichtlich. Zu einem ist das Geld ein ausschlaggebender Punkt.

In anderen Ländern (besonders in Entwicklungsländern) sind Arbeitskräfte viel billiger als hier in Deutschland. Somit werden die Kosten und der Aufwand gedeckt.

Zum anderen ist es die permanente Verfügbarkeit, die von vielen Menschen genutzt und verlangt wird. Zu jeder Jahreszeit werden Saisonfrüchte angeboten und gekauft.


Die Transporte haben aber auch einen weiteren faden Beigeschmack. Die Umwelt leidet unter diesen weiten Umwegen der Industrie.

Ein regionales Produkt verursacht deutlich weniger Emissionen als ein Produkt, welches schon den halben Erdball bereist hat, bis es dann endlich in den deutschen Läden landet.



Abschnitt 5: Quellen