Mediensozialisation

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Was ändert sich durch das Social Web in den Bereichen?


Inhaltsverzeichnis

Beziehungsmanagement - soziale Integration

Die Angebote der Social Web, wie zum Beispiel Netzwerk- oder Viedeoplattformen, Instant Massaging Dienste, Weblogs und Wikis haben einen hohen Stellenwert in dem Medienrepertoire und im Alltag der Jugendlichen eingenommen. Sie bieten umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdarstellung, Partizipation, Vernetzung und zur Beziehungspflege, auch wenn einige Angebote hohe Risiken bergen.

Entwicklungsaufgaben verbinden Individuum und Umwelt, setzten kulturelle Anforderungen mit individueller Leistungsfähigkeit in Beziehung und betonen die „Agency“ von Individuen. So wird Jugendlichen eine aktive Rolle bei der Gestaltung der eigenen Entwicklung beigemessen. Aufwachsen bedeutet also ab jetzt auch Identitäten „spielen“ zu können.

Mittlerweile durchdringen Medien nahezu alle Alltagskontexte in hohem Maße und prägen so auch die Lebensführung der Jugendlichen. So beeinflussen mediale Veränderungen in der Kommunikation auch die soziale Organisation der Gesellschaft. Das Netzwerk ist zu einer dominanten Sozialgestallt geworden und eine vernetzte Identität zu einem gesellschaftlichen Leitbild. Mit dieser Sozialgestalt kongruiert der Prozess des „Vernetzen“ und so des Knüpfens und Pflegens von sozialen Beziehungen. Beziehungs- und soziale Integrationsstrukturen werden nicht nur vereinfacht, sondern auch willkürlich.

Identitätsmanagement - Selbstdarstellung

Selbstdarstellung ist eine Inszenierungsstrategie, um ein bestimmtes Ansehen bei Mitmenschen zu erlangen. Das Identitätsmanagement spielt sich für Jugendliche und Heranwachsende vor allem in Plattformen wie SchülerVZ, StudiVZ usw. ab. Das Profil, welches ein jeder Nutzer in diesen Sozialen Netwerken erstellen kann, dient zur Selbstdarstellung. Es können Fotos hochgeladen werden, ein Steckbrief ausgefüllt werden, welcher Aussagen über Hobbies, Lieblingsfilme, Lieblingsmusik und andere Interessen macht. Selbst die religiöse und /oder poltische Einstellung kann angegeben werden. Der Jugendliche oder Heranwachsende kann sozusagen seine Identität aktiv selbst bestimmen, darstellen und mit ihr in gewisser Weise "spielen". Der Jugendliche oder Heranwachsende stellt sich bewusst in dieses oder jenes Licht und trifft eine Selbstdarstellung. Durch das Beitreten in Gruppen in z.B. in Facebook kann eine soziale Zugehörigkeit entstehen.

Informationsmanagement - Verbindung des Individuums mit der Umwelt

Das Web 2.0 bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit Informationen aus dem Internet schnell und "zuverlässig" abzurufen. Die Informationsbeschaffung erzeugt eine größere Vergleichbarkeit, da auf diesem Weg viele Informationen in kürzester Zeit erschlossen werden können.

Freizeitgestaltung

  • Musikplattformen nutzen (YouTube)
  • Schaffen von eigenen Inhalten
  • social gaming
  • Rollenspiele
  • Häufigkeit der Nutzung verschiedener Social Web-Angebote (Tabelle)