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Ludwig Ganghofer

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Begründung: lexikalisch --Matthias Scharwies (Diskussion) 13:44, 28. Nov. 2018 (CET)

Inhaltsverzeichnis

Ludwig Ganghofer 1855 - 1920

"Wenn Sie Ganghofer für eine völlig uninteressante Persönlichkeit halten, … dann haben Sie sich vielleicht noch nicht näher mit ihm beschäftigt. Ganghofer war lange Zeit der meistgelesene, auflagenstärkste Autor in deutscher Sprache. Er ist noch im Bewusstsein unserer Generation vorhanden, weniger als Literat, vielmehr als Vorlagengeber für zahlreiche Heimatfilme wie „Schloss Hubertus“ oder „Das Schweigen im Walde“. Daneben schrieb Ganghofer auch Theaterstücke, Erzählungen und Gedichte." (www.ganghofer.kaufbeuren.de)
"Ganghofer ist einer der meistverfilmten deutschen Autoren. Seine Bücher werden nach wie vor aufgelegt, sind quasi Dauerbrenner: Weltweit wurden insgesamt mehr als 30 Millionen Ganghofer-Werke verkauft.
Keiner hat Seelenlage und Träume der Deutschen so getroffen und das Bild Bayerns so nachhaltig geformt wie dieses sonnige Gemüt, das 1855 im Allgäu das Licht der Welt erblickte. Genauer gesagt in Kaufbeuren, als Sohn eines Försters." (www.br-online.de)

Werke

"Die historischen Romane des erfolgreichsten Autors auf diesem Gebiet, Ludwig Ganghofer, geben geradezu vorbildlich die Problematik der wilhelminischen Epoche wiede ... (Frank Westenfelder: Genese, Problematik und Wirkung nationalsozialistischer Literatur am Beispiel des historischen Romans zwischen 1890 und 1945, Frankfurt, Bern, New York, Paris 1989)
"Die Romane von Ludwig Ganghofer erzählen Schicksale und Erlebnisse aus der bayrischen Alpenwelt. Mit seinen Romanen und Erzählungen wurde er einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller der Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Man kann sagen, dass er ein Bestseller-Autor war." (Jürgen Kühne)

Fundstelle

Der Wald als Metapher:

"Wie still dieser Wald! Wie schön in seinem Schweigen!"
Zwischen den Wurzeln einer mächtigen Fichte ließ sich der Einsame zur Ruhe nieder. So saß er, den Kopf an den Stamm gelehnt, die Hände um das Knie geschlungen. Lächelnd, als wäre die Ruhe und das Nimmerdenken über ihn gekommen, staunte er träumend hinein in die wundersame Stille. Kein Halm zu seinen Füßen und kein Zweig zu seinen Häupten bewegte sich. Auch nicht der leiseste Lufthauch atmete durch den Wald. Stark und ruhig stiegen die hundertjährigen Bäume zum Himmel auf, jeder ein König in seiner sturmerprobten Kraft. Alle kleinen, niederen Gewächse waren verkümmert und gestorben im Schatten dieser Großen; sie allein bestanden, und bescheidenes Moos nur webte zwischen ihren weitgespannten Wurzeln seinen grünen Samt über Grund und Steine. Sogar vom eigenen Leibe hatten die Riesen alle niedrigstehenden Äste abgestoßen und gesundes, saftiges Leben nur den strebenden Zweigen bewahrt, die sich aufwärts streckten bis zur Höhe des Lichtes. Das flutete goldleuchtend um die Wipfel her, ließ selten einen verlorenen Schimmer niedergleiten in den Schatten, der zwischen den braunen Stämmen lag, und dort nur, wo der Grund zu steigen anfing, brach es, einer Lichtung folgend, mit breiter brennender Welle quer durch den Wald.
"Wer das so könnte wie der Wald: alles Schwächliche und Niedrige von sich abstoßen, nur bestehen lassen, was stark ist und gesund! So stolz und aufrecht hinaussteigen über den Schatten der Tiefe und die Helle suchen, die hohen, reinen Lüfte! Wer das so könnte!"

Aus Ludwig Ganghofer: Das Schweigen im Walde (1899)


Zum Vergleich: Elias Canetti: Massensymbole der Nationen



Siehe auch