Die Karrachmühle

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Karrachmuehle von Osten

Mühlengeschichte



Die uns bekannten erstmaligen Erwähnungen einer Mühle in der Karrach stammen aus der zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts. Im ältesten Salbuch der Burggrafen von Nürnberg (Schwammberber, 1932) wird die Karrachmühle als dem Kastenamt Colmberg abgabenpflichtig unter Guntzendorf beschrieben: „Di muel zu Karach und das gut daselbst vierzig pfenning und zwei vatnahthuener“


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Andererseits erscheint die Karrachmühle auch nach Borchardt Erwähnung im „Gültbuch der Reichsküchenmeister von Nordenberg um 1375“: „ Item der mulner nur Karach 3/1/2 lb, heller zu gulte und vier vasnathuner“ und desweiteren „Item die Karachmuele gilt drithalb phunt heller und vier vasnathuner“. Immerhin liegt die heutige Karrachmühle innerhalb der Rothenburger Landhege, die zwischen 1420 und 1480 erstellt wurde. Vielleicht war der Besitz der Karrachmühle auch umstritten oder …

Landhege östlich der Karrachmühle


Gleichwohl, in wessen Besitz die Mühle zu diesem Zeitpunkt war, so belegen diese Quellen die Existenz einer Mühle.

Im Jahr 1692 wir die wohl im Dreißigjährigen Krieg zerstörte oder abgebrannte Mühle wieder aufgebaut. Der sogenannte markgräfliche Stil ist bis heute erhalten.


Im Jahr 1692 wird die wohl im Dreißigjährigen Krieg zerstörte oder abgebrannte Mühle wieder aufgebaut. Der sogenannte markgräfliche Stil ist bis heute erhalten.

Nach dem „Clavis des Burggrafenthums zu Nürnberg unterhalb des Gebürgs oder des Fürstenthums Onolzbach“ ist die Karrachmühle im Besitz von Brandenburg-Ansbach. Ausschnitt aus der Karte des Clavis ...

Weitere Geschichte

Heute

Wasserversorgung der Mühle




Die Versorgung der Karrachmühle mit Wasser war bereits im 19. Jahrhundert (Uraufnahme) ein ausgeklügeltes System: Im wesentlichen diente zur Versorgung der Karrachbach (2km von der Quelle) , Gefälle 2 % und ein weiterer Bach vom Wilden brünnlein herkommend. Der Große Karrachsee, dann der kleine Karrachsee (durch einen Wall künstlich entstanden) sowie ein weiterer, ehemaliger Weiher, der zur Zeit der Uraufnahme trockengelegt war und erst im 20. Jahrhundert reaktiviert wurde, ist anhand des Walles zu erkennen. Inwiefern ein kleinere See am Rittersberg der Versorgung diente ist in der Karte der Uraufnahme nicht ersichtlich, in der topographischen Karte von 1963 speist ein Bach, der von diesem kommt jedoch den Karrachsee. Außerdem ist westlich des reaktivierten Weihers ein weiterer, durchstochener oder durchbrochener Damm im Gelände zu finden. Ob ein in der Karte von 1961 erkennbares Kanalsystem, das das Wasser weitere Quellen fasst und z. T. den Großen Karrachsee umgeht und direkt zur Mühle führt, in der Karte von 1957 noch nicht vorhanden war oder der Generalisierung zum Opfer fiel, ist (noch) nicht belegt.

Durchbrochener oder durchstochener Damm.Karrachbach oberhalb der Karrachmühle.Kanal um den mittelalterlichen Turmhügel

Befragungsergebnisse

> Großer Karrachsee von Westen