Lernen mit Videos

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Videos werden zunächst einmal als Unterhaltungsmedium aufgefasst. Damit Sie für als Lernmedium genutzt werden können, muss ein Perspektivwechsel stattfinden. Bergmann & Sams (zitiert nach Müter, 2016) haben das in den vier Hürden (4 Ts) des Flipped Classroom zusammengefasst.

  • Thinking: Die Schülerinnen und Schüler sollten angeregt werden den Wechsel vom Unterhaltungs- zum Lernmedium zu vollziehen. Dazu ist es wichtig, dass sie für sich den Mehrwert (Lernen ist in eigenen Tempo möglich) der Methode Flipped Classroom erkennen.
  • Technology: Abklären, ob Geräte und Internetzugang zur Verfügung stehen oder wenn die Videos über's Tauschlaufwerk an der Schule Zugang haben, wie sie die Videos abrufen können. Das Abrufen der Videos sollte einmal im Unterricht geprobt werden, vor allem auch, wenn es über eine Lernplattform erfolgt. Die Eltern sollten am Elternabend über die Methode informiert werden. Damit auch sie den Zugang zu den Geräten gewähren.
  • Time: Die Videos sollten nicht zu lange sein. Lieber mehrere kurze Video über ein umfassendes Thema erstellen. Gleichzeitig gilt je jünger die Schülerinnen und Schüler sind, desto kürzer die Videos. Planen Sie auch die Zeit für die Begleitmaterialien mit ein. Und natürlich auch die Zeit für mehrmaliges Schauen eines Videos.
  • Training: Das sinnerfassende Sehen des Videos sollte in der Schule zu Beginn bei der Einführung der Methode geübt werden. Vor allem auch das Verwenden der Pausetaste und das Zurückspulen des Videos. Dazu gehört auch das Arbeiten mit Beleitmaterialien zum Video und das konkrete Einüben von Lernstrategien.


Müter, J. (2016): Die 4 Ts von Bergmann und Sams: Hürden im Flipped Classroom und wie man sie nehmen kann. In: Haag, J. & Freisleben-Teutscher, C. F. (Hrsg.): Das Inverted Classroom Modell. Begleitband zur 5. Konferenz “Inverted Classroom and Beyond” 2016 an der FH St. Pölten, S. 101-107.