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Kurzinfo
Unterrichtsmethoden
Auf dieser Seite geht es um Unterrichtsmethoden bzw. Arbeitstechniken im Unterricht.

Inhaltsverzeichnis

Egg-Race/Robinsonade

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine überschaubare Problemstellung, die Rahmenbedingungen (Verhaltensregeln und zu verwendende Materialien) werden geklärt, die Gruppen planen ihr Vorgehen, nach Rücksprache mit dem Lehrer (Sicherheitsaspekte) erhalten sie das nötige Material und führen ihr Experiment durch (Modifikationen zur Optimierung sind erlaubt), Vorgehensweisen und Ergebnisse werden vorgestellt,

Der entscheidende Unterschied zu Experimenten mit vorweggenommener Planung liegt darin, dass die Planungsphase in die Gruppenarbeit verlegt wird. Mögliche „Fehlplanungen“ werden bei der Egg Race Methode nicht vorab ausgeschlossen, so dass die Schülerinnen und Schüler auch Wege beschreiten können, die eventuell nicht oder nur teilweise zu einer Lösung des Problems führen. Da sie im weiteren Verlauf ihre Vorgehensweise eigenständig reflektieren und optimieren können, führen solche Fehlplanungen aber nicht zu Frustrationen. Insgesamt haben Egg Races nach unserer Erfahrung folgende Vorzüge:

  • Bau eines Feurlöschers
  • Einem Verdurstenden helfen (Destillation)
  • Mit Lösungswärme erhitzen
  • Wie viel Gas entsteht aus einer Brausetablette?
  • Warum sprudelt Brause?
  • PDF-Dokument mit Informationen zu Egg-Races und 17 Beispielen.

Gruppenarbeit

→ Gruppenarbeit

Unterricht in (Klein-)Gruppen: Teamwork ist "in", heute muss man in Teams arbeiten! Auch im Unterricht sind Team- beziehungsweise Gruppenarbeiten angesagt. Damit Gruppenarbeiten im Unterricht echte Gruppenarbeiten sind und einen positiven Effekt haben können, braucht es gute Planung und gründliche Vorbereitung. Für Interessierte: Eine fundierte Zuammenstellung zur Wirkung von Gruppen im Klassenunterricht findet sich bei Elisabeth Cohen, Restructuring the Classroom: Conditions for Productive Small Groups. Review of Educational Research, Spring 1994, Vol. 64, No. 1, pp. 1-35.

  • Graphit, Diamant und Fullerene
  • Stereoisomere
  • Somatostatin

Gruppenpuzzle - Lernen durch Lehren

→ Gruppenpuzzle

Puzzle-Unterricht ist eine Kombination von Gruppenarbeit und autonomem Lernen: Der zu behandelnde Stoff wird in einzelne, voneinander unabhängige Themen aufgeteilt. Jedes Thema wird von einer Expertengruppe bearbeitet. Anschließend werden die Expertengruppen aufgelöst und Unterrichtsgruppen gebildet. Jeder Themenbereich wird in der Unterrichtsgruppe von einem Experten den anderen vermittelt. Die Puzzle-Methode fördert die Eigenaktivität der Lernenden.

  • Anwendungen des chemischen Gleichgewichtes
  • Seifen und Waschmittel
  • Kernenergie
  • Experimental Evidence of the Basic Structure of the Atom
  • Edelgase
  • Erdalkalimetalle
  • Wirkung von Alkohol

Leitprogramme

Leitprogramme sind Texte zu selbständigen Bearbeitung. Die Unterlagen sind so geschrieben, dass die Schüler damit allein arbeiten können - in ihrem Tempo, das sie selber festlegen. Der Chemielehrer wird den Schülern mitteilen, wie viel Zeit für die Arbeit in der Schule zur Verfügung steht. Für die meisten Schüler wird sie ausreichen, die anderen müssen den Rest zu Hause erledigen.

Prüfungsstoff sind nur die ersten Kapitel (das sogenannte „Fundamentum“). Die restlichen Kapitel (das „Additum“) sind für diejenigen gedacht, die besonders schnell vorwärts kommen oder besonders interessiert sind. Sie sind nicht obligatorisch - aber nützlich, da sie zum besseren Verständnis beitragen.

Atombau
  • Atombau
  • Quantenchemie
Bindungslehre
  • Anorg. Stoffe, Bindungen & Reaktionen
Reaktionslehre
  • Gleichgewicht
  • pH berechnen
  • Stöchiometrie
Organische Chemie
Anwendungen
  • Ozon
  • Waschmittel
  • Farbige Stoffe

Lernaufgabe

Die Lernaufgabe ist ein wichtiges didaktisches Instrument in der modernen Unterrichtsführung. Die Lehrerin gibt während der Stunde eine schriftliche Aufgabe vor. Diese ist so gestellt, dass die Schüler während der Bearbeitung etwas Neues lernen. Deshalb Lernaufgabe. Die Lernaufgabe können Sie sich auch so vorstellen: Die erste Hälfte unterrichten Sie. Die andere Hälfte erarbeiten die Schüler selber aufgrund einer schriftlich verteilten Aufgabe für Individuen oder Kleingruppen. Die Lernaufgabe ist somit keine Anwendungsaufgabe, keine eingekleidete Aufgabe, keine Übungsaufgabe und keine Transferaufgabe. Sie wird in der Regel nicht benotet. (K. Frey, Allgemeine Didaktik)

  • Massenwirkungsgesetz
  • Verhältnisformeln von Salzen
  • Periodensystem
  • Reaktionsgleichungen
  • Schalenmodell des Atoms
  • Van der Waals - Kräfte
  • Alpha-Zerfall
  • Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentration
  • Redoxreihe
  • Säure-Base-Paare

Starter-Methode

Die Methode wurde von J. Schönherr für den Physik-Unterricht entwickelt. Mit Bezug auf Martin WagenscheinWikipedia-logo.png schlägt Schönherr eine methodische Inszenierung vor, die darauf abzielt, von der genauen Beobachtung eines Phänomens oder eines Experimentes zur Entwicklung eines naturwissenschaftlichen Konzeptes zu gelangen. Die Schüler übernehmen dabei - unter klaren methodischen Vorgaben - eine Art Forscherolle.

Genauere Informationen und ein Beispiel in Naturwissenschaftliches Arbeiten, Friedrich-Verlag, Bestellnummer 92366 ... enthält Ergebnisse aus dem Sinus-Projekt.

Stationenlernen/Lernzirkel

→ Stationenlernen und Lernzirkel

Sie wollen Kompetenzen aus den Bereichen Fachwissen, Erkenntnisgewinnung (experimentelle Untersuchungsmethoden nutzen), Kommunikation (Informationen fachbezogen erschließen und austauschen) und Bewertung (chemische Sachverhalte in verschiedenen Kontexten erkennen und bewerten) vermitteln.

Die Schüler bearbeiten Pflichtstationen und können auch zusätzliche Stationen bearbeiten.

  • Stoffeigenschaften
  • Luft
  • Stofftrennung
  • Metalle
  • Halogene
  • Waschmittel
  • Rotkohl bleibt Rotkohl

Selbstlern-Einheiten am Computer

Der Computer bietet den Vorteil der Interaktivität. Die Schüler können über die Reihenfolge der Bearbeitung entscheiden oder verschiedene virtuelle Experimente durchführen. Außerdem können am Computer Simulationen oder Filme von Live- oder Modell-Experimente gezeigt werden

Fragen kann am Computer eigenständig nachgegangen werden, Referate und Hausarbeiten durch Quellen und Medien verbessert werden. Die freie Arbeit bietet aber auch Risiken. Hausaufgabenseiten bieten Hausarbeiten zum download.

Orientierung für Schüler bei Fragen zur Schulchemie, Hausaufgaben und zu internetunterstützten Arbeiten bietet das Netchemie Forum.

Kleinmethoden

Einige Ideen, wie kleinere Unterrichtsinhalte erarbeitet werden können, z.B. im Rahmen von Chemie im Kontext

Schülerexperimente mit Beantwortung von Fragen
Zu einzelnen Experimenten werden Beobachtungsfragen gestellt, die dann mit Hilfe des Buches gedeutet werden können.
Experimentalvorträge
Jede Schülergruppe bereitet ein Experiment vor und stellt es den anderen Schüler vor. Zu der Vorstellung gehören Hinweise auf die wichtigsten Beobachtungen und deren Deutung. Es muss auch auf Sicherheitsregeln hingewiesen werden.
Internet-Recherche zu Erweiterungsaufgaben
Passend zum behandelten Thema können Aufgaben gestellt werden, die eine Recherche nötig machen. Damit sollte man bei niedrigeren Klassen konkrete Hinweise geben, was sie suchen sollen (Welche Gefahren gehen aus von ..., Wie kann man XYZ verwerten ..., ...)
Puzzeln
Die Informationen sind auf Einzelzettel verteilt und müssen sinnvoll zusammengesetzt werden. Beispiele: Statt einfach aus einem Buch eine Rechnung abzuschreiben, werden die einzelnen Rechenschritte auf Kärtchen verteilt und müssen in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Satzschnipsel müssen zusammen gebracht werden.
Lückentexte
Sätze müssen um vorgegebene Worte ergänzt werden.
Kreuzworträtsel
Neue und bekannte Begriffe sind gemischt in einem Kreuzworträtsel untergebracht. Die bekannten Begriffe helfen, die neuen einzusortieren.
Präsentation
Vorstellung eines behandelten Themas.
Spickzettel
Lerninhalte müssen möglichst kurz aufgeschrieben werden.
Rollenspiele
Vorbereitung eines Diskussion, indem man Argumente suchen muss.
Mindmap
Erstellen einer Mindmap aus einem gegebenen Text.

Siehe auch