Jean-Pol Martin

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Jean-Pol Martin

Jean-Pol Martin (* 1943 in Paris) war bis zu seiner Pensionierung im September 2008 Professor für Didaktik der Französischen Sprache und Literatur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Neben der Veröffentlichung mehrerer Lehrbücher steht er hinter dem pädagogischen Konzept Lernen durch Lehren (LdL), das an Schulen und Hochschulen Lernerfolge durch starke Eigenbeteiligung der Lerner erzielt. Nach dem Konzept Lernen durch Lehren, das zunächst im Französischunterricht entwickelt wurde, wird in allen Fächern und Schultypen sowie an Hochschulen erfolgreich unterrichtet. Zur Verbreitung dieser Methode gründete Martin 1987 das LdL-Kontaktnetz, dem etwa 1.200 Lehrer und Dozenten angehören. Forschungsmethodologisch lässt sich Martin in den Bereich der Aktionsforschung einordnen.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jean-Pol Martin wurde 1943 in Paris geboren und besuchte dort das Lycée Claude Bernard. 1965-1969 studierte er Germanistik in Nanterre. Dort erlebte er 1968 den Beginn der Studentenunruhen, die sein Denken und Wirken nachhaltig prägten. Von 1971-1975 studierte er Romanistik und Germanistik in Erlangen. Nach dem Referendariat war er Studienrat für Französisch und Deutsch am Gymnasium Höchstadt/Aisch (Franken). Zwischen 1980 und 2008 war er Französischdidaktiker an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seine Promotion legte er 1985 in Gießen mit dem Thema Zum Aufbau didaktischer Teilkompetenzen beim Schüler ab. 1995 habilitierte er in Eichstätt mit dem Thema Vorschlag eines anthropologisch begründeten Curriculums für den Fremdsprachenunterricht.

Wichtigste Veröffentlichungen

Zum Thema "Lernen durch Lehren"

  • 1985: Zum Aufbau didaktischer Teilkompetenzen beim Schüler. Tübingen 1985 (Dissertation) ISBN 3-87808-435-8
  • 1994: Vorschlag eines anthropologisch begründeten Curriculums für den Fremdsprachenunterricht. Tübingen 1994 (Habilitation) ISBN 3-8233-4373-4
  • 2002: "Weltverbesserungskompetenz“ als Lernziel?" In: „Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog“, 6. Jahrgang, 2002, Heft 1, Seite 71-76 [1] (Martin schlägt eine praktische Alltagstheorie vor)
  • 2007: (mit Guido Oebel) Lernen durch Lehren: Paradigmenwechsel in der Didaktik?, In: Deutschunterricht in Japan, 12, 2007, 4-21 (Zeitschrift des Japanischen Lehrerverbandes, ISBN 1342-6575).

Zum Thema Schlüsselqualifikationen und Europakompetenz:

  • 2005: "Komplexität reduzieren: Europakompentenz im IPK erwerben". In: Glaser, B., Schnackertz, H. (Hrsg.)(2005): Europa interdisziplinär - Probleme und Perspektiven heutiger Europastudien. Würzburg:Königshausen & Neumann,S.61-74. PdF

Zum Thema Internet als "Gehirn" und kollektive Wissenskonstruktion:

  • 1998: "Forschungshomepage - Homepageforschung", in: E. Piepho, A. Kubanek-German (Hrsg.): 'I beg to differ'. Beiträge zum sperrigen interkulturellen Nachdenken über eine Welt in Frieden. Festschrift für Hans Hunfeld. München: Judicum 1998: 205-213,(PDF-Datei).
  • 2002: "Wissenscontainer: Online-communities und kollektive Lernprozesse", In: Christiane Neveling (Hrsg): Perspektiven für die zukünftige Fremdsprachendidaktik. (Giessener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik). Gunter Narr Verlag Tübingen. S. 89-102. PdF
  • 2006: "Gemeinsam Wissen konstruieren: am Beispiel der Wikipedia". In: Klebl, Michael, Köck, Michael (Hg.)(2006): Projekte und Perspektiven im Studium Digitale. Medienpädagogik, 3: 157-164. LIT Verlag Berlin.PdF

Weblinks

Siehe auch


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