Drudenfuß

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Pentagramm

Inhaltsverzeichnis

Drudenfuß - Pentagramm

"Fünfzackiger Stern, der seit altersher sowohl als magisches wie auch religiöses Symbol mit Schutzcharakter gilt. Das Pentagramm muss aus einer ununterbrochenen Linie bestehen und einer der Zacken muss gerade nach oben zeigen. Zeigt er hingegen genau nach unten, gilt es als ein teuflisches Zeichen." (Quelle: Esoterik-Lexikon Webizin.de)

Pentagramm - Drudenfuß

"Pentagramm , Alpenkreuz, Drudenfuß, Elfenkreuz, Fünfwinkelzeichen, von griechisch penta, "fünf", und gramma, "Schriftzeichen",
Bezeichnung für den magischen Fünfstern, wie er schon in der Antike z. B. den Pythagoräern bekannt war und wegen seiner fünf erkennbaren "A" auch Pentalpha genannt wurde. Das Pentagramm war das beliebteste Bannzeichen des Mittelalters, durch dessen Zauber man Hexen und böse Geister abwehren zu können glaubte. Damit der Zauber wirksam werde, musste das aus fünf einander fünfmal kreuzenden Linien bestehende Pentagramm ohne Absetzen in einem Strichzug gezeichnet werden. Zur vollen Entwicklung der positiven Kräfte sollte eine Spitze des Fünfsterns nach oben zeigen. Mit nach unten weisender Spitze wurde es der bösen Magie zugeordnet. Eingeritzte Pentagramme sind u. a. auf Holzdecken (Tramdecken) alter Häuser und an alten Truhen zu finden." (Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann)

Das Pentagramm und der Goldene Schnitt

"Die spitzen Winkel eines Pentagramms betragen 36° und dritteln die stumpfen Winkel des Fünfecks von 108°. [...] In einem Pentagramm lässt sich zu jeder Strecke und Teilstrecke ein Partner finden, der mit ihr im Verhältnis des Goldenen Schnitts steht." (Quelle: Wikipedia-Artikel)

Wozu Pentagramme noch gut sind

J.W.Goethe: Faust, I. Theil, Szene: Studierzimmer (1)

Faust glaubt, den Teufel, der ihm in Gestalt des Pudels zugelaufen ist, bannen zu können, als dieser sich entfernen will:

MEPHISTOPHELES:

[...] Dürft ich wohl diesmal mich entfernen?

FAUST:

Ich sehe nicht, warum du fragst.
Ich habe jetzt dich kennen lernen
Besuche nun mich, wie du magst.
Hier ist das Fenster, hier die Türe,
Ein Rauchfang ist dir auch gewiß.

MEPHISTOPHELES:

Gesteh ich's nur! daß ich hinausspaziere,
Verbietet mir ein kleines Hindernis,
Der Drudenfuß auf Eurer Schwelle-

FAUST:

Das Pentagramma macht dir Pein?
Ei sage mir, du Sohn der Hölle,
Wenn das dich bannt, wie kamst du denn herein?
Wie ward ein solcher Geist betrogen?

MEPHISTOPHELES:

Beschaut es recht! es ist nicht gut gezogen:
Der eine Winkel, der nach außen zu,
Ist, wie du siehst, ein wenig offen.

FAUST:

Das hat der Zufall gut getroffen!
Und mein Gefangner wärst denn du?
Das ist von ungefähr gelungen!

MEPHISTOPHELES:

Der Pudel merkte nichts, als er hereingesprungen,
Die Sache sieht jetzt anders aus:
Der Teufel kann nicht aus dem Haus.

FAUST:

Doch warum gehst du nicht durchs Fenster?

MEPHISTOPHELES:

's ist ein Gesetz der Teufel und Gespenster:
Wo sie hereingeschlüpft, da müssen sie hinaus.
Das erste steht uns frei, beim zweiten sind wir Knechte.

FAUST:

Die Hölle selbst hat ihre Rechte?
Das find ich gut, da ließe sich ein Pakt,
Und sicher wohl, mit euch, ihr Herren, schließen?

Aber Faust täuscht sich. Er ist nicht Herr der Lage, wie auch später nie mehr. Mephisto ruft seine hilfreichen Geister herbei, die zuerst den Faust einschläfern und dann, auf Befehl ihres Herrn, das Pentagramma zernagen:

MEPHISTOPHELES:

Der Herr der Ratten und der Mäuse,
Der Fliegen, Frösche, Wanzen, Läuse
Befiehlt dir, dich hervor zu wagen
Und diese Schwelle zu benagen, [...]
Nur frisch ans Werk! Die Spitze, die mich bannte,
Sie sitzt ganz vornen an der Kante.
Noch einen Biß, so ist's geschehn.-
Nun, Fauste, träume fort, bis wir uns wiedersehn.

Quelle: Projekt Gutenberg

Siehe auch