Islam

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Inhaltsverzeichnis

Die fünf Säulen des Islams

Die fünf Säulen des Islams sind die wichtigsten Regeln eines Moslems. Sie setzten sich aus den folgenden fünf Pflichten zusammen. GG-Ethik-SC 5 säulen des islams.jpg Quelle: http://www.beepworld.de/members66/islam_99/diefuenfsaeulen.htm

\rightarrow Das Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis ("Shahada") lautet: "La ilaha illa Allah wa Muhammad rasul Allah" und heißt soviel wie "Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet". Um zum Islam dazu zugehören soll das Bekenntnis mit Überzeugung und in der Öffentlichkeit ausgesprochen werden. Es ist festern Bestandteil jedes rituellen Gebets.

\rightarrow Das rituelle Gebet

Ein Moslem soll fünfmal am Tag beten: Zuerst vor Sonnenaufgang, am frühen Vormittag, am Mittag, dann vor Sonnenuntergang und ein letztes vor Mitternacht. In Ausnahmefällen, zum Beispiel auf Reisen, ist es auch gestattet, nur dreimal täglich zu beten. Vor und bei dem Gebet sind einige Regeln zu beachten. Muslime müssen sich vor dem Beten einer rituellen Reinigung ("Wudu") unterziehen und sich von den Ohren bis zu den Füßen waschen. Auch die Kleidung und der Teppich auf dem man betet sollte sauber sein. Man betet immer in Richtung der Kaaba, einem wichtigen Heiligtum des Islam, in Mekka, wobei man sich verbeugt, steht, sitzt oder sich niederwirft. Es ist keinesfalls gestattet während des Gebets zu reden, zu lachen, zu spielen oder zu essen. Das Ritualgebet wird auch "Salat" genannt.

\rightarrow Die Almosen

Eine der fünf Säulen besteht aus sozialen Pflichtabgaben und dient der Unterstützung Bedürftiger. Diese Pflicht gilt jedoch nur für diejenigen Muslime, die nicht selbst hoch verschuldet sind. Diese sollen in der Regel 2,5% ihres "ruhenden Netto-Kapitalvermögens" spenden. Als ruhendes Vermögen gelten unter anderem Bargeld, Schmuck und Mieterträge. Außerdem muss ein Muslim mindestens ein Mondjahr (im Kalender des Islams) lang im Besitz dieses Vermögens sein. Die Höhe der "Zakat", sowie die Almosen auch genannt werden, richtet sich nach den jeweiligen Besitztümern. Die soziale Pflichtabgabe soll in erster Linie an arme Menschen gehen, kann aber auch zum Beispiel als Werbung für den Islam verwendet werden. Diese Säule fördert die soziale Sicherheit und das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Menschen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil jeder islamischen Gesellschaft, da sie jedem Menschen die Lebensgrundlage sichert, ohne dass sich der Empfänger jemandem verpflichtet fühlen muss. Die Spende wird gleichzeitig als eine Art Reinigung angesehen.

\rightarrow Das Fasten

Jeder Moslem sollte etwa 30 Tage während des Monats Ramadan fasten. Ramadan ist für die Muslime der Monat der inneren Einkehrung und der Besinnung. Es ist der neunte Monat des islamistischen Kalenders, welcher sich nach dem Mond richtet. Das Fasten, auch "Sawn" genannt, beginnt mit dem Tagesanbruch bei der Morgendämmerung und geht bis Sonnenuntergang. Dabei ist es strengstens verboten zu essen, zu trinken, zu rauchen oder Geschlechtsverkehr zu haben. Kranke Menschen, stillende Frauen, kleine Kinder und Reisende sind vom Fasten befreit. Sie sollten es jedoch später nachholen. Am Ende des Ramadans wird das Zuckerfest gefeiert. Es ist eines der zwei wichtigsten Feste im Islam.

\rightarrow Die Pilgerfahrt

Die Pilgerfahrt bildet die letzte Säule des Islam. Sie schreibt Muslimen vor, einmal im Leben eine Pilgerreise nach Mekka zu unternehmen, sofern sie körperlich und finanziell in der Lage sind. Es treffen sich jedes Jahr im zwölften Monat des islamischen Kalenders bis zu drei Millionen Muslime in Mekka und umrunden gemeinsam sieben Mal die Kaaba. Während dieser Reise trägt man besonders einfache Kleidung, um soziale Unterschiede zu vermeiden, denn alle sollen vor Gott gleich sein. Die Pilgerfahrt nennt man auch "Hadsch" und ist der Ehrentitel für jeden Muslim, der die Reise absolviert hat. Zum Schluss wird die Pilgerfahrt im großen Stil gefeiert. Es ist das wichtigste Fest im Islam.

\Rightarrow Zusammenfassung

Die fünf Säulen des Islams sind also für jeden Muslim eine Richtlinie, die er befolgen sollte um dem Islam anzugehören. Es ist eine Bestätigung seines Glaubens an den einmaligen Allah. Dabei spielt Reinheit (rituelle Reinigung), Überzeugung und das Leben in einer Gemeinschaf eine wichtige Rolle.


Quellen

Planet-Wissen.de: [[1]]

Bild: beepworld.de: [[2]]


Kommentare

Was mir gleich positiv aufgefallen ist, ist das große Bild das die 5 Säulen schön aufzeigt. Das wirkt nicht ganz so trocken wie eine blosse Aufzählung, auch die kurze Erklärung zu jeder Säule finde ich gut, den sie gibt knapp die wichtigsten Informationen. Allerdings fände ich es noch interessant, wenn du etwas über die Auswirkungen auf das Leben sowie die Einhaltungen der 5 Säulen schreiben würdest, denn ich glaube dass nicht alle Muslime sich so streng daran halten. (LK)

Auch ich bin der Meinung, dass du dein Thema durch diese bildliche Darstellung und Aufteilung deines Textes sehr gut gestaltet hast. Es führt zu einem leichteren Verständnis für dein Thema. Außerdem sind die 5 Säulen kurz und präzise wiedergegeben, ohne viel drumherum zu erklären. Mich würde, wie LK, auch ein kurzes Aufgreifen der Einhaltung interessieren, vielleicht auch, wie die Moslems, die in Deutschland leben, und womöglich etwas integreiert sind, zu den 5 Säulen stehen. (JP)

Dein Artikel ist sehr strukturiert. Er gibt kurz und bündig Erklärungen zu dem Bild, welches meiner Meinung nach den roten Faden zum Thema vorgibt und Interesse weckt. Was mir aufgefallen ist, sind die Ausnahmen, die bei jeder Regel gemacht werden, wie die finanzielle Lage oder der gesundheitliche Zustand beim Fasten und der Mekka-Reise. Ich schließe mich hier LK und JP an, die etwas zur Einhaltung der Regeln wissen wollen. GG-ethikss 18:54, 21. Jun. 2011 (CEST)

Ich stimme zu, dass du die fünf Säulen des Islam gut erklärt hast; dein Artikel ist gut gegliedert. Auch mich würde die Einhaltung der Regeln interessieren, insbesondere wie Moslems in Deutschland dies machen (z. B. fünfmal täglich beten oder Fasten). --Gg-ethik-fm 17:26, 25. Jun. 2011 (CEST)

Auf jeden Fall ist dein Artikel sehr gut zu lesen und die Abbildung super für das Verständnis. Jeden Punkt hast du gut beschrieben. Was mich aber noch interessiert hätte ist, ob es auch Kritik (also Islam-intern) an diesem System gibt. (DO)