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Geschichte der Welt 1945 bis heute - Die globalisierte Welt

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Geschichte der Welt 1945 bis heute - Die globalisierte Welt ist 2013 erschienen und von Akira Iriye herausgegeben. Die deutsche Ausgabe erscheint in der Reihe Geschichte der Welt, die von Akira Iriye und Jürgen Osterhammel herausgegeben worden ist.

Inhaltsverzeichnis

INHALT

Einleitung von Akira Iriye (S.9 ff)

"[...] Unterdessen nutzte - und verschmutzte - die Industrialisierung Luft und Wasser in einem Maße, dass die Menschen krank wurden und mitunter sogar starben. Auch die Energieressourcen reichten nicht mehr für alle mensch­lichen Aktivitäten aus, und mit der ersten ÖlkriseWikipedia-logo.png in den 1970er Jahren brach erstmals in der Geschichte diese Balance zusammen. Die Suche nach alternativen Energiequellen führte zum Bau von Atomkraftwerken in Nordamerika, Europa, Asien und schließlich in allen Teilen der Welt. In diesen Anlagen kam es seit den 1970er Jahren unweigerlich zu Störfällen und Katastrophen, wobei es dabei am schlimmsten die USA, die Sowjetunion und zuletzt 2011 Japan traf.

Diese Geschichte gehört genauso zur Zeitgeschichte wie der Kalte Krieg und die wirtschaftliche Globalisierung. Und doch wurde die Geschichte der Umwelt und der Umweltbewegung zumeist isoliert betrachtet. Dieser Band unternimmt als eine der ersten Darstellungen den Versuch, dies zu korrigieren und zu zeigen, dass die natürliche Umwelt ebenso sehr "Heimat" der Menschheit ist, wie es Nationen, Familien und andere menschliche Schöpfungen sind. [...]

Wie Petra Gödde in Kapitel 4 detailliert zeigt, lässt sich die Globalgeschichte nach 1945 nicht wirklich verstehen, wenn wir nicht erkennen, inwieweit die Menschen und ihre Gemeinschaften von der kulturellen Globalisierung betroffen waren und ihrerseits zu dieser Globalisie­rung beitrugen. Gleichzeitig aber verschwanden ihre kulturellen Traditionen und gesellschaftlichen Gewohnheiten keineswegs. [...] Innerhalb dieses allgemeinen Rahmens beschreibt Gödde ausführlich Phänomene wie Migration, Tourismus und Konsumismus. Sie alle brachten Menschen aus entfernten Ländern einander näher und bereicherten dabei die globalen Kulturen, ohne jedoch eine einzige Globalkultur zu schaffen.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Lebenswelt der Frauen [...] in allen Teilen der Welt, die [...] Vorstellungen und Interessen gemeinsam haben, auch wenn sie sich, nicht anders als Männer, in anderen Aspekten des Lebens deutlich unterschei­den. [...] Wie bei anderen Rechten war auch die Durchsetzung von Frauenrechten ein global gemeinsames Ziel, wenn­gleich die Umsetzung je nach Region unterschiedlich ausfiel. (S.13)

"[...] Die Zunahme dieses Interdependenzempfindens, des Gefühls einer menschlichen Schicksals­gemeinschaft, ist einer der bemerkenswertesten Aspekte der Zeitgeschichte. Die­ses Thema wird denn auch in Kapitel 5 aufgegriffen. [Es] fragt [...] danach, wie sich inmitten der tiefgreifenden weltweiten Veränderungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Umwelt und Kultur das Bewusstsein für transnationale Ver­bindungen entwickelte. Es handelt sich dabei um die Geschichte einer Idee, einer Haltung, einer Gesinnung, die dem, was um die Menschen herum vorgeht, einen Sinn zuzuschreiben versucht und im Zuge dessen ein immer stärkeres Gefühl der Vernetztheit entstehen lässt. [...]

Ohne Zweifel zielen nicht alle transnationalen Verbindungen und Vorstellungen auf Frieden und Gerechtigkeit, und in der Geschichte nach 1945 finden sich zahl­lose Beispiele für das Unverständnis gegenüber fremden Menschen und Dingen, ja für Feindseligkeit gegenüber denen, die die eigenen Überzeugungen nicht teilen. Gleichwohl ist der vorliegende Band - nicht anders als die anderen Bände dieser neuartigen Geschichte der Welt - geprägt von der zunehmenden Erkenntnis, dass Männer, Frauen und Kinder, die Räume, die sie bewohnen, sowie Tiere und Pflanzen allesamt interdependente, auf vielfache Weise miteinander verbundene Lebewesen sind." (S.14)

Staaten und Machtbeziehungen im Wandel

15 Staaten und Machtbeziehungen im Wandel von Wilfried Loth

  • 16 Einleitung

Eine Leseprobe dieser Einleitung findet sich auf der Seite des C.H.Beck Verlags

  • 29 1. Umwälzungen der Nachkriegszeit
  • 70 2. Ein globaler Kalter Krieg
  • 118 3. Neue Akteure in der Weltpolitik
  • 158 4. Eine neue Weltordnung

Offene Türen in der Weltwirtschaft

183 Offene Türen in der Weltwirtschaft von Thomas W. Zeiler

  • 184 Einleitung
  • 188 1. Geschlossene Türen
  • 229 2. Geschlossene und unverschlossene Türen
  • 272 3. Die Türen öffnen sich
  • 318 4. Offene Türen

Mensch und Umwelt im Zeitalter des Anthropozän

357 Mensch und Umwelt im Zeitalter des Anthropozän von John R. McNeill und Peter Engelke

Einleitung

  • 358 Einleitung

"[...] dass für die Erdgeschichte ein neues Zeitalter begonnen hat [...]: das AnthropozänWikipedia-logo.png. (S.358)

"Allmählich führte die Verbreitung von Krankheiten allerdings dazu, dass Infektionen vorwiegend endemisch auftraten - oder zu so genannten Kinderkrankheiten wurden - und Epidemien insgesamt seltener ausbrachen. Die 'mikrobielle Vereinheitlichung der Welt' führte zunächst zu einer hohen Säuglings- und Kindersterblichkeit, doch [...] ging die Krankheitsmortalität im Laufe der Zeit zurück." (S.362) Es stellte sich heraus, "dass die 'mikrobielle Vereinheitlichung' zu einer Wegbereiterin des Anthropozän werden sollte." (S.362)

Energieverbrauch und Bevölkerungsentwicklung (S.365 ff)

"Bis 1950 verdoppelte sich der Weltenergieverbrauch gegenüber dem Stand zu Beginn des 20. Jahrhunderts; in der darauffolgenden fünf Jahrzehnten verfünffachter er sich." (S.367)

Klima und biologische Vielfalt (S.414ff)

Klima und industrielle Revolution

"Was bedeutet es etwa den meisten Amerikanern, dass die Gletscher im Glacier National Park in Montana beinahe verschwunden sind und das Gebiet seinen Namen schon bald zu Un­recht tragen wird? Wohl nicht allzu viel, abgesehen vielleicht von ein paar ästhetischen Einwänden. Doch in vielen Teilen der Welt ist die Schmelze in den Gletschergebieten im Frühjahr und Sommer eine Sache auf Leben und Tod. Ein­drucksvoll belegen das der Himalaya und die benachbarten Gebirgszüge in Zentralasien, in denen sich weltweit die größten Eismassen außerhalb der Polar­regionen finden. Diese Berge sind der Ursprung der gewaltigen Ströme Asiens, von hier kommen die Wasser des Indus, Yangzi, Mekong, Ganges, des Gelben Flusses, Brahmaputra und Irrawaddy, die zusammen mehr als zwei Milliarden Menschen versorgen." (S.420) "Während das Schmelzen der Gletscher einige Beobachter mit düsteren Vorah­nungen erfüllt, haben Millionen von Menschen, die sich nicht bewusst mit dem Klimawandel befassen, dessen Auswirkungen schon mittelbar zu spüren bekom­men. Eine indirekte Folge einer erwärmten Atmosphäre ist die gestiegene Fähig/keit der Luft, Wassertröpfchen aufnehmen zu können. Paradoxerweise hat dies sowohl die Aussichten auf Dürreperioden als auch auf Regengüsse erhöht. In trockeneren Gegenden der Welt kann die wärmere Luft mehr Feuchtigkeit halten, sodass weniger davon als Regen herabfällt. In Gebieten, wo es ohnehin schon viel regnet, verstärkt die wärmere Luft diese Tendenz noch, weil mehr Feuchtigkeit aus den Wolken abregnen kann. So sind Regionen wie der amerikanische Südwesten zunehmender Trockenheit ausgesetzt, während heftige Monsunregen den Himalaya-Ausläufern noch drastischere Fluten bescheren. [...] Leo Trotzki soll - so wird zumindest kolpor­tiert - einmal gesagt haben: "Ihr interessiert euch vielleicht nicht für den Krieg, aber der Krieg interessiert sich für euch." So steht es auch mit dem Klimawandel und den Menschen in manchen gefährdeten Regionen, sei es in den tiefer gelege­nen Bezirken von New Orleans oder am Ufer des Indus: Sie mögen sich vielleicht nicht für den Klimawandel interessieren, aber umgekehrt werden sie seine Folgen zu spüren bekommen." (S.420/21)

Klimawandel und Wissenschaftsgeschichte

"Angesichts der Komplexität des Erdkli­mas dürfte es nicht überraschen, dass sich ein wissenschaftliches Verständnis der Klima Vorgänge erst in jüngerer Zeit entwickelte. [...] Wenngleich viele Fragen des Klimawandels noch unerforscht sind, sah das vergangene halbe Jahr­hundert doch bereits enorme wissenschaftliche Fortschritte. Nicht zuletzt aus Sorge über die steigende CO^-Konzentration wurde dem Problem vermehrt wis­senschaftliche Aufmerksamkeit zuteil. Voraussetzung dafür war allerdings in erheblichem Maß auch die Entwicklung bestimmter Technologien und Instru­mente - Satelliten beispielsweise standen erst seit Beginn des Kalten Kriegs zur Verfügung -, mit deren Hilfe sich die notwendigen Daten sammeln und auswer­ten ließen, um die Geschichte des Erdklimas nachzuzeichnen und seine Zukunft zu prognostizieren.

Erste Erklärungsansätze, warum die Atmosphäre die Erde erst bewohnbar macht, gehen auf das 19. Jahrhundert zurück. Der französische Philosoph und Naturwissenschaftler Jean-Baptiste Joseph Fourier beschrieb in den 1820er Jah­ren, dass die Atmosphäre einen Teil der ankommenden Sonnenwärme abfing und dadurch die Temperatur weit höher stieg, als es sonst der Fall wäre." (S.422) "[...] Bedeutender noch waren die Forschungen des schwedischen Chemikers Svante Arrhenius, der 1896 in einer bahnbrechenden Arbeit den Zusammenhang zwischen Kohlendioxid und Klima in wesentlichen Zügen darstellte. Unter anderem berechnete Arrhenius die glo­bale Temperaturveränderimg, die sich aus einem steigenden oder abnehmenden / CO2-Gehalt der Atmosphäre ergebe. Bei einer Verdopplung der Konzentration erwartete er einen Temperaturanstieg um 5,7 Grad Celsius - verwarf allerdings die Möglichkeit, die Menschheit könnte so viel Kohlendioxid freisetzen." (S.422/423)

"Im Europa der Zwischenkriegszeit trat der serbische Mathematiker Milutin MilankovicWikipedia-logo.png mit der These hervor, Abweichun­gen in der Erdrotation und in der Umlaufbahn um die Sonne seien verantwort­lich für die Eiszeitalter der Erde. Seine peniblen Berechnungen führten zu einem Verständnis der nach ihm benannten Milankovic-ZyklenWikipedia-logo.png. [...] Ein grundlegendes Verständnis des Systems Erde entwickelte sich somit bereits im 19. und frühen 20. Jahrhundert, doch die großen Durchbrüche in der wissen­schaftlichen Erforschung des Klimas fielen in die Zeit nach 1945." (S.423)

Wissenschaft trifft Politik

"Als 1986 das so genannte OzonlochWikipedia-logo.png über der Antarktis entdeckt wurde, wuchs das öffentliche Interesse an der Bedeutung des stratosphärischen Ozons, ein Impuls, der im Jahr darauf schließlich zur Verabschiedung des Montreal-ProtokollsWikipedia-logo.png zum Schutz der Ozonschicht führte." (S.426) "In erstaunlich kurzer Zeit arbeiteten Diplomaten eine UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel aus, die auf dem Weltumweltgip­felWikipedia-logo.png in Rio de Janeiro 1992. unterzeichnet wurde. Obgleich die Bestimmungen nicht bindend waren, setzte das Abkommen einen Mechanismus regelmäßiger diploma­tischer Konsultationen in Gang, um zu einer substantielleren Übereinkunft zu ge­langen. Die in den darauffolgenden Jahren stattfindenden Treffen bereiteten die Vereinbarungen des Kyoto-ProtokollsWikipedia-logo.png von 1997 vor, eines völkerrechtlich verbind­lichen Abkommens, das die Industrieländer verpflichten sollte, die Emissionen von Treibhausgasen gegenüber dem Stand von 1990 (dem im Protokoll festgelegten Basisjahr) um einen bestimmten Anteil zu reduzieren. [...]

Doch sofort wurden Schwierigkeiten sichtbar: [...] Die Zwistigkeiten überschatteten in der Folge alle weiteren diplomatischen Anläufe. Ausgangspunkt war die Position zweier Länder mit extrem hohem Schadstoffausstoß, der USA und Chinas. Nach Kyoto verweigerten sich beide hartnäckig verbindlichen Emissionsabkommen." (S.428)

"Mehr als zwanzig Jahre schon blieb Klimapolitik stets an den gleichen Hürden hängen." (S.430)

Biologische Vielfalt

"Den tropischen Regenwäldern vergleichbar, sind manche ozeanische Öko­systeme unglaublich artenreich. Die Kontinentalsockel, die großen Korallenriffe / und verschiedene, durch nährstoffreiche Meeresströmungen begünstigte Ozeanregionen (wie etwa die Neufundlandbank) weisen eine ungeheure Artenvielfalt und auch hohe Bestandszahlen auf. Als man etwa versuchte, in den tropischen Gewässern Neukaledoniens alle an einem einzigen Ort anzutreffenden Molluskenarten zu erfassen, entdeckte man 2738 verschiedene Spezies. Andererseits sind große Teile der Ozeane relativ unbelebt und darin den Wüsten der Welt vergleich­bar." (S.432/33)

Veränderungen der Artenvielfalt an Land

"Eine Schätzung veranschlagt für die fünf Jahrzehnte nach 1950 insgesamt 555 Millionen Hektar zerstörter tropischer Wälder, eine Fläche größer als halb China." (S.435)

"Doch der Klimawandel überragt im 21. Jahrhundert alle anderen Probleme. Wissenschaftler befürchten, selbst ein sehr geringer Temperaturanstieg werde sich auf alle Ökosysteme äußerst negativ auswirken. Manche Prognosen sprechen davon, eine durchschnittliche Temperaturerhöhung um zwei Grad Celsius bedeute für ein Fünftel bis ein Drittel aller Arten weltweit das Aus. Dabei gehen solche Studien optimistischerweise davon aus, gefährdete Arten verfügten über uneingeschränkte "Ausbreitungsmöglichkeiten", seien also in der Lage, sich in benachbarte kühlere Lebensräume zurückzuziehen. Doch eine solche uneingeschränkte Ausbreitung ist gewöhnlich nicht (mehr) möglich. Die durch den Eingriff des Menschen geprägten Landschaften – mit ihren landwirtschaftlichen Flächen, Straßen, Städten, Dämmen, Stauseen etc. – sind heute so zahlreich und verbreitet, dass vielen Spezies, selbst wenn sie versuchen würden, der globalen Erwärmung zu entfliehen, die Möglichkeit dazu gar nicht offenstünde. Für den Schutz der Artenvielfalt gibt es im 21. Jahrhundert eine Menge zu tun." (S. 445)

Städte und die Wirtschaft (S.446 ff)

New York kippte bis in die 1930er Jahre seinen Müll ins Meer.

Kalter Krieg und Umweltkultur (S. 491 ff)

China Großer Sprung nach vornWikipedia-logo.png und die Dritte Front[1] S.502

Beispiel für die Dritte Front: Stahlwerk von PanzhihuaWikipedia-logo.png

Globale Kulturen

535 Globale Kulturen von Petra Gödde

Einleitung (S.536)

"Das Leben in den Großstädten ist zunehmend multi-ethnisch und multi-kulturell." (S.536) "Die kulturelle Globalisierung wird allgemein als Folge der wirtschaftlichen Globalisierung angesehen, [...]. Skeptiker [...] warnten vor dem Verlust der lokalen Selbsbestimmung durch die Übermacht und wirtschaftliche Ausbeutung seitens globaler Unternehmen. [...] George RitserWikipedia-logo.png hat diesen Prozess [...] als McDonaldisierungWikipedia-logo.png bezeichnet. [...] Als Gegenforum zum WeltwirtschaftsforumWikipedia-logo.png und zur Stärkung einer alternativen Globalisierung gründeten einige Globalisierungskritiker 2001 das WeltsozialforumWikipedia-logo.png (WSF) [...]." (S.537)

"Dieses Kapitel fußt auf drei Prämissen, (1) Zwar beschleunigte sich der Prozess der kulturellen Homogenisierung zweifellos nach 1945, doch zu Beginn des 21. Jahrhunderts war die Welt noch immer eher durch kulturelle Vielfalt als durch Gleichförmigkeit geprägt. (2) Eine Kulturgeschichte der Welt muss, selbst wenn sie nur einen relativ kurzen Zeitraum von sechzig Jahren umfasst, unvermeidlich verallgemeinern. Ziel dieses Kapitels ist es deshalb, die globalen Konvergenzen der Kulturen dieser Welt zu zeigen, und weniger, die fortbestehenden Eigenheiten zu erkunden (von denen es zum Glück immer noch viel zu viele gibt, um ihnen hier auch nur annähernd gerecht werden zu können). Aus diesem Grund konzen­triert sich dieses Kapitel auf kulturelle Umwandlungen, die in den letzten Jahr­zehnten weltweite Bedeutung erlangt haben. Dazu gehören die kulturellen Ur­sachen und Folgen globaler politischer Entwicklungen, insbesondere der Kalte Krieg und die Dekolonisation, der Austausch von Gütern, Menschen und Ideen sowie die kulturellen Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung, vor allem auf dem Wege zur globalen Konsumgesellschaft. (3) Integraler Bestandteil kultureller Globalisierung ist eine zunehmende lokale Vielfalt. Dieses Kapitel zeigt deshalb, wie die fortwährende Entstehung und Ausbreitung oppositioneller Gruppen und Alternativkulturen dem kulturellen Konformitätsdruck trotzte; wie Universalismus und Partikularismus konstante kulturelle Faktoren blieben, die die Menschen auf dieser Welt enger miteinander verbanden und zugleich weiter voneinander entfernten; und wie schließlich die Prozesse globaler Homogenisie­rung und lokaler Heterogenisierung sich gegenseitig verstärkten." (S.540)

Kulturen des Kalten Krieges (S.541 ff)

"Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1960er Jahre bestimmte die Politik des Kalten Krieges den internationalen Austausch von Menschen, Waren und Ideen. Sowohl die Sowjetunion als auch die Vereinigten Staaten mitsamt ihren jeweiligen Verbündeten und Klientelstaaten investierten viel in die Kulturdiplomatie, um die Loyalität nichtverbündeter Nationen zu gewinnen und ein weiteres Vordringen des Gegners - ideologisch wie territorial - zu verhindern. Im Be­mühen, das kulturelle Erbe der Kolonialmächte zu überwinden, widerstrebte es diesen noch jungen Nationen verständlicherweise, sich auf neue internationale Abmachungen mit einem der beiden Blöcke einzulassen. Zwischen 1945 und 1970 erlangten 64 Länder die Unabhängigkeit, einige durch eine friedliche Machtübertragung, andere durch gewaltsame Aufstände gegen ihre Kolonialherren. Schon vor dem Zerfall der Kolonialreiche nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Kolonialvölker versucht, ihre kulturelle Identität unabhängig von der Metropole neu zu definieren. [...] Die kulturellen Aspekte des Konkurrenzkampfes zwischen den USA und der UdSSR im Kalten Krieg sowie der Prozess der Dekolonisation wurden maßgeb­lich von den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs geprägt." (S.541)

Menschen und Güter in Bewegung (S.558 ff)

"[...] Ob und inwieweit die Integration dieser Menschen gelang, hing oft vom politischen Willen der jeweils regierenden Parteien ab." (S.565)

Infragestellung kultureller Normen (S.585 ff)

Feministischer Internationalismus

"Mohanty wies auf ein zentrales Paradoxon hin, das nicht nur in den feministi­schen Diskurs, sondern auch in die Verwendung von Gender als analytisches Konzept eingebettet war. Denn wenn Gender die soziale Konstruktion biologi­scher Unterschiede ist, wie es Joan Wallach Scott 1985 postuliert hatte, dann führen unterschiedliche soziale und kulturelle Kontexte zu unterschiedlichen Be­grifflichkeiten von Gender. [...] Westliche Feministinnen nahmen für sich das Recht in Anspruch, die soziale Konstruktion von Geschlecht zu definieren, und taten so, als handle es sich dabei um eine feststehende Kategorie. Fortschritte in Sachen Frauenrechte bemaßen sie dementsprechend nach westlichem Standard. Simone de Beauvoirs "anderes Geschlecht" wurde somit im Verhältnis zwischen westlichen und nichtwestlichen Frauen repliziert. Letztere waren zum "Anderen" des "Selbst" der Ersteren geworden. Frauen aus der Dritten Welt waren dem "deuxieme sexe" ihrerseits noch einmal untergeordnet." (S.621)

Kontinuitäten und Herausforderungen religiöser Kulturen

"Obwohl der religiöse Pluralismus in allen modernen demokratischen Verfassun­gen verankert ist und im Zivilrecht Religionsfreiheit garantiert wird, blieben die meisten Staaten in Europa und Amerika tief verwurzelt im jüdisch-christlichen Brauch und Gedankengut. Zwei der größten konservativen Parteien im Nach-kriegseuropa bezeichneten sich und ihren Auftrag explizit als christlich: in Italien die Democrazia Italiana und in der Bundesrepublik Deutschland die Christlich Demokratische Union. In den Vereinigten Staaten besann sich der Kongress eben­falls auf die christlichen Wurzeln des Landes, als er 1954, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, die Wörter «under God» wieder in das nationale Treuegelöbnis einfügte und den Zusatz «In God We Trust» für alle US-Banknoten vorschrieb. [...] Während des gesamten Kalten Krieges spielte zum Beispiel religiöse Rhetorik eine zentrale Rolle in der Rivalität zwischen der Sowjetunion und den USA, was zumindest eine Historikerin dazu veranlasste, den Kalten Krieg als einen "der größten Religionskriege in der Geschichte" zu bezeichnen." (S.625)

"Präsident Dwight D. Eisenhower hatte keinerlei Hemmungen, Politik mit religiösen Werten zu verschmelzen. Er bestand darauf, alle Kabinettssitzungen mit einem gemeinsamen Gebet zu begin­nen, beriet sich regelmäßig mit dem protestantischen Pfarrer Billy Graham (der jedem Präsidenten bis zu Barack Obama als spiritueller Berater zur Seite stand) und erklärte 1955, dass 'die Anerkennung des Höchsten Wesens erster, grund­legendster Ausdruck des Amerikanismus ist. Ohne Gott würde es keine amerika­nische Form der Regierung und keinen American way of life geben.'" (S.626)

"Anhänger der Säkularisierungsthese können auf Westeuropa verweisen, wo die religiöse Bindung und die Zahl der Kirchenmitglieder seit den i95oer Jahren stetig abgenommen haben. Grace Davie freilich ist der Ansicht, ein Rückgang der Kirchenzugehörigkeit in diesen Ländern sei nicht gleichbedeutend mit einem Schwinden des Glaubens. Sie hat alternative Formen religiöser Praxis ausge­macht, die sich auf private, nichtinstitutionelle Weise manifestieren, darunter die Hinwendung zu Alternativreligionen und die praktische Umsetzung religiöser Überzeugungen in verschiedenen Wohlfahrtseinrichtungen." (S.627)

"In Frankreich lebten rund drei bis vier Millionen Muslime; in Deutschland verdoppelte sich zwischen Ende der 1980er Jahre und 2008 die Zahl von rund 1,6 Millionen auf über drei Millionen. In Großbritannien lag die Zahl der Hindus bzw. Sikhs bei etwas über einer Million. Doch wie der Kopftuchstreit in Frankreich bereits gezeigt hat, führte die zu­nehmende Säkularisierung in Westeuropa nicht zwangsläufig zu einem höheren Maß an religiöser Toleranz. Vielmehr wurden die tiefsitzenden religiösen Funda­mente der säkularen Alltagspraktiken und Gewohnheiten des öffentlichen Lebens sichtbar. Die öffentliche Zurschaustellung von Religiosität durch das Tragen eines Kopftuchs brachte den Anschein kultureller Homogenität ebenso ins Wanken wie das Beharren auf Säkularität." (S.628)

"Religion spielte auch in den antikolonialen und Bürgerrechtsbewegungen eine wichtige Rolle. In Indien entwickelte Mohandas K. Gandhi in den 1940er Jahren seine Philosophie des gewaltlosen Widerstands aus den Geboten seines hinduistischen Glaubens. Seine Philosophie inspirierte wiederum Martin Luther King, einen Baptistenpastor aus Montgomery, Alabama, in seiner Bürgerrechtskampagne. Kings öffentliche Ansprachen, in denen er für die Gleichberechtigung der Afro­amerikaner plädierte, waren stark von religiöser Rhetorik geprägt, und in den Südstaaten wurden die Kirchen zu Zentren des Widerstands gegen das System der Rassentrennung. [...] In Lateinamerika entwickelte sich die Befreiungstheologie zu einem maßgebli­chen Instrument für Protestbewegungen gegen soziale und wirtschaftliche Miss­stände in vielen Teilen des Kontinents. Nach 1945 hatten rasantes Wirtschafts­wachstum und Urbanisierung in Mittel- und Südamerika die Kluft zwischen Arm und Reich dramatisch vergrößert. Prominente katholische Theologen aus der Region - unter ihnen der Peruaner Gustavo Gutiérrez sowie die Brasilianer Leo­ nardo und Clodovis Boff - machten sich öffentlich für ein neues Verständnis von Christentum stark, das die Verpflichtung, das Leid der Armen zu lindern, wieder ernst nahm. [...] Ihr Eintreten für mehr Gleichheit wurde vom Vatikan zensiert und von den politischen Eliten im eigenen Land verfolgt- im Fall von Oscar Romero mit tödlichem Ausgang." (S.629) "Der evangelikale Protestantismus bot sich denjenigen als Alternative dar, die vom Dogmatismus der katholischen Kirche enttäuscht und von der linkspolitischen Ausrichtung der Befreiungstheologie abgeschreckt waren. Seit den 1950er Jahren strömten Tausende von evangelikalen Missionaren aus den Kerngebieten in Europa und Nordamerika nach Asien, Afrika und Lateinamerika, um die ört­liche Bevölkerung zu bekehren - mit spektakulärem Erfolg. Der Evangelikalismus wurde schon bald zur am schnellsten wachsenden religiösen Richtung welt­weit und stellte damit die traditionelle Vorherrschaft der katholischen Kirche in vielen Regionen, vor allem in Lateinamerika, in Frage. Im Jahr 2000 waren 27 Prozent der Bevölkerung Afrikas Evangelikale, in Lateinamerika waren es 17 Prozent, in Asien fünf Prozent. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte ihr durchschnittlicher Anteil in diesen Regionen bei unter zwei Prozent gelegen." (S.630)

Fundamentalismus und Pluralismus

"Der fundamentalistische Zweig des pro­testantischen Evangelikalismus entstand in den 1920er Jahren in den USA als ländliche Rebellion gegen die moderne Industriegesellschaft und gegen wissenschaftlich-technischen Fortschritt, der den Glauben vieler Menschen erschütterte. Als die Bewegung nach dem Krieg wieder auflebte, nutzte sie jedoch bestimmte Aspekte der Modernisierung, allen voran die neuesten Entwicklungen im Bereich der Kommunikationstechnologie, um die Botschaft des sozialen und kulturellen Konservativismus zu propagieren. In den 1970er Jahren schufen evangelikale Theologen in den USA, darunter die Fernsehprediger Oral Roberts, Jerry Falwell, Jimmy Swaggart und Jim Bakker, echte und virtuelle Gemeinschaften von Gläubigen und riefen sie dazu auf ihr­ persönliches und berufliches Leben in enger Verbindung mit den kirchlichen In­stitutionen zu gestalten. [...] Es wäre jedoch falsch anzunehmen, Falwells Ziel sei eine Abschottung gegen­über der säkularen Welt gewesen. Vielmehr war er bestrebt, die äußere Welt stärker nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Zu diesem Zweck gründete er Ende der 1970er Jahre eine politische Lobbygruppe namens "Moral Majority" [...]. Diese Gruppe gründete eine Reihe politisch konservativer Organisatio­nen, die man allgemein als die New Christian RightWikipedia-logo.png bezeichnete." (S.631)

"Der religiöse FundamentalismusWikipedia-logo.png schlug auch in anderen großen Religionen Wurzeln, insbesondere im Islam. [...] Seit den 1920er Jahre ist der Begriff "fundamentalistisch" politisch belastet und negativ konnotiert. [...] Als Marty sich 1988 an einer ersten Definition des Phänomens versuchte, begann er zunächst mit all dem, was Fundamentalismus nicht sei: Er sei kein Synonym für Konservativismus oder Traditionalismus; er sei nicht antimodern oder antiwissen­schaftlich; es handle sich somit nicht um eine Bewegung, die zu einem wie auch immer gearteten statischen, vormodernen Ideal religiöser Praxis zurück wolle. Fundamentalisten seien zudem nicht immer Aktivisten, Militante oder Terroris­ten, und sie seien auch nicht zwangsläufig arm oder ungebildet. Vielmehr, so Marty weiter, sei Fundamentalismus stets reaktiv oder reaktionär." (S.632)

"Der Anthro­pologe Richard T. Antoun vertrat hingegen das Argument, dass die Fundamenta­listen verschiedener Religionen vereint seien im Glauben an die absolute Autorität des Heiligen über jeden Aspekt des privaten und öffentlichen Lebens und dass ihr Verhaltenskodex vom strikten Festhalten an einer religiös inspirierten Weltsicht bestimmt sei.

Der religiöse Absolutismus erlebte im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts einen deutlichen Aufschwung." (S.633)

"Zwar gehört der kulturelle Pluralismus zu den zentralen Elementen jedes demokratischen Systems, doch er galt ebenfalls mitunter als Gefahr für die Demokratie. Diese Vorstellung wurzelt in der Konfrontation westlicher Religio­nen, vor allem von Christentum und Judentum, mit nichtwestlichen Religionen. So stellten sich viele die Frage, wie ein politisches System, das großteils auf Wer­ten der christlichen Tradition beruht, Gruppen und Individuen absorbieren und integrieren soll, deren Glaube und Kultur dieser Tradition in vielfacher Weise widersprechen. Oder, wie es die Philosophin Martha NussbaumWikipedia-logo.png formuliert hat: 'Wie kann eine respektvolle pluralistische Gesellschaft ihre fragilen Toleranz­fundamente tragfähiger machen, insbesondere in Zeiten eines zunehmenden religiösen PluralismusWikipedia-logo.png im eigenen Land und in einer Welt, in der wir Toleranz nicht nur intern, sondern auch zwischen Völkern und Staaten kultivieren müs­sen?'" (S.640) Dazu vertritt Nussbaum folgende Position: "'Eine libe­rale Gesellschaft kann sich, ohne gegen den Respekt gegenüber dem Pluralis­mus zu verstoßen, eines derartigen moralischen Ideals [der Barmherzigkeit] be­dienen und eine moralische Erziehung fördern, die diesem Ideal verpflichtet ist. Dieses Ideal sollte zusammen mit allgemeinen Normen der Gleichheit und des Respekts als Grundlage für die politische Kultur dienen.' Statt die religiöse Identität aus dem öffentlichen Leben zu verbannen, sollte der tolerante Staat religiösen Pluralismus und Toleranz als Teil der nationalen Identität begreifen." (S.641)

Menschenrechte und Globalisierung (S.642 ff)

Für die Menschenrechtserklärung von 1948Wikipedia-logo.png stimmten 48 Staaten, dagegen stimmte keiner, 8 enthielten sich.

Die Entstehung einer transnationalen Welt

671 Die Entstehung einer transnationalen Welt von Akira Iriye

  • 672 Einleitung
  • 684 1. Transnationalismus der Nachkriegszeit
  • 716 2.. Die Transnationalisierung der Menschheit
  • 757 3. Ebenen des Transnationalismus
  • 796 4. Das 21.Jahrhundert
  • 827 Anhang
  • 8z9 Anmerkungen
  • 893 Bibliographie
  • 923 Abbildungsnachweis
  • 925 Die Autoren und Herausgeber
  • 927 Register

Anmerkungen

  1. "Während der ersten Hälfte der 1960er Jahre wurde das internationale Umfeld als der VR China gegenüber zunehmend feindlich eingestuft. Durch Grenzstreitigkeiten ausgelöste bewaffnete Auseinandersetzungen mit Indien und der UdSSR, indirekte Drohungen der USA, das chinesische Atombombenprogramm durch einen atomaren Erstschlag zu stoppen, eine eskalierende Verwicklung in den Vietnamkonflikt und nicht zuletzt die Befürchtungen, der auf Taiwan neu erstarkte Bürgerkriegsgegner könne die Schwächung der festlandschinesischen Volkswirtschaft im Zuge des „Großen Sprungs nach Vorne“ zu einem militärischen Schlag ausnutzen, ließen die Möglichkeit eines neuen Krieges als sehr wahrscheinlich erscheinen. Die 1964 offiziell aufgelegte Dritte-Front-Strategie (di san xian) sollte daher der traditionellen Ballung der ökonomisch-industriellen Aktivitäten im militärstrategisch ungünstig gelegenen und nur schlecht zu verteidigenden Küstenstreifen entgegenwirken. Stattdessen sollte im chinesischen Hinterland eine neue industrielle Basis errichtet werden, die im Falle einer Besetzung des Küstenstreifens durch feindliche Truppen einen langgezogenen Guerillakrieg mit Gütern und Waffen alimentieren sollte." (https://www.uni-due.de/in-east/fileadmin/publications/gruen/paper96-2014.pdf) Inhaltlich gleich stellen auch McNeill und Engelke die Dritte Front vor.

Rezensionen

zu FAZ (3.12.2013)
"Martin Albers rät, das Buch nicht am Stück zu lesen, denn größere Zusammenhänge, gar chronologisch geordnete, kann er nur schwer ausmachen"
zu SZ (3.12.2013)
"Süß greift thematisch den Kampf um Rohstoffresourcen, die Globalisierung von Solidarität und Hilfe, etwa nach Naturkatastrophen, die Zerstörung von Landschaft durch Atomtests im Kalten Krieg oder den Klimawandel heraus. Ausführlicher geht er auch auf Petra Göddes Beitrag zur Kultur ein, der offenbar optimistisch ist und keine Gefahr einer universellen "McdonaldisierungWikipedia-logo.png" an die Wand malt."
Längsschnitte "werden ergänzt durch Querschnitte, beispielsweise zu "Kulturen des Kalten Krieges". Dies geht natürlich auf Kosten der Einheitlichkeit in der Darstellung. Doch dies ist unausweichlich, denn eine Globalgeschichte muss Komplexität abbilden."

Zur Verwendung im Unterricht

Diese extreme Kurzfassung in Zitaten soll einen Eindruck von diesem umfassenden Werk ermöglichen und so zur (Teil-)Lektüre des Originals hinführen.

Diese Kurzfassung ermöglicht auch einen Vergleich mit Jürgen Osterhammels deutlich ausführlicherer Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts "Die Verwandlung der Welt".

Arbeitsfragen:

  1. Weshalb wurde die Darstellung auf mehrere Autoren verteilt? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich daraus?
  2. Wie unterscheidet sich die Gliederung der Werke? Wodurch erklärt sich der Unterschied?
  3. Inwiefern ähnelt der Ansatz Osterhammels in seiner Darstellung der Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts für Schüler dem in dieser Darstellung gewähltem Ansatz?

Siehe auch