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Jean-Pol Martin

Für den Besucher dieser Seite
Auch wenn Lernen durch Lehren sich schrittweise zu einer Modemethode entwickelt, die von mir aufgestellte LdL-Theorie ist vielen Anwendern noch nicht bekannt. Hier sind die Basisbausteine gesammelt, die zum Verständnis und zur Darstellung der LdL-Theorie notwendig sind. - Jeanpol



Inhaltsverzeichnis

DIE GANZE THEORIE AUF EINEN BLICK

1. BASISARTIKEL:

Martin, Jean-Pol (2002a): Weltverbesserungskompetenz als Lernziel? In: Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog, 6. Jahrgang, 2002, Heft 1, S. 71-76


Weitere Artikel

  • Martin, Jean-Pol (2002b): Wissenscontainer: Online-communities und kollektive Lernprozesse, In: Christiane Neveling (Hrsg): Perspektiven für die zukünftige Fremdsprachendidaktik. (Giessener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik). Gunter Narr Verlag Tübingen. S. 89-102.
  • Martin, Jean-Pol (2006): Gemeinsam Wissen konstruieren: am Beispiel der Wikipedia. In: Klebl, Michael, Köck, Michael (Hg.): Projekte und Perspektiven im Studium Digitale. Münster: LIT-Verlag, 2006, 157-164

2. ANTHROPOLOGISCHE BASICS:

I. KONTROLLE als übergreifendes Motiv (nach Martin, 1994)

II. Informationsverarbeitung und Konzeptualisierung als Grundbedürfnisse (nach Martin, 2009, 2013)

Informationsverarbeitung Konzeptualisierung

III. Grundbedürfnisse als Manifestation des Kontrollmotivs (nach Martin, 1994)

Bedürfnispyramide nach Maslow (1954)

Transzendenz

Selbstverwirklichung

Soziale Anerkennung

Soziale Beziehungen

Sicherheit

Physiologische Bedürfnisse













IV. Kognition als Kontrollinstrument

V. Gegensatzpaare als Instrumente kognitiver Kontrolle (nach Martin, 1994)

Unschärfe Kontrolle
Hilflosigkeit Kontrolle
Chaos Ordnung
Unbestimmtheit Klarheit
Komplexität Einfachheit
Differenzierung Integration
Individuum Gesellschaft
Freiheit Zwang
Konkretion Abstraktion
Emotion Kognition

VI. Empathie (Kontrolle durch Wechsel der Perspektive)

VII. Ausdehnung des Kontrollfeldes: Merkmale erfolgreicher Problemlöser (nach Dörner, 1983)

  • Exploratives Verhalten
  • Reichhaltige kognitive Landkarte
  • Heuristische Kompetenz
  • Selbstsicherheit
  • Exploratives VerhaltenWikipedia-logo.png
  • usw.

VIII. Flow-Effekt als Belohnung für exploratives Verhalten und Gewinnung von Kontrolle (nach Csikszentmyhalyi, 1999)

(Gefühl des Fließens, Gefühl des Aufgehens in der Handlung)

  1. Unbekannte Felder betreten, Neues entdecken;
  2. Situationen mit offenem Ausgang, für die man die Verantwortung trägt;
  3. Problem lösen, hohe Anforderungen bewältigen;
  4. Ausschöpfen der eigenen Ressourcen;
  5. Gefühl der Selbstentgrenzung;
  6. Kontrolle über das eigene Handeln und das Umfeld.

IX. Plan B für "Krüppel", insbesondere für alte Menschen (Martin 2013)

1.Was macht man, wenn ein großer Teil der Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden kann?

- Epikur: Um den Durst zu stillen, braucht man Wasser, nicht unbedingt Wein.

- Stoiker: Gefühle sind Ergebnisse von Interpretationen. "Körperliche Schmerzen" müssen nicht als "Leiden" interpretiert werden.

2.Die Krüppeltheorie (Sloterdijk) als Plan B: Askese und Übung

Indem sie es schaffen, die Paradoxien ihrer Daseinsweise zu entfalten, können Behinderte zu überzeugenden Dozenten der conditio humana werden – übende Wesen einer besonderen Kategorie mit einer Botschaft für übende Wesen im allgemeinen. (…) Den Luxus depressiver Stimmungen kann sich der Virtuose des Normalseinkönnens selten leisten. Das Leben im Trotzdem nötigt dem, der zum Erfolg entschlossen ist, die ostentative Lebensfreude auf. Dass es da drinnen zuweilen anders aussieht, geht niemand etwas an. Das Land des Lächelns wird von Krüppel-Artisten bewohnt.” In: Peter Sloterdijk: "Du musst dein Leben ändern", Suhrkamp: 2011, S.78f.

X. Elemente aus Philosophie, Psychologie, Soziologie

Folgende Ansätze sind u.a. in dem Menschenbild enthalten:

  1. Humanistische Psychologie (Aristoteles, Epikur, Maslow)
  2. Dialektik, Systemtheorie (Heraklit, Hegel, Nietzsche, Luhmann)
  3. Neurobiologie/Informationsverarbeitung (Aristoteles, Portele, Dörner)
  4. Kritischer Rationalismus (Sokrates, Popper, Dörner)
  5. Projektmanagement (Dörner)
  6. Die Krüppeltheorie (Sloterdijk)

Weitere Bausteine zum Verständnis der LdL-Theorie

Grundbegriffe: Überblick

  • Wissen und Wissensgesellschaft
  • Denken (kollektives)
  • Gehirnmetapher
  • Neuronale Netze
  • Kommunikation
  • Emergenz
  • Unschärfe = Geschwindigkeit + Vernetzung + Nichtgreifbares
  • Aushalten von Unbestimmtheit
  • Linearität a priori vs. Linearität a posteriori

Die Klasse als Gehirn/neuronales Netz, die Schüler/Studenten als Neuronen

Konkrete Empfehlungen zur Umstrukturierung des Unterrichts

Zu erreichende Ziele

Schlüsselqualifikationen

  1. Fähigkeit, in komplexen Zusammenhängen zu denken
  2. Teamfähigkeit und Empathie
  3. Kommunikationsfähigkeit: Präsentation, Moderation
  4. Selbstbewusstsein
  5. Exploratives Verhalten
  6. Organisationstalent
  7. Durchsetzungskraft und Fähigkeit, andere Menschen einzubinden und für gemeinsame Ziele zu begeistern }}
  8. Fähigkeit, kollektives Denken anzuleiten

Das Internet als Welthirn

Verhaltensbasics: wie verhalten sich Neuronen?

7 Regeln

Bibliographie

  • Csikszentmihalyi, Mihaly (1999): Lebe gut!: wie Sie das Beste aus Ihrem Leben machen. Aus dem Amerikanischen von Michael Benthack. Stuttgart: Klett-Cotta
  • Dörner, Dietrich, et al. (Hrsg.)(1983): Lohhausen. Vom Umgang mit Unbestimmtheit und Komplexität. Bern: Huber
  • Martin, Jean-Pol (1985): Zum Aufbau didaktischer Teilkompetenzen beim Schüler. Fremdsprachenunterricht auf der lerntheoretischen Basis des Informationsverarbeitungsansatzes. Dissertation. Tübingen: Narr
  • Martin, Jean-Pol (1986): Für eine Übernahme von Lehrfunktionen durch Schüler. In: Praxis des neusprachlichen Unterrichts. 4/1986. S. 395-403 (PDF)
  • Martin, Jean-Pol (1994): Vorschlag eines anthropologisch begründeten Curriculums für den Fremdsprachenunterricht. Habilitation. Tübingen : Narr
  • Martin, Jean-Pol (1996): Das Projekt „Lernen durch Lehren“ - eine vorläufige Bilanz. In: Henrici/Zöfgen (Hrsg.): Fremdsprachen Lehren und Lernen (FLuL). Themenschwerpunkt: Innovativ-alternative Methoden. 25. Jahrgang (1996). Tübingen: Narr, S. 70-86 (PDF; 0,2 MB)
  • Martin Jean-Pol (1998): Forschungshomepage - Homepageforschung, in: E. Piepho, A. Kubanek-German (Hrsg.): 'I beg to differ'. Beiträge zum sperrigen interkulturellen Nachdenken über eine Welt in Frieden. Festschrift für Hans Hunfeld. München: Judicum 1998: 205-213,(PDF-Datei).
  • Martin, Jean-Pol (2002): Weltverbesserungskompetenz als Lernziel? In: Pädagogisches Handeln – Wissenschaft und Praxis im Dialog, 6. Jahrgang, 2002, Heft 1, S. 71-76 (PDF)
  • Martin, Jean-Pol (2002): Lernen durch Lehren (LdL). In: Die Schulleitung - Zeitschrift für pädagogische Führung und Fortbildung in Bayern, 4/2002, S. 3-9 (PDF; 70 KB)
  • Martin, Jean-Pol (2005): Komplexität reduzieren: Europakompetenz im IPK erwerben. In: Glaser, B., Schnackertz, H. (Hrsg.)(2005): Europa interdisziplinär - Probleme und Perspektiven heutiger Europastudien. Würzburg: Königshausen & Neumann, S.61-74. (PDF; 53 KB)
  • Martin, Jean-Pol (2006): Gemeinsam Wissen konstruieren: am Beispiel der Wikipedia. In: Klebl, Michael, Köck, Michael (Hg.)(2006): Lehren und Lernen mit Neuen Medien. Regensburg: Pustet PDF 43 KB
  • Martin, Jean-Pol, Oebel, Guido (2007): Lernen durch Lehren: Paradigmenwechsel in der Didaktik?, In: Deutschunterricht in Japan, 12, 2007, 4-21 (Zeitschrift des Japanischen Lehrerverbandes, ISBN 1342-6575)
  • Maslow, Abraham (1954): Motivation and Personality. New York: Harper and Row

Diskussion der LdL-Theorie: HIER

Siehe auch