Gender Mainstreaming

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Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.


http://www.gender-mainstreaming.net/; 09.03.2006

Inhaltsverzeichnis

Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag

Einmal jährlich findet der Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag statt, der Schülerinnen einen Einblick in Technik, IT, Handwerk, Ingenieur- und Naturwissenschaften ermöglichen soll.

Boy's Day - Jungen-Zukunftstag

Der Boys' Day findet gleichzeitig mit dem Girls' Day statt.

Neue Wege für Jungs

  • Neue Wege für Jungs unterstützt Initiativen und Projekte, die sich mit dem Thema jungengerechte Berufs- und Lebensplanung beschäftigen. Das bundesweite Projekt richtet sich an Lehrkräfte, soziale Fachkräfte, Fachkräfte der Jugendarbeit, berufsberatende sowie Eltern. Der Wettbewerb möchte Sie auffordern, Jungen in ihrer Berufs- und Lebensplanung zu begleiten."

Mädchen

Dieses Planspiel das vom Bildungswerk der hessischen Wirtschaft e.V. entwickelt und kostenfrei abgegeben wird, bietet Mädchen die Möglichkeit sich spielerisch mit Berufs- und Lebensplanung auseinanderzusetzen.

ist ein Projekt der bfz Bildungsforschung, das Mädchen und junge Frauen an die neuen IT-Berufe heranführen will. An dem Projekt nehmen pro Jahr ca. 60 Mädchen der 8./9. Klasse Realschule, der 9./10. Klasse Wirtschaftsschule sowie der 9./12. Klasse Gymnasium teil. Es startete Anfang April 2001 mit einer geplanten Laufzeit von 6 Jahren. Das Projekt kooperiert eng mit mittelfränkischen Unternehmen, Nürnberger und Fürther Schulen sowie mit dem Arbeitsamt Nürnberg.

Jungen

Zunehmend gewinnt die besondere Förderung von Jungen neben der Förderung von Mädchen an Bedeutung. Seit einigen Jahren befassen sich deshalb Journalisten und Fachleute mit der Frage, ob die männlichen Jugendlichen in der Zwischenzeit die eigentlich benachteiligte Gruppe seien. In allen bedeutenden Zeitungen wird diese These behandelt, hier eine Liste:

  • Arme Jungs. Eine Aufsehen erregende These findet immer mehr Anhänger (Focus 23/2002)
  • Starke Jungs, arme Jungs. Naht die Männerdämmerung? (Stuttgarter Zeitung 28.4.2007)
  • Schule benachteiligt Jungs (Frankfurter Rundschau 28.4.2008)
  • Ü Lasst sie Männer sein. Jungen stehen im Schatten leistungsfähiger Mädchen. Es wird Zeit, ihnen zu helfen. (Die ZEIT 23.10.2008)

Ausführlicher wird das Thema im Buch "Die Jungenkatastrophe" behandelt.

"Jahrzehntelang galten Mädchen als das schwächere Geschlecht, jetzt haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Pädagogen und Eltern sorgen sich um die Männer von morgen, Forscher haben angefangen, die Jungenkatastrophe auszurufen. Zunehmend leiden Jungen und junge Männer an verschiedenerlei Defiziten und sind in allen Gesellschaftsbereichen schwer verunsichert. Das Buch analysiert und entwirft Perspektiven." (Klappentext, www.jungenkatastrope.de)
Mit ausführlicher Leseprobe

Hier einige Fakten, die die These stützen:

  • Die Jungen schreiben im Durchschnitt schlechtere Schulnoten und so bleiben mehr Jungen als Mädchen sitzen.
  • Auch einen höheren Hauptschulanteil, teils auch ohne Abschluss, kann in den letzten Jahren beobachtet werden.
  • Immer mehr Jungen brauchen therapeutische Hilfe.
  • Die PISA-Studie hat in den Risikogruppen mehr männliche als weibliche Jugendliche festgestellt: Es gibt mehr Defizite in der Lese-Kompetenz und in der Lese-Bereitschaft (PISA 2000). Selbst die höhere Medienkompetenz diene bei männlichen Jugendlichen weniger nützlichen Zielen als bei Mädchen. (PISA 2003)
  • In der Schule fallen männliche Jugendliche öfter als Störenfriede auf als Mädchen.

Als Gründe werden angeführt:

  • Die Erziehungsinstitutionen sind mehrheitlich weiblich besetzt, es fehlt an männlichen Erziehern und Lehrern im Primarbereich.
  • In der Schule ist das weibliche (Lern-)Verhalten zur Verhaltensnorm geworden, hinter die damit verbundenen Erwartungen fallen Jungs zurück.
  • Normaler männlicher Bewegungsdrang und wettbewerbsorientierte Verhaltensweisen werden als mutwillige Störung und Zeichen der Nicht-Anpassung gewertet.
  • Die Emanzipationsbewegung hat (habe) es geschafft, das männliches Verhalten als prinzipiell aggressiv wahrgenommen und vor daher negativ bewertet wird.

Was ist davon zu halten? Wie passt das mit den Alltags-Erfahrungen in der Schule zusammen?

Folgende Vorschläge werden gemacht:

  • Mehr "Bewegte Schule"
  • Mehr Sportunterricht spezielle für Jungs
  • Mehr männliche Erzieher und Lehrer
  • mehr Gelassenheit und Geduld im Schulalltag
  • klarere Regeln und mehr Kontrolle
  • Zumindest teilweise Aufhebung der Koedukation

Gender Mainstraeming im Unterricht

Unterrichtsideen

"Liebe Leserinnen und Leser, zugegeben, "geschlechtergerechter Unterricht" ist kein schöner Ausdruck. Aber kennen Sie einen eleganteren Namen für ganz bestimmte Herausforderungen an Schulen, die entlang der Geschlechtergrenzen verlaufen? Gemeint sind Jungen, die Bücher für Weiberkram halten, und Mädchen, die sich Informatik & Co. nicht zutrauen."

Unterrichtsreihe

Materialien

Zahlen und Fakten; (kostenfreie) Grafiken; Glossar ...

Denkanstöße

Elf Monate lang kreißte der Internationale Leichtathletikverband (IAAF), dann brachte er einen dürren Satz hervor: Caster SemenyaWikipedia-logo.png darf wieder starten. Die südafrikanische Läuferin und Weltmeisterin über 800 Meter, deren zweifelhafte Weiblichkeit im letzten Jahr für einige Aufregung gesorgt hatten, musste ungewöhnlich lange auf die Ergebnisse der angeordneten Geschlechtstests warten.

Linkliste

Mädchen-Links

Jungen-Links

  • Neue Wege für Jungs - "Bundesweites Netzwerk von Initiativen zur Berufswahl und Lebensplanung von Jungen"
"Neue Wege für Jungs startete im Frühjahr 2005 als bundesweites Pilotprojekt und will mehr regionale Angebote anregen, die sich speziell an Jungen als Schüler der Klassen 5 bis 10 richten und Fragen der Berufs- und Lebensplanung in adäquater jungengerechter Form aufgreifen. Das Service-Büro dient als Plattform für Dialog und Vernetzung und unterstützt Engagierte in Schule, Jugendarbeit und Berufsberatung bei der Umsetzung von Jungenangeboten.
Ziel ist es, Jungen neue Wege und vielfältige Perspektiven für ihre individuelle Berufs- und Lebensplanung aufzuzeigen." (Aus: http://www.neue-wege-fuer-jungs.de/neue_wege_fuer_jungs/das_projekt Das Projekt, 21.11.2005)

Links zum Gender Mainstreaming

Siehe auch