Digitale Medien im Geographieunterricht

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Diese Seite Digitale Medien im Geographieunterricht listet Digitale Medien für den Geographie-Unterricht auf. - Sie bietet auch Raum für die Rezension solcher Medien, für Erfahrungsberichte und Hinweise auf unterrichtliche Einsatzmöglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Digitale Medien im Geographieunterricht: Konzepte und Ideen

Zur Arbeit mit digitalen Medien bzw. deren Einsatz im Erdkundeunterricht gibt es mittlerweile einige verschiedene Konzepte und verschiedene Publikationen, auf die hier hingewiesen werden soll.

Grundsätzliche Überlegungen und Handreichungen

Worldmapper stellt eine umfangreiche Sammlung von Karten zur Verfügung, die die Welt differenziert betrachten lassen. (z.B. zu Armut, Reichtum, Geburten, Umweltverschmutzung etc.). Die Karten lassen sich als pdf-Datei herunterladen und ausdrucken.

Literatur

  • Yvonne Schleicher (Hrsg.): Computer, Internet & Co. im Erdkunde-Unterricht. Berlin 2004. ISBN 3-589-21871-1 (Vor allem anhand praktischer Beispiele werden Möglichkeiten des Einsatzes neuer Medien im Erdkundeunterricht aufgezeigt.)
  • Lothar Püschel: Das Internet im Erdkundeunterricht. Geobits. Gotha und Stuttgart 2001. ISBN 3-623-20302-5 (Eine Einführung in die Nutzung des Internets im EU mit editierbaren Arbeitsblättern auf der beiliegenden CD-ROM)
  • Gebel, Norbert / Gutenberg, Ulrich: Mit Standardsoftware Erdkunde unterrichten. Gotha 2001. ISBN 3-623-20300-9 (Unterrichtsmodelle zum Einsatz von Standardsoftware -insbesondere von Powerpoint- im Erdkundeunterricht, editierbaren Arbeitsblättern auf der beiliegenden CD-ROM)

Konzepte zum Einsatz digitaler Medien im Erdkundeunterricht

Digitale Schulbank

Digitale Schulbank (Abk. Dischba)

(mit Unterrichtsbeispielen auf dem SMART Board und der Software SMART Notebook) von Ulrich Gutenberg zum Herunterladen [2]

Allgemeine mediendidaktische Konzeption, die aber aus dem Erdkundeunterricht hervorgegangen ist. Es gibt Unterrichtsmaterialien für die Software SMART Notebook des interaktiven Whiteboards SMART Board.

Siehe: Digitale Schulbank

Software für den Erdkundeunterricht

Unter Software für den Erkundeunterricht soll hier Software verstanden werden, die speziell für den Erdkundeunterricht konzipiert wurde bzw. sich speziell hierfür eignet.

Siehe: Software für den Erkundeunterricht

Anwendungssysteme in Erdkunde / Integration von ITG in Erdkunde

Hier wird vorgestellt, wie man ITG in Erdkunde einbinden kann.

Tabellenkalkulation

  • Man kann die Schüler selber Klimadiagramme erstellen lassen und ihnen so die Erstellung von Diagrammen näher bringen. Zudem erhalten die Schüler einen besseren Einblick, wie so ein Klimadiagramm aufgebaut ist und wie man es liest.
  • Im Zusammenhang mit einem Projekt können die Schüler auch durchgeführte Umfragen auswerten, Statistiken erstellen und die Daten auch in geeigneten Diagrammen veranschaulichen.

Präsentationssoftware

Es können Präsentationen zu den verschiedensten Themen gehalten werden. Speziell Fächer wie Erdkunde bieten sich hierfür an, da es viele Inhalte gibt, die man gut mit Bildern veranschaulichen kann.

Bildbearbeitungssysteme

Die Schüler können Screenshots, z.B. aus Google Earth (GE), bearbeiten und die Umrisse von Ländern, Verläufe von Flüssen, Lagen von Seen und Gebirgen etc. mit einer Bildbearbeitungssoftware nachzeichnen bzw. auf andere Art herausheben. Diese Aufgabe kann auch auf Karten anderer Art angewendet werden, die entweder eingescannt wurden oder schon in digitaler Form vorlagen. GE bietet sich an, da man hier ohne großen Aufwand Vorlagen bekommt, in denen man sehr frei die angezeigten Karteninhalte anpassen kann. Der Atlas der Microsoft Encarta bietet die Möglichkeit der Kartenanpassung auch.

Grundlegende didaktische Aussagen zu Bürosoftware im alltäglichen Unterricht

Die Konzeption Digitale Schulbank (Dischba) gibt andere Kriterien des Einsatzes von Anwendersoftware im Erdkundeunterricht zu bedenken. Es wird davon ausgegangen, dass Bürosoftware nur bedingt tauglich für den Einsatz im alltäglichen Unterricht und den dazugehörigen Hausaufgaben ist. Die sogenannten Office-Pakete haben ihren Schwerpunkt bei der Formatierung von Inhalten. "Schul-Software" sollte jedoch fördern, die eigentlichen Inhalte wahrzunehmen. Texte, Bilder, Tonsequenzen und Filmsequenzen zu erschließen, sind die wichtigsten Schritte zum Verständnis der transportierten Informationen. Die Dominanz perfekter und vielfältiger Formatierungswerkzeuge führt eher zum Copy&Paste-Verhalten, was häufig gut gestaltete Plagiate hervor bringt. Erschließungs-Werkzeuge dagegen fordern und fördern die strukturierte Wahrnehmung und kritische Reflexion der Inhalten in einer informationsüberfluteten Welt.

Multimediabearbeitungssysteme

Die Schüler führen eine Umfrage durch und filmen während der Befragung die Befragten. Anschließend wird ein Beitrag zusammengestellt, in dem mit den Clips bestimmte "Highlights" gezeigt werden - ähnlich den Umfragen in Magazinen oder Nachrichtensendungen.

Digitale Karten selbst erstellen

Digitale Karten eignen sich sowohl für die Vermittlung von ortsbezogenen Informationen als auch für Analysen und für eigene Projekte mit digitalen Medien. Sie bieten sich insbesondere an, um außerschulische Lernorte einzubinden.

Das entscheidende Merkmal digitaler Karten ist, dass die zweidimensionale Kartendarstellung um Informationen ergänzt werden kann, die als zusätzliche Ebenen („Layer“) über die Karte gelegt werden können. Sie können zum Beispiel Texte und Fotos enthalten oder auch mit Links ins Internet oder YouTube-Videos verknüpft werden. Bekannte Beispiele für zusätzliche Informationsebenen sind das Einblenden von Tankstellen in Navis sowie das von Geschäften in Google Maps.

Unter anderem gibt es folgende Anwendungsbereiche:

  • Themenbezogene Kartenebenen anlegen oder untersuchen. Beispiel: Bei Google Maps oder OpenStreetMap Stadtpläne um historische Informationen und Fotos ergänzen.
  • Mobiler Einsatz. Beispiel: Bei Exkursionen „live“ ortsbezogene Informationen, Medien oder Arbeitsaufträge abrufen.
  • Geodaten/ortsbezogene Zahlenwerte auswerten. Beispiel: Räumliche Verteilung von Arbeitsmarktdaten oder Wahlergebnissen mit Geoinformationssystemen (GIS) veranschaulichen.
  • Virtuelle Erkundungen. Beispiel: Mittels Kartenmaterial, Satellitenbildern oder Ansichten des Straßenbildes Informationen zum Ort sammeln.

Ebenen mit Zusatzinformationen zu Karten lassen sich unter anderem bei Google Maps oder OpenStreetMap anlegen.

Beispiele und Praxistipps

Beispiele für den Unterrichtseinsatz digitaler Karten, Tipps für das Vorgehen und Beschreibungen geeigneter Software-Werkzeuge enthält die Handreichung Praxistipps und Werkzeuge zum OER-Paket der Landeszentrale für politische Bildung NRW.

Sonstiges

Auch Textverarbeitung, Webbrowser, Datenbank, Email-Client, Autorensysteme und Vektorgrafikprogramme lassen sich im Erdkundeunterricht einsetzen.

Erfahrungsberichte

iPad im Erdkundeunterricht

Siehe auch