Karl Immermann

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Karl Immermann

Karl Immermann (* 24. April 1796 in Magdeburg; † 25. August 1840 in Düsseldorf), ein deutscher Schriftsteller, Lyriker und Dramatiker war von 1827-40 Landgerichtsrat in Düsseldorf und leitete von 1827-34 das dortige Theater, das als "Immermann'sche Musterbühne" einigen Einfluss auf andere deutsche Theater ausübte.

Als Dramatiker begann er im Stil der Romantik und folgte dann er eher den klassischen Vorbildern, als Romancier verbindet er romantische und realistische Elemente.

Er lebte unter dem Eindruck, dass seine Generation weniger kreativ sei als die Klassiker und Romantiker und eher als Epigonen einzustufen seien.

In seinem Roman Die Epigonen kleidet Wilhelmi den Gedanken in die folgenden Worte:

Wir sind, um in einem Worte das ganze Elend auszusprechen, Epigonen, und tragen an der Last, die jeder Erb- und Nachgeborenschaft anzukleben pflegt. Die große Bewegung im Reiche des Geistes, welche unsre Väter von ihren Hütten und Hüttchen aus unternahmen, hat uns eine Menge von Schätzen zugeführt, welche nun an allen Markttischen ausliegen. Ohne sonderliche Anstrengung vermag auch die geringe Fähigkeit wenigstens die Scheidemünze jeder Kunst und Wissenschaft zu erwerben. Aber es geht mit geborgten Ideen, wie mit geborgtem Gelde, wer mit fremdem Gute leichtfertig wirthschaftet, wird immer ärmer.

Karl Immermann: Die Epigonen, 2. Buch, 10. Kapitel, S.121

Einige seiner weniger unbekannten Werke

Literatur

  • Harry Maync: Immermann. Der Mann und sein Werk im Rahmen der Zeit- und Literaturgeschichte. Mit einem Bildnis des Dichters. Beck, München 1921; im Internetarchiv

Wiese, Benno von: Karl Immermann. Sein Werk und sein Leben. Bad Homburg, Berlin, Zürich 1969

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