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Bildbetrachtung: Zwei Männer in Betrachtung des Mondes

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Caspardavidfriedrich self1


Inhaltsverzeichnis

Caspar-David Friedrich

Caspar-David Friedrich wurde am 5. September 1774 in Greifswald geboren und ist am 5. Mai 1840 gestorben. Er war einer der bedeutesten Maler der Früh-Romantik. Seine Werke haben Natur- bzw. Landschaftsdarstellungen zum Gegenstand. Er sah die Natur als Spiegel der menschlichen Empfindungen. Die immergrüne Fiche wurde von Friedrich, sowie von seinen Zeitgenossen, als Ewigkeitssymbol verstanden. Auf den Mhytos der deutschen Eiche, nimmt er in seinen Werken ebenfalls Bezug. In fast allen Bildern, wird der typische Hell- Dunkel Kontrast Friedrichs deutlich. Der Vater Friedrichs hieß Adolph-Gottlieb Friedrich. Zu dieser Zeit war er ein erfolgreicher Geschäftsmann mit protestantischem Glauben. Caspar-David Friedrich hatte 9 Geschwister, jedoch starben viele in jungen Jahren. Genauso wie Friedrichs Mutter. Ab 1790 besuchte er seinen ersten Zeichenkurs. Von 1794 -1798 studierte er an der Kunstakademie Kopenhagen. Nachdem er studiert hatte, kam er nach Dresden. Nach seinem Selbstmordversuch 1803 ging seine Kariere steil berg auf und 1816 wurde er Mitglied der Dresdner Akademie. Doch nach einem Schlaganfall, 1835 war er unfähig zu malen. Weiter Bilder sind: Schiffe im Hafen am Abend und Böhmische Landschaft.


Zeit um 1800

Zur dieser Zeit überschlugen sich die Ereignisse:

  • Französische Revolution
  • Napoleon hatte die Vorherrschaft in Europa
    • Ende Napoleon markiert den Anfang des 1. Weltkriegs
  • industrielle Revolution sorgte für neue wirtschaftliche, soziale und politische Strukturen
  • Deutsches Kaiserreich entstand
  • Menschen forderten Einheit und Freiheit der Nation



Kunsthistorische Einordnung

Barock/ Rokoko

In dieser Zeit gelangten weltliche Themen aufsehen. Es begann langsam die Landschaftsmalerei. Aus einem brungvollen Barockstill wurde nun ein naturverbundener, romantischer Still.

Realismus

Im Realismus sind viele Eigenschaften der Romantik erhalten geblieben. Die Menschen nahmen ihre Freude am Moment in einem Bild auf. Die angestrebte Freude bzw. Freiheit wurde akzeptiert und wird von den Menschen gefeiert. Dies ist auch eine Zeit der großen Denker und Freiheitskämpfer.


Bildbeschreibung

  • Maler: Caspar-David Friedrich
  • Jahr: 1819/20
  • Maße: 33cm*44,5cm
  • Farbspektrum: schwarz- orange
  • Technik: Malerei (Öl auf Leinwand)
  • Bildgattung: Landschaft
  • Wiedergabemodus: realistisch
  • Raumdarstellung: Zentralperspektive
  • Formen: abgerundet
  • Farbfunktion: Lokal bzw. Gegenstandsfarben
  • Farbwahl: dunkel, schwer, getrübt
  • Malweise: malerisch
  • Farbkontrast: Hell- Dunkel Kontrast
  • Komposition: offen
  • Ordnungsprinzip: Gruppierung
  • Lichtführung: unsichtbare Lichtquelle
  • Wirkung: natürlich, wirklichkeitsnah


Caspar David Friedrich 045

Wie schon erwähnt, ist dieses Bild, im Jahre1819/1820 von Caspar-David Friedrich, als Öl auf Leinwand gezeichnet wurden.Es ist 33cm*44,5cm groß und hat ein Farbspektrum, welches von schwarz bis in die Orangetöne reicht. Außerdem, ist dies eine zentralperspektivische, realistische Landschaft mit local bzw. Gegenstandsfarben. Friedrich wählte eher dunkle und Schwere Farbtöne. Wie bei fast allen seinen Bildern, besitzt auch dieses, einen Hell-Dunkel Kontrast. Diese offene Komposition hat eine unsichbare Lichtquelle. Das Bild besteht aus wircklichkeitsnahen und natürlichen Gruppierung von Gegenständen. Bei diesem Bild gibt es wie bei so vielen Bildern von Friedrich, 2 erste Eindrücke. Ein trauriger, schon verängstigender Eindruck entsteht durch die dunkle Farbwahl. Wiederum ein heiterer und geborgener Eindruck entsteht durch den beruhigenden Mond und die vertrauenswürdige Körperhaltung der zwei Männer. Dieses Bild wird auch als Identifikationsbild der deutschen Romantik bezeichnet. Hier wird die irrational unendlichen Ferne hervorgehoben und die Landschaft hat einen wilden und steinigen Charakter. Zwei Männer in damals „altdeutsch“ genannter Tracht stehen an einem felsigen Hang neben einer knorrigen Eiche. Am Himmel stehen Mond und Abendstern, das Bild ist ganz und gar in den warmen Braunton der Dämmerung getaucht. Müde lehnt sich einer der Männer auf den anderen(C.-D. Friedrich+ Lehrling)während im Vordergrund ein junger, starker Baum scheinbar willkürlich gekappt wurde. Wirkt das Geäst im rechten Vordergrund des Bildes tot. Auch diesem im wahrsten Sinne des Wortes düsteren Gemälde Caspar David Friedrichs ist also mit der simplen Einordnung in die Kategorie „Sinnen über die Vergänglichkeit allen Seins“ nicht beizukommen.Interpretation Anspielungen auf die politische Situation der Zeit.

Quellen