EduCamp in Hattingen 2016, #echat16

Open Educational Resources

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
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OER-Logo der UNESCO
Deutsche Version des OER-Logos der UNESCO

Offene Bildungsinhalte ist im engeren Sinne die deutsche Übersetzung von Open Educational Resources (OER) und bedeutet im weiteren Sinne, dass Bildungsinhalte offen in einem doppelten Sinne sind: Sie sind frei zugänglich und dürfen frei verwendet werden. Weitere konkurrierende Begriffe sind Freie Lern- und Lehrressourcen und dergleichen.

Offene Bildungsinhalte sind somit freie Inhalte, die für den Bildungsbereich erstellt werden bzw. wurden oder dafür geeignet sind.

Inhaltsverzeichnis

Freie Bildungsmedien für den eigenen Unterricht entdecken, erstellen und teilen

→ PH Heidelberg/Bausteine/OER

Open Education Matters: Why is it important to share content?

Beiträge zu einem Video-Wettbewerb zum Thema OER
Platz 1 (in deutscher Übersetzung) Platz 3
mit deutschen OER-Plattformen
Quelle: rpi-virtuell
mit deutschen Untertiteln

Einen Einstieg finden - Den Überblick behalten

OER Spickzettel

OER-Spickzettel – In Österreich wurde ein „Schummelzettel“ (PDF) (in Deutschland eher „Spickzettel“ genannt) entwickelt, mit dem Hintergrund und Basisinformationen zu OER in den Kollegien bekannt gemacht werden können. Etwas ähnliches soll auch hier im ZUM-Wiki entwickelt werden.

Publikationen

OER für alle!

Offene Bildungsressourcen (OER) in der Praxis

Erfahrungen und Meinungen

Michael Beurskens: Open Educational Ressources und Creative Commons

Auf der ZUM-Treffen 2013 hielt Dr. Michael Beurskens einen Beitrag zum Thema "Open Educational Ressources und Creative Commons – Was man wissen sollte…":

Sandra Schön: OERfahrungen von 1 bis 7

Die von Sandra Schön genannten Erfahrungen im Zusammenhang mit OER-Projekten lassen sich sicherlich auf viele bestehende Projekte wie z.B. auch das ZUM-Wiki und die Wikis der Wiki-Family auf ZUM.de übertragen.

Martin Ebner: Freie Bildungsmaterialien - wesentlicher Bestandteil der Bildungseinrichtungen von morgen

Vortrag
Freie Bildungsmaterialien - wesentlicher Bestandteil der Bildungseinrichtungen von morgen - von Martin Ebner, 20. Mai 2012, Vortrag im Rahmen der Woche "Freie Bildung" (TU Graz)
Folien
Freie Bildungsmaterialien - wesentlicher Bestandteil der Bildungseinrichtungen von morgen - von Martin Ebner, 20. Mai 2012, Vortrag im Rahmen der Woche "Freie Bildung"
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Informationen hierzu im E-Learning-Blog (e-Learning an der Technischen Universität Graz)

Offene Bildungsinhalte auf ZUM.de

Offene Bildungsinhalte in der ZUM-Classic (www.zum.de)

Von Anfang an (also seit 1997) haben Autorinnen und Autoren auf www.zum.de Inhalte für schulische Zwecke kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies gilt so für die meisten Inhalte auf www.zum.de, für die jeweiligen Autorinnen und Autoren selbst verantwortlich sind und für die sie auch die Nutzungsbedingungen festlegen, nach wie vor.

Als Reaktion auf die öffentliche Diskussion um offene Bildungsinhalte (Open Educational Resources, OER) sowie um die damit in Verbindung stehenden Lizenzformen der Creative Commons haben einzelne Autoren ihre Inhalte jetzt explizit als offene Bildungsinhalte unter CC-BY-SA 3 icon 88x31.png gekennzeichnet:

Offene Bildungsinhalte im ZUM-Wiki

Ein Wiki bietet durch die Kopplung von Inhalte-Seite und Diskussionsseite gute Möglichkeiten OERs zu produzieren und den Verbesserungsprozess via Diskussionsseite zu koordinieren.

OERs in Wikis können aus einzelnen editierbaren Wiki-Seiten oder einer Zusammenstellung von miteinander verknüpften Seiten bestehen. Außerdem können Dateien zum Download angeboten werden.

Dateien, z.B. im PDF-Format, können als Kopiervorlagen für Arbeitsblätter oder für Folien dienen und lassen sich so sinnvoll im Unterricht einsetzen. Das PDF-Format ist nicht "offen", d. h. PDF-Dateien sind nicht ohne weiteres editierbar. Deshalb gibt es im ZUM-Wiki auch die Möglichkeit, Dateien in den offenen Formaten ODF, ODT hochzuladen.

Ein Upload des häufigsten Textverarbeitungsformats DOC, also die Verwendung von Word-Dateien, ist im ZUM-Wiki nicht erlaubt, da Sicherheitsrisiken durch Makroviren nicht auszuschließen sind. - Entsprechend sind auch andere Microsoft Office-Formate nicht zugelassen. - Dies sollte aber kein großer Hinderungsgrund sein, da alle Microsoft Office-Dateien leicht mit OpenOffice.org bzw. dem etwas meist aktuelleren LibreOffice in freie, hier zulässige Formate umgewandelt werden können.

Im Sinne einer möglichen Weiterbearbeitung von Inhalten ist es grundsätzlich auch vorzuziehen, wenn Inhalte direkt in ZUM-Wiki-Seiten eingefügt und nicht als Dateien hochgeladen werden. Denn eine ZUM-Wiki-Seite kann jederzeit leicht weiter bearbeitet werden, was so für z.B. eine hochgeladenes Arbeitsblatt nicht gilt. Und mit Hilfe der Druckfunktion lässt sich auch jede ZUM-Wiki-Seite ausdrucken, also auch als Arbeitsblatt verwenden oder leicht dahin verwandeln.

Ein paar passende Seiten CC-BY-SA 3 icon 88x31.png


Offene Bildungsinhalte finden

Eine umfassende Liste aller offenen - im Internet verfügbaren - Bildungsinhalte zu erstellen, ist alleine deshalb unmöglich, weil fortlaufend neue Inhalte hinzukommen und sicherlich auch die eine oder andere Seite aus dem Internet verschwindet. Die folgenden Listen dienen deshalb vorrangig folgenden Zielen:

  • Die Auflistung einiger OER-Adressen hilft, bewusst zu machen, wie viele offene Bildungsinhalte es schon gibt.
  • Die Auflistung erster OER-Adressen kann dazu zu führen, dass man über diese Adressen weitere offene Bildungsinhalte findet.
  • Die Auflistung dieser OER-Adressen ermutigt hoffentlich, selbst einen Beitrag zu offenen Bildungsinhalten zu leisten.

Lehrbuch für Lernen und Lehren mit neuen Technologien

Eine sympathische Vorstellung des Buches

Lexika und Enzyklopädien

Bilder und andere Medien

BilderHamster
Kostenlose Bilder (nicht nur) für den Unterricht!
Public Domain
Pixabay
CC0, Public Domain
"Über 270.000 kostenlose Fotos, Vektoren und Illustrationen
Hochwertige, kostenlose Bilder zu finden ist nicht einfach - wegen Urheber- und Lizenzrechten, erforderlicher Quellenangabe oder einfach wegen mangelnder Qualität. Daher haben wir Pixabay ins Leben gerufen, eine Community zum Teilen von brillianten Public Domain Bildern. Deine Quelle für freie Vektorgrafiken, freie Zeichnungen und freie Fotos. Du kannst alle Pixabay-Bilder kostenlos und ohne Quellenangabe für private und kommerzielle Zwecke verwenden - sowohl online als auch für Printmedien."
iconset:simplicio (iconfinder.com)
Simplicio: A Free Icon Set (smashingmagazine.com)
Wikimedia Commons - commons.wikimedia.org
Wikipedia:Public-Domain-BilderquellenWikipedia-logo.png

Texte

"Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt Deutsches Textarchiv (DTA) der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) hat sich zum Ziel gesetzt, einen disziplinübergreifenden Kernbestand deutschsprachiger Texte aus der Zeit von ca. 1650 bis 1900 nach den Erstausgaben zu digitalisieren und als linguistisch annotiertes Volltextkorpus im Internet bereitzustellen. In der ersten Projektphase (2007-2010) sollen ca. 650 Werke aus der Zeit von 1780-1900 digitalisiert werden. In der zweiten Projektphase (2010-2014) soll das Deutsche Textarchiv um Werke aus der Zeit von 1650-1780 erweitert werden.
Der Zugang zu den Volltexten auf dieser Webpräsenz ist für jedermann frei unter der CC-BY-NC Lizenz, die Texte stehen sowohl im HMTL Format als auch in einem XML TEI P5 Format zum Download zur Verfügung." [1]
  • Wikisource – gemeinfreie Texte werden auf der Grundlage eingescannter Ausgaben erfasst und unter CC-BY-SA-Lizenz bereitgehalten; Schwesterprojekt von Wikipedia

Angebote für einzelne Fächer

Biologie

→ Biologie

Deutsch

→ Deutsch

Geschichte

→ Geschichte

Mathematik

→ Mathematik

Angebote für verschiedene Unterrichtsfächer

Freie Inhalte im Internet (eine Auswahl)

Kompetenzorientierung

Lehrer- und Bildungs-Blogs

Listen mit Adressen offener Bildungsinhalte

Diskussion um OER und offene Bildungsinhalte

Eine gängige OER-Definition

Open Educational Resources (kurz OER(s)) sind wie folgt definiert: "OER are teaching, learning and research resources that reside in the public domain or have been released under an intellectual property license that permits their free use or re-purposing by others. Open educational resources include full courses, course materials, modules, textbooks, streaming videos, tests, software, and any other tools, materials or techniques used to support access to knowledge."[1]

Stuttgarter Erklärung (2007)

Zielsetzungen des Bildungsbündnisses Open-Content

Um die Potenziale von Open Content im Land zu nutzen, möchte das Bildungsbündnis Open-Content Baden-Württemberg in Zukunft verstärkt:

  • die Öffentlichkeit sowie relevante Institutionen und EntscheiderInnen für das Thema Open-Content sensibilisieren,
  • die rechtlichen Rahmenbedingungen für die legale Nutzung bildungsrelevanter Inhalte aus dem Internet mit gestalten,
  • Projekte initiieren, welche – insbesondere im Bildungsbereich – die Potenziale von Open-Content nutzen,
  • Bildungsinhalte für informelle und formale Bildungsprozesse verfügbar machen und damit insbesondere auch das lebenslange Lernen in der Wissensgesellschaft fördern,
  • wirtschaftliche Chancen von Open-Content-basierten Distributions- und Nutzungsmodellen aufzeigen,
  • die Verbreitung und den Einsatz von Open-Content-Lizenzmodellen in den beteiligten Institutionen fördern und im Rahmen ihrer Möglichkeiten Bildungsinhalte als Open-Content anbieten,
  • den Dialog mit Institutionen aus anderen Bundesländern, des Bundes und auch auf inter-nationaler Ebene suchen, um die Idee von Open-Content bundesweit und international voranzutreiben und Open-Content-Initiativen zu vernetzen.

[...]


Stuttgarter Erklärung - März 2007 (Bildungsbündnis Open-Content), zitiert: 28.12.2011, Lizenz: CC BY

Kapstadt Open Education Declaration (2008)

Die Kapstadt Open Education Declaration (The Cap Town Open Education Declaration) wurde am 22. Januar 2008 veröffentlicht.

German Translation


Kapstadt Open Education Declaration

Gemeinsam das Potenzial von "Open Educational Resources (OER)" realisieren

Wir stehen am Beginn einer globalen Revolution, welche die Art und Weise auf die wir lehren und lernen grundlegend verändern wird. Lehrer und Professoren in der ganzen Welt habe bereits eine überwältigende Menge von frei zugänglichen Bildungsmaterialien im Internet veröffentlicht, als so genannte Open Educational Resources ( OER). Sie verfolgen das Ziel, Bildung und Wissen unbeschränkt verfügbar zu machen. Diese Entwicklung geht einher mit der Einführung neuer pädagogischer Ansätze, bei denen sich Lehrende und Lernende in einem gleichberechtigten Prozess gemeinsam Wissen erschließen.

Die noch junge "Open Education" Bewegung verbindet die alte Tradition Wissen und Ideen gemeinsam zu entwickeln und auszutauschen mit den neuen Möglichkeiten der Vernetzung und Interaktivität, die das Internet bietet. Sie basiert auf dem Grundprinzip, dass jeder die Freiheit haben sollte, Bildungsmaterialien zu nutzen, zu verändern, verbessern und weiterzugeben – ohne Einschränkungen. Professoren, Lehrer, Studenten und viele mehr arbeiten gemeinsam in dieser weltweiten Initiative, mit dem Ziel möglichst vielen Menschen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Die stetig wachsende Sammlung von "Open Educational Resources" bildet die Grundlage für diese Entwicklung. Sie umfasst frei lizensierte Lehrmaterialien, Unterrichtsvorschläge und Erfahrungsberichte, Lehrbücher, Spiele, Computersoftware, und andere Materialien, die Lehre und Lernen unterstützen. Durch OER erhalten mehr Menschen Zugang zu Bildung, insbesondere dort, wo finanzielle Einschränkungen dies sonst verhindern. OER bilden die Basis für eine partizipative Lernkultur, welche auf die Bedürfnisse der modernen Wissensgesellschaft zugeschnitten sind.

Die Idee von "Open Education" führt noch weiter. Sie fördert den Zugang zu Technologie, unterstützt kollaboratives Lernen, und bietet darüber hinaus neue Möglichkeiten erlangtes Wissen zu prüfen, testen, und nachzuweisen. Es ist wichtig, die Vision von frei zugänglicher Bildung zu realisieren, zu verstehen und zu fördern. "Open Education" wird die bestehende Bildungslandschaft absehbar grundlegend verändern.

Selbstverständlich sind auf diesem Weg noch einige Hürden zu bewältigen. Zu wenige Lehrer wissen von den neuen Möglichkeiten und Entwicklungen. Regierungen, Universitäten und Schulen sind nicht überzeugt, dass grundlegende Veränderung von Lehre und Lernennötig sind. Die rechtlichen Optionen für eine freie Lizenzvergabe sind verwirrend und zum Teil nicht kompatibel. Die größte Barriere jedoch ist die digitaleKluft: der fehlende Zugang zu Computern und dem Internet für Menschen in weiten Teilen der Welt.

Diese Probleme können nur gelöst werden, wenn wir zusammen arbeiten. Wir laden deshalb Lehrer, Ausbilder, Professoren, Trainer, Autoren, Schulen, Fachhochschulen, Universitäten, Verlage und Verleger, Gewerkschaften, Autorenverbände, Politiker, Regierungen, Stiftungen und andere herzlich ein, unsere Vision einer neuenBildungsgesellschaft zu teilen und die folgenden drei Strategien zu unterstützen und zu verbreiten, um das Potenzial frei zugänglicher Bildungsmaterialien voll auszuschöpfen:

  1. Lehrende, Schüler und Studenten: Wir ermuntern Lehrende (Professoren, Dozenten, Lehrer etc.) und Studierende, aktive Teilnehmer der "Open Education"-Bewegung zu werden. Teilnehmen bedeutet: frei zugängliche Bildungsmaterialien zu erstellen, benutzen, oder zu verbessern; Praktiken umzusetzen, die auf offener Kollaboration und gemeinsamer Erschließung von Wissen als Teil der Lehre basieren; Freunde und Kollegen einzuladen, an der Bewegung teilzunehmen. Die Erstellung und Nutzung von frei zugänglichenBildungsmaterialien sollte als integraler Teil von Bildung anerkannt werden.
  2. Frei zugängliche Bildungsmaterialien: Wir regen die Autoren und Verleger von Bildungsmaterialien dazu an, ihre Ressourcen frei zugänglich zu machen. Lizenzbedingungen sollten die Nutzung, Veränderung, Übersetzung, Verbesserung, und Weitergabe des Materials ermöglichen. Es soll in technischen Formaten bereitgestellt werden, welche die Verwirklichung dieser Möglichkeiten unterstützen, und Nutzern verschiedener Computersysteme zugänglich sind. So weit möglich, sollten die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigt werden. Idealerweise sollten auch Nutzer ohne Internet einbezogen werden.
  3. Richtlinien und Politik: Regierungen, Verwaltungen, Schulen und Universitäten sollen frei zugängliche Bildungsmaterialien zu einem Thema mit Priorität machen. Bildungsmaterialien, die mit Hilfe von Steuergeldern erstellt werden, sollten offen zugänglich sein. Bei der Auswahl anerkannter Lehrmaterialien für den Unterricht und die Lehre, sollen "Open Educational Resources" Vorzug finden. Bildungseinrichtungen sollen aktiv frei zugängliche Materialien fördern und ihre Relevanz hervorheben.

Diese Forderungen sind kein Selbstzweck, sondern sind Teil einer sinnvollen und wichtigen Investition in die Bildung im 21. Jahrhundert. Sie helfen die Kosten von Lehrbüchern zu senken und Gelder für Verbesserungen des Bildungssystems freizumachen. Sie bieten Lehrern und Professoren neue Möglichkeiten , Wirkung und Einfluss ihrer Arbeit zu vergrößern. Sie verbessern die Art wie wir lehren und lernen und sie geben dem Lernenden eine zentrale und selbstbestimmte Rolle.

Tausende von Lehrern, Professoren, Studenten, Schülern, Autoren, Administratoren und Politikern haben die ersten Schritte getan. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, eine Bewegung ins Leben zu rufen, an der Millionen von Menschen, aus allen Teilen der Welt – den reichen und den armen Regionen – teilnehmen. Wir haben die Chance, gemeinsam mit Bildungspolitikern und Regierungen die Rahmenbedingungen zur Realisierung der greifbaren Möglichkeiten zu schaffen. Wir haben die Chance, Unternehmer und Verleger bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu unterstützen. Wir haben die Chance einer neue Generation von Schülern und Studenten die Möglichkeit zu geben ihre Bildungsziele im Umgang mit frei zugänglichen Materialien zu verwirklichen, in einem Bildungssystem, in dem es normal sein wird, Wissen offen mit anderen zu teilen. Unsere wichtigste Chance jedoch ist es, das Leben von Millionen von Menschen zu verbessern, in dem wir den freien Zugang zu wichtigen und lokal relevantenBildungsmaterialen und - möglichkeiten verbessern.

Wir laden alle, die unsere Vision von frei zugänglicher Bildung teilen, herzlich ein, die Cape Town Open Education Declaration zu unterzeichnen und sich dadurch zur Unterstützung der drei oben aufgeführten Strategien zu bekennen. Des weiteren unterstützen wir alle Unterzeichner bei der Umsetzung von Strategien welche gleichsam die Ziele von frei zugänglicher Bildung verfolgen. Mit jedem, der sich dieser Erklärung anschliesst – und mit jedem Versuch, die Vision dieser Erklärung zu konkretisieren – nähern wir uns einer Welt, in der jeder Mensch unbeschränkten Zugang zu Bildung hat.

[Liste der Unterzeichner]


Kapstadt Open Education Declaration - German Translation

Siehe auch den folgenden Hinweis auf die Veröffentlichung dieser Erklärung:

Plädoyers für eine zentrale Sammlung offener Bildungsinhalte

Neben den Methoden und Erziehungsprinzipien müssen wir auch neue Inhalte bereitstellen. [...] Ich stelle mir eine ganz stark erweiterte Wikipedia vor, die hochwertige Lehrmaterialien enthält. [...]

Wie kommen wir weiter? Ich habe nur noch die Idee, das mit einer riesigen Open-Source-Wele zu schaffen. So wie bei der Wikipedia müssen es viele Tausend Helfer in globaler Zusammenarbeit schaffen. Es muss alles erst angefangen und ausprobiert werden. [...]

Ich bin ganz sicher, dass das Wissen der Welt noch einmal als ein Projekt wie Linux oder Wikipedia gestartet werden muss. ein paar leute denken sich ein tragfähiges Konzept für die Plattform aus, wie alle Spiele, Videos und Lehrinhalte dort “eingehängt” werden sollen. Es muss ein System gefunden werden, wie die Nutzung der Inhalte bezahlt werden kann (“zehn Cent für diese Seite”). und dann los! Wenn erst genug Inhalte da sind, kann man die Plattform immer noch ändern und überdenken.


Gunter Dueck: “Professionelle Intelligenz. Worauf es morgen ankommt”, Frankfurt 2011, Unterkapitel “Internetportale Open Source”, S.250ff.

Langfristig geht es um [...] ein Hinwirken auf eine grundsätzliche Ausrichtung des deutschen Bildungssytems auf offene Bildungsansätze, wie sie in der Kapstadt Open Education Declaration formuliert sind, wobei diese nicht nur für die schulische Bildung gelten dürfen, sondern auch für universitäre Kontexte zur Selbstverständlichkeit werden müssen. Dabei ist durchaus die Vernetzung mit der OpenAccess-Bewegung wünschenswert.

Herr Larbig: #OER - Offene Bildungsmedien: Ich will Taten sehen, 8.11.2011

Offene Diskussion über offene Bildungsinhalte (OER)

Siehe:

OER bieten heute weit besser als kommerzielle Bildungsmedien (immer noch vor allem Schulbücher) die Chance, Schüler/innen (und auf die kommt es schließlich an!) zum Lernen mit digitalen Medien anzuleiten. Sie können digital verfügbare Lernmaterialien nicht nur selbstgesteuert bearbeiten und selbst recherchieren, sondern auch selbst erstellen und (so schwer ist der richtige Umgang mit den Urheberrechten nicht) auch z.B. in Blogs oder Wikis öffentlich machen. Hier liegt die Chance zu einer Veränderung der Lernkultur hin zu offeneren Unterrichtsformen.

Christoph Pallaske in: #OER brauchen Zeit; (kurze) Eindrücke vom OER Camp Köln 2013, 21.9.2013

Visionen

Visionen, wie Lehrer/innen-Alltag mit offenen Bildungsinhalten aussehen könnte

Lizenzierung offener Bildungsinhalte

Leitfäden

Fallstrick NC

Dieser Comic erklärt, warum Commons "noncommercial"-Lizenzen nicht akzeptiert. Klicke, um das Bild in voller Größe zu sehen.

Fallstrick NC

Wer mit CC Lizenzen wenig Erfahrungen hat, tendiert zunächst dazu eine Lizenz zu wählen, welche die NichtKommerzielle Nutzung beinhaltet. Dass sich daraus gerade im Zusammenhang mit Bildung deutliche Nachteile ergeben können, wird vielen Urhebern erst später klar. Dann ist es jedoch oft zu spät oder sogar unmöglich, die Lizenz noch zu ändern.

NichtKommerzielle CC Lizenzen (BY-NC, BY-NC-SA, BY-NC-ND) sollen vor allem verhindern, dass andere als der Urheber selbst, finanziellen Gewinn aus entsprechend lizensierten Materialien schlagen. Mit Bildungsmaterialien ist in der Regel nicht viel Geld zu machen wie typische Autorenhonorare zeigen. Wer seine Materialien ins Netz stellt, dass andere sie für ihre Bildungszwecke nutzen können, wird auch nicht mit einer großen finanziellen Ausbeute rechnen, sonst würde er sie direkt an einen Bildungsverlag verkaufen. Natürlich können mit dem Verzicht auf eine NichtKommerzielle Lizenz durchaus Dritte an fremden Materialien verdienen, doch reich werden sie damit nicht werden, so dass eine NichtKommerzielle Lizenz für die meisten Materialien kaum zu rechtfertigen wäre.

Viel schwerer wiegen allerdings die Nachteile, welche NichtKommerzielle Lizenzen für die Verbreitung und Weitergabe derart lizensierter Materialien mit sich bringen.

  • Viele Online Portale, welche Bildungsmaterialien gesammelt, verschlagwortet und durchsuchbar für Bildungszwecke anbieten, etwa typische Lehrerportale, finanzieren die Kosten für ihre Webseite über Werbebanner, gesponserte Links und ähnlich. Damit erhält die Nutzung der dort eingestellten Materialien einen kommerziellen Charakter. NichtKommerziell lizensierte Materialien können dort also nicht eingestellt und zur Weitergabe angeboten werden.
  • Soll eine DVD mit CC lizensierten Bildungsmaterialien zusammengestellt und zum Selbstkostenpreis abgegeben werden, so ist auch dieses nicht mit NichtKommerziell lizensierten Materialien möglich.

Fallstrick NC - auf CC-your-edu.de - von Daminan Duchamps; 27.12.2011

Kurzzusammenfassung

Während Open-Source-Lizenzen per Definition eine kommerzielle Nutzung der Software zulassen, entscheiden sich im größeren Kontext frei verfügbarer Inhalte viele Urheber, eine kommerzielle Nutzung explizit auszuschließen. Dies hat weitreichende Konsequenzen: So sind die so genannten Creative-Commons-NC-Lizenzen nicht kompatibel mit freien Wissensdatenbanken wie Wikipedia, offenen Medienarchiven und Open-Source-Projekten. Dabei bietet die für Open-Source-Lizenzen charakteristische Copyleft-Komponente in vielen Fällen gleichwertigen Schutz vor kommerzieller Ausbeutung, ohne die Freiheit des Werkes zu opfern.


»Freiheit mit Fallstricken: Creative-Commons-NC-Lizenzen und ihre Folgen« - Ein Artikel aus dem Open Source Jahrbuch 2006, Kapitel Freies Wissen und freie Inhalte im Internet. - von Erik Möller; 27.12.2011

Die Schlüsselprobleme von NC-Lizenzen sind:

  • Sie verursachen Inkompatibilität mit einer wachsenden Menge freier Inhalte, unabhängig davon, ob Sie als Urheber mit Derivaten oder Kompilationen einverstanden sind.
  • Sie schließen andere grundlegende Nutzungsarten aus, die Sie möglicherweise zulassen möchten.
  • Sie untermauern existierende, nahezu zeitlich unbeschränkte urheberrechtliche Schutzdauern.
  • Es ist unwahrscheinlich, dass sie dazu beitragen, den Gewinn aus Ihrem Werk zu steigern, und eine Share-Alike-Lizenz kann dem Ziel, Ihre Arbeit vor Ausbeutung zu schützen, in gleichem Maße dienlich sein.

Es mag Umstände geben, unter denen NC die einzige (und deshalb beste) verfügbare Option ist, aber die Anzahl dieser Umstände sollte mit der Evolution von Geschäftsmodellen für freie Inhalte abnehmen.


Freiheit mit Fallstricken: Die Creative Commons NC-Lizenzen und ihre Folgen (freedomdefined.org); 27.12.2011

Materialien

OER in den Nachrichten

"Polens Regierung setzt auf OER: Mit 11.5 Millionen Euro werden vollständig frei verfügbare Unterrichtsmaterialien für die Klassen 4 bis 6 entwickelt. Staunend betrachten wir diese Entwicklung - während die deutschen Kultusminister/innen und die Schulbuchverlage nichts Besseres zu tun haben, als uns einen Schultrojaner in den Pelz zu setzen."

Anmerkungen

  1. Atkins, D., Seely Brown, J., Hammond, A. (2007) A review of the the Open Educational Resources movement: achievements, challenges and new opportunities.

Linkliste

aktuell
"White Paper, FAQ, Literatur und Materialien zur Kampagne von D64"
"Der angekündigte Schultrojaner soll “Raubkopien” von Lernmaterialien aufspüren, doch die Debatte lenkt den Blick auch auf spannende Ansätze jenseits des klassischen Schulbuchs. Diskutiert wird nun über “Open Educational Resources”. Was steckt hinter diesem Open-Source-Prinzip im Bildungsbereich?"
Der Blogbeitrag gibt einen guten Überblick über die aktuelle Diskussion um den Schultrojaner und offene Bildungsinhalte - und illustriert dies u.a. mit einem Screenshot der Hauptseite des ZUM-Wikis ;-)
Visionen, wie Lehrer/innen-Alltag mit offenen Bildungsinhalten aussehen könnte


grundsätzlicher
Institutionen
Portale

Siehe auch