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Ethikrat

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Inhaltsverzeichnis

Der Nationale Ethikrat

Auf Beschluss der Bundesregierung vom 2. Mai 2001 hatte sich der Nationale Ethikrat am 8. Juni 2001 als nationales Forum des Dialogs über ethische Fragen in den Lebenswissenschaften konstituiert. Er sollte

"den interdisziplinären Diskurs von Naturwissenschaften, Medizin, Theologie und Philosophie, Sozial- und Rechtswissenschaften bündeln und Stellung nehmen zu ethischen Fragen neuer Entwicklungen auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften sowie zu deren Folgen für Individuum und Gesellschaft."

Dem Nationalen Ethikrat gehörten bis zu 25 Mitglieder an, die naturwissenschaftliche, medizinische, theologische, philosophische, soziale, rechtliche, ökologische und ökonomische Belange repräsentieren und vom Bundeskanzler auf vier Jahre berufen werden.

Der Deutsche Ethikrat

Der Deutsche Ethikrat kam am Freitag, dem 11. April 2008, zu seiner konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen. Der Deutsche Ethikrat führt die Arbeit des Nationalen Ethikrates fort, der am 11. September 2007 letztmalig getagt hat.

Der Deutsche Ethikrat besteht aus 26 Mitgliedern, die naturwissenschaftliche, medizinische, theologische, philosophische, ethische, soziale, ökonomische und rechtliche Belange in besonderer Weise repräsentieren. Zu seinen Mitgliedern gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den genannten Wissenschaftsgebieten; darüber hinaus gehören ihm anerkannte Personen an, die in besonderer Weise mit ethischen Fragen der Lebenswissenschaften vertraut sind.

"Im Deutschen Ethikrat sollen unterschiedliche ethische Ansätze und ein plurales Meinungsspektrum vertreten sein.[...] Der Deutsche Ethikrat verfolgt die ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:
  1. Information der Öffentlichkeit und Förderung der Diskussion in der Gesellschaft unter Einbeziehung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen;
  2. Erarbeitung von Stellungnahmen sowie von Empfehlungen für politisches und gesetzgeberisches Handeln;
  3. Zusammenarbeit mit nationalen Ethikräten und vergleichbaren Einrichtungen anderer Staaten und internationaler Organisationen.
Der Deutsche Ethikrat erarbeitet seine Stellungnahmen auf Grund eigenen Entschlusses, im Auftrag des Deutschen Bundestags oder im Auftrag der Bundesregierung. Er leitet seine Stellungnahmen dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung vor der Veröffentlichung zur Kenntnis zu." (www.ethikrat.org)

Publikationen

Der Deutsche Ethikrat führt auch die Publikationstätigkeit des Nationalen Ethikrates fort. Es werden alle zwischen 2001 und 2007 herausgegebenen Publikationen als PDF-Dateien zugänglich gemacht.

Sie enthalten ausführliche Stellungnahmen des Gremiums zum Stammzellengesetz, zur Patientenverfügung, zu Fragen der Organspende, Pränatalen Diagnostik (PND), Sterbehilfe usw.: Eine ergiebige und hoch offizielle Informationsquelle für alle, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen, sei es als Privatmenschen, als Ethik-LehrerIn oder als SchülerIn.

Siehe auch