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Mascha Kaléko

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Berliner Gedenktafel in Berlin-Charlottenburg (Bleibtreustr. 10/11)

Mascha Kaléko (gebürtig Golda Malka Aufen, * 7. Juni 1907 im galizischen Chrzanów, Österreich-Ungarn, heute Polen; † 21. Januar 1975 in Zürich) war eine deutschsprachige, der Neuen Sachlichkeit zugerechnete Dichterin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

1907 geb. als Golda Malka Engel in Chrzanow, West-Galizien, eine Kleinstadt zwischen Kraków und Katowice, in der Nähe von Oswiecim – Auschwitz.

1914 mit den Eltern nach Deutschland ausgewandert, nach Zwischenstationen in Frankfurt/Main und Marburg/Lahn wird die Familie

1918 ansässig in Berlin. Dort absolviert Mascha Kaleko eine Bürolehre und findet erste Anerkennung als Lyrikerin

1930 Veröffentlichung erster Gedichte in Zeitungen und Zeitschriften, verfassen von Textern und Liedern für das Kabarett

1933 das erste Buch erscheint im Rowohlt-Verlag: Das lyrische Stenogrammheft

1934 das zweite Buch erscheint: Kleines Lesebuch für Große. Danach fällt ihre Literatur unter das Verdikt "unerwünschtes Schrifttum" und

1938 erfolgt die Emigration mit Ehemann und Sohn in die USA. Von jetzt an erscheinen ihre Gedichte in deutschsprachigen Emigranten-Zeitschriften und

1945 das dritte Buch Verse für Zeitgenossen im Schoenhof-Verlag.

1956 erfolgt die Neuausgabe der frühen Bücher bei Rowohlt und

1959 die Übersiedlung nach Israel. Es folgen ausgedehnte Reisen durch Europa.

1975 stirbt Mascha Kaleko in Zürich. Ihr Grab befindet sich auf dem Israelischen Friedhof Friesenberg in Zürich.

Zum 100. Geburtstag

  • Zum 100. Geburtstag von Mascha Kaleko am 7. Juni bietet der Deutsche Taschenbuch-Verlag ein Special an mit Biografie, Lesetipps und Gedichten als wöchentliches Podcast (mp3)
"Im Januar 1933 erscheint beim Rowohlt-Verlag das erste Buch der Dichterin Mascha Kaléko: "Das lyrische Stenogrammheft. Verse vom Alltag". Ihre Bücher sind nicht nur in den Dreißigerjahren kleine Bestseller. Doch ihre literarische Karriere wird durch den aufkommenden Nationalsozialismus jäh gestoppt. Als Jüdin, aber auch als selbständige Künstlerin passt Mascha Kaléko nicht in das Frauenbild der Nationalsozialisten." (www.dradio.de)
"Wieder ein Gedenktag? Ja, und kein überflüssiger: Am 7. Juni wäre Mascha Kaléko hundert Jahre alt geworden. Aber wer ist Mascha Kaléko?" (FAZ.NET, 07. Juni 2007)
Was wahrhaftig ist, wird nicht vergessen: Zum 100. Geburtstag der Dichterin Mascha Kaléko
Als ich ihr zum ersten Mal begegnete, in Zürich am 19. Juni 1968, hatte ich noch nie ihren Namen gehört, noch nie ein Gedicht von ihr gelesen. Unvorstellbar, von heute aus gesehen!" Von Gisela Zoch-Westphal (www.welt.de 2. Juni 2007)

Biografie und Werk

  • Mascha Kaleko: Biografie - Zitate - Werke - Links - Literatur (www.fembio.org - Frauen.Biographieforschung)
  • Mascha Kaleko - Biografie - Gedichte - Tagebucheinträge - Begegnungen
FrauenKulturArchiv (Germanistisches Seminar II · Philosophische Fakultät · Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), weitere Exilautorinnen: Irmgard Keun, Maria Leitner, Anna Seghers
"Mascha Kaléko wurde am 7. Juni 1907 in Galizien – damals noch einem Teil des k. und k. – geboren, in Chrzanów, einem Städtchen zwischen Kraków und Katowice, in der Nähe einer anderen Kleinstadt, die fünfunddreißig Jahre später berüchtigt wird: Oswiecim – Auschwitz. Sie heißt Golda Malka Engel und ist das erste Kind von Rozalia Chaja Reisel Aufen und Fischel Engel. Später sind weitere Kinder geboren." (Von Ruth Fruchtman) Gekürzte Fassung aus:Britta Jürgs (Hg.): Leider hab ich's Fliegen ganz verlernt. Portraits von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen der Neuen Sachlichkeit. Berlin: AvivA Verlag, 2000. (www.berlin-judentum.de)
"20 Jahre hat die Lyrikerin Mascha Kaléko in Berlin gelebt. In den goldenen 20iger Jahren war sie der aufgehende Stern am Berliner Literaturhimmel und verkehrte – wie Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Walter Mehring, Klabund und viele andere – im Romanischen Café an der Gedächtniskirche. In einfachen Verhältnissen war sie im Scheunenviertel aufgewachsen, hatte eine Bürolehre absolviert, bevor sie bekannt wurde." (www.berlin-juedisch.de)

Linkliste

Siehe auch