Zeit der Romantik

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Die Romantik ist eine Zeitepoche vom Ende des 17. Jahrhundert bis ca. 1835. Der Begriff stammt vom altfranzösischen romanz, romant oder roman ab, welche die Schriften, die in der Volkssprache verfasst wurden bezeichnet. Es bedeutet etwas sinnliches, abenteuerliches, wunderbares, phantastisches, schauriges und Hingabe zur Natur. Die Romantik wird grundlegend in die Gebiete Kunst, Literatur und Musik unterteilt. In der Literatur unterscheidet man in Frühromantik (ca. 1795–1804), in Hochromantik (bis 1815) und in Spätromantik (bis 1848). In der Malerei führt die Spätromantik noch etliche Jahre ins 19. Jahrhundert, in der Musik sogar bis Anfang des 20. Jahrhunderts.

Inhaltsverzeichnis

Epochen der Romantik

In den einzelnen Zeitepochen der Romantik wechseln die literarischen Zentren. Von Jena über Heidelberg nach Berlin.

Die Frühromantik(1798-1804)

Das Zentrum der Frühromantik lässt sich nach Jena zurückführen. In dieser Zeit entstanden erste programmatische Dichtungen. August Wilhelm Schlegel übte einen großen Einfluss auf die Verbreitung des Denkens der Romantiker aus, in dem er unter anderem viele Vorlesungen hielt. Da sich die Romantiker besonders für die Förderung der Weltliteratur einsetzten, ernteten sie besondere Bedeutung z.B. August Wilhelm Schlegel mit seinen Dramenübersetzungen von Shakespeare. Athenäum war eine der ersten Literaturzeitschriften der Romantik, in denen sie ihre Schriften publizierten

Die Hochromantik(1804-1818)

Das Zentrum der Hochromantik war Heidelberg, Nebenzentren waren München und Berlin. In der Hochromantik wurde die Volkspoesie wie Märchen und Sagen stark gefördert z. B. von Arnim und Brentano mit Des Knaben Wunderhorn oder Kinder- und Hausmärchen und Deutsche Sagen der Gebrüder Grimm.

Die Späromantik(1816-1835)

Zentrum der Spätromantik war Berlin, mit den Salon der Rahel Levin-Varnhagen. Zahlreiche Begegnungen, Diskussionen und Debatten unter den Spätromantikern fanden im Solon statt. Wien, Schwaben und München waren weiter Zentren dieser Zeit.

Vertreter der Romantik

  • Achim von Arnim (1781-1831)
  • Clemens Brentano (1778-1842)
  • Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857)
  • E. T. A. Hoffmann (1776-1822)
  • Wilhelm Müller (1794-1827)
  • Novalis (1772-1801)
  • August Wilhelm Schlegel (1767-1845)
  • Caspar David Friedrich (1774-1844)

Joseph von Eichendorff

Joseph von Eichendorff war ein bedeutender Dichter der Romantik. Eines seiner bekanntesten Werke war "Mondnacht" welches um 1835 entstand.

 Mondnacht

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff