Die Vorstadtkrokodile

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Kurzinfo
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Diese Seite befasst sich mit
Kinder- und Jugendliteratur (KJL).

Inhaltsverzeichnis

Max von der Grün

Lese-Empfehlung

"„Nichts als gegeben hinnehmen!", war die Antwort von Max von der Grün auf eine „FAZ"-Frage nach seinem Motto. Zu seinen Lieblingslyrikern erkor er Heinrich Heine und Bert Brecht; Gorki und Balzac waren seine bevorzugten Schriftsteller, Ungeduld eine seiner „schlimmsten Eigenschaften"." (www.literatur-archiv-nrw.de)

Vorstadtkrokodile

Eine Geschichte zum Aufpassen (1976) - ab 10 Jahre

"Weil ich selbst einen Sohn habe, der im Rollstuhl gefahren werden muss, habe ich diese Geschichte von den Krokodilern geschrieben." (M.v.d.Grün, Rowohlt Rotfuchs 2000, S. 5)

Worum geht's

Die Krokodilbande, auch Krokodiler genannt, besteht aus Jungs zwischen 11 und 14 und dem Mädchen Maria, der Schwester des Anführers Olaf. Alle wohnen in der Papageiensiedlung im Ruhrgbiet. Zur Aufnahme in die Bande muss eine Mutprobe abgelegt werden. Mit dieser fängt die Geschichte an:

Auf dem Gelände einer verlassenen Ziegelei klettert der zehnjährige Hannes über eine rostige und wacklige Feuerleiter auf das Dach eines alten Hauses und erklimmt den Dachfirst. Auf dem Rückweg rutscht er ab und hängt an der wackligen Dachrinne, zehn Meter hoch, und schreit um Hilfe. Die Bande rennt davon, einzig Maria ruft die Feuerwehr, die Hannes schließlich rettet und nach Hause bringt. Vater und Mutter sind entsetzt, es gibt Fernsehverbot, aber Hannes steht zu seiner Tat und fühlt sich jetzt als Mitglied der Bande. Die Lebensverhältnisse von Hannes Familie sind schwierig, Vater ist Schleifer in einem Betrieb, die Arbeitslosigkeit bedroht ihn und seine Kollegen, der Verdienst ist knapp, die Mutter war krank und konnte wenig durch Nähen hinzuverdienen. Hannes hat ein Kaninchen, das er liebevoll versorgt.

Hannes bemerkt drei Tage später in der Nachbarschaft einen Jungen, der im Rollstuhl sitzt und von einem Bus zur Schule abgeholt wird. Er ist seit dem 3. Lebensjahr querschnittsgelähmt aufgrund eines Unfalles. Das gibt Hannes zu denken. Sie lernen sich kennen. Hannes lernt sogar Kurts Rollstuhl zu bedienen. Sein Vorschlag, Kurt in die Bande aufzunehmen - ohne Mutprobe - wird aber abgelehnt.

Es gibt immer wieder Einbrüche in der Gegend. Insbesondere elektrisches Gerät wird gestohlen. Die Ausländer (Italiener und Türken) sollen es gewesen, sagen manche Väter.

Kurt hat die Einbrecher in einer seiner schlaflosen Nächte mit dem Fernglas beobachtet und teilt seine Beobachtungen Hannes mit. Er hofft so in die Bande aufgenommen zu werden.

Am Montagnachmittag drauf entdeckt die Bande, dass ihre Hütte im Wald völlig zerstört ist. Sie sind empört und wollen sofort eine neue Hütte bauen und zwar auf dem verbotenen und eingezäunten Gelände der Ziegelei.

Sie nehmen am Tag drauf Kurt mit zur Ziegelei. Während sie an der Hütte bauen, verfährt sich Kurt im Hauptgebäude und bleibt stecken. Die Krokodiler finden ihn schließlich, sie finden dabei aber auch das Warenlager der Einbrecher. Kurt hatte das bereits vermutet. Er schlägt vor, die Ziegelei ständig zu beobachten. Bis zu den Sommerferien passiert nichts Aufregendes. Die Jungs werden ungeduldig, Kurt mahnt zur Geduld, er muss das zwangsläufig können: Geduldigsein. Er beobachtet die Ziegelei weiter mit dem Fernglas und macht sich so seine Gedanken. Schließlich sieht er drei Mopedfahrer auf dem Gelände, zwei davon kennt er ...

Die Ferien haben begonnen und die Krokodiler suchen jetzt die Gegend nach Mopeds ab, das bringt sie aber nicht weiter.

Die Zeitung berichtet, dass in den nächsten Tagen der Schornstein auf dem Ziegelei-Gelände gesprengt werden soll. Die Bande ist deprimiert und fürchtet um ihre Hütte, aber auch um den Erfolg bei der Fahndung nach den Einbrechern, schließlich sind 1500 Mark Belohnung ausgesetzt.

Der weitere Handlungsverlauf wird nicht verraten!

Sekundärliteratur: Besprechungen, Unterrichtsvorschläge, Links

  • Wolfgang Gast: Ein spannender Jugendfilm: Die Vorstadtkrokodile. in "Praxis Deutsch" 57/1983: Verfilmte Literatur - Literarischer Film.
Buch-Projekt der Klasse 5A des Gymnasiums Borghorst in Steinfurt rund um Max von der Grüns Roman: Steckbriefe, Lageplan, EXPERTEN-Quiz, Bildergalerie, Bandenordnung, Videofilm, Kapitelübersicht, Endkapitel und methodisch-didaktische Anregungen für Lehrerinnen und Lehrer, wie sie ihr Buchprojekt unter Einbeziehung neuer Medien gestalten können.

Siehe auch