Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft

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Als magisches Viereck bezeichnet man die in §1 des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes 1967 benannten Ziele der Wirtschaftspolitik in Deutschland.
Das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (Stabilitäts- und Wachstumsgesetz, StWG) aus dem Jahre 1967 verankerte Ziele und Instrumente einer nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik in Deutschland.

Das deklarierte Endziel ist ein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht, das jedoch aufgrund der im magischen Viereck verdeutlichten Einschränkungen in seiner vollendeten Form in der Praxis nicht möglich ist.

Inhalt des Gesetzes In seinem ersten Paragraphen bestimmt es gesamtwirtschaftliche Ziele, die öffentliche Haushalte in Deutschland bei ihren Entscheidungen beachten sollen.

Diese Ziele sind bekannt als magisches Viereck der Wirtschaftspolitik, magisch deshalb, weil sich alle vier Ziele gleichzeitig nicht konfliktfrei erreichen lassen.

Als Instrumente zur Reaktion auf konjunkturelle Schwankungen wurden mit dem StWG eingeführt:

  • die Konjunkturausgleichsrücklage: mit ihr wird in Zeiten der Hochkonjunktur ein Teil der Steuereinnahmen stillgelegt; in Rezessionsphasen werden diese Rücklagen aufgelöst und für Nachfrageprogramme verwendet;
  • der Konjunkturzuschlag zur Einkommen- und Körperschaftsteuer: In Zeiten der Hochkonjunktur werden die Steuern vorübergehend erhöht und in Rezessionsphasen werden diese Gelder an die Steuerzahler rückerstattet.

Außerdem wurde die mittelfristige Finanzplanung eingeführt und der Finanzplanungsrat, in dem Bund, Länder und Gemeinden ihre Ausgabenpläne aufeinander abstimmen.

In der Konzertierten Aktion besprachen Regierung, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Bundesbank wirtschaftspolitische Themen und versuchten zu Konsenslösungen zu kommen. Die konzertierte Aktion scheiterte Ende der siebziger Jahre am Streit über die betriebliche Mitbestimmung.


W-Logo.gif Stabilitäts- und Wachstumsgesetz, Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, 10.01.2006 - Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Siehe die Nutzungsbedingungen für Einzelheiten. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Magisches Viereck im Unterricht

  • Das Magische Viereck - Das wirtschaftliche Oberziel in der sozialen Marktwirtschaft lautet "Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht". Um dieses zu erreichen, werden verschiedene Unterziele definiert, die 4 wichtigsten werden oft als "Magisches Viereck" bezeichnet. Sie sind Thema dieses Projekts. Auf diesen Seiten sehen sie die Ergebnisse des Kreativ-Projekts unseres LK-Leiters, die vom 04.10.2001 bis 08.10.2001 entstanden sind.


Hand.gif   Übung
  • Recherchieren Sie, ob und in welchem Maße in den letzten Jahren die Ziele des StWG eingehalten wurden.
  • Stellen Sie eine Hierarchie der Ziele her und begründen Sie Ihre Entscheidung zu der von Ihnen erarbeiteten Reihenfolge.
  • Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung ein: Lassen sich die Ziele zukünftig noch erreichen?
  • Oft sind weitere wirtschaftliche Ziele in der Diskussion. Stellen Sie Erweiterungsmöglichkeiten des magischen Vierecks vor und nehmen Sie Stellung, warum Sie diese ergänzen würden. (Mögliche Lösung: siehe Magisches Viereck)

Weblinks

Siehe auch