Blauer Antennenwels (Ancistrus dolichopterus)

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Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Ostariophysi
Ordnung Welsartige (Siluriformes)
Familie Harnischwelse (Loricariidae)
Gattung Antennen-Harnischwelse (Ancistrus)
Wassertemperatur 23-27°C
Wasserhärte 5-20°dGH (weich bis mittelhart)
pH-Werttoleranz 6-8 (leicht sauer)


Beschreibung

Der Blaue Antennenwels stammt aus Südamerika und ist dort vor allem im Amazonasgebiet zu finden. Er erreicht eine Größe von bis zu 14 cm und ernährt sich herbivor (Pflanzenfresser). Algen stehen ganz oben auf seinem Speiseplan. Da er nachtaktiv ist, sollte er abends gefüttert werden.

Der Körper und die Flossen besitzen eine dunkelbraune Grundfarbe, sind hell gefleckt und schimmern bläulich. Der Bauch ist nicht mit Panzerschuppen versehen. An seinem großen Kopf befinden sich weit hinten liegende Augen und geweihähnliche Auswüchse (Fühler). Sein Saugmaul ist unterständig und dient ihm dazu, Algen von Blättern oder Steinen abzugrasen. Die Männchen sind sehr viel größer als die Weibchen und besitzen zwei Reihen der Auswüchse am Kopf, die Weibchen hingegen nur eine Reihe, die dazu kleiner ist.

Der Blaue Antennenwels vermehrt sich ovipar (legt Eier). Die Eier sind orange gefärbt und werden in einer Höhle oder unter Wurzeln abgelegt (Substratlaicher). Die Jungtiere schlüpfen nach 5 Tagen aus den Eiern. Die Männchen betreiben allein Brutpflege und kümmern sich um Eier und Jungtiere (Vaterfamilie). Der Blaue Antennenwels gilt als Höhlenbrüter, da die Brutpflege versteckt vor feindlichen Blicken stattfindet.

Im Aquarium ist er hauptsächlich in der unteren Zone zu finden. Verstecke aus Moorkienholz, Pflanzen oder Steinen sind unerlässlich. Außerdem benötigt er Holzwurzeln, die zum Raspeln wichtig sind. Das Becken sollte mindestens 80 cm lang sein. Vor allem verhalten sich die Männchen revierbildend. Insgesamt gilt der Blaue Antennenwels als friedlich und lässt sich mit anderen Arten sehr gut vergesellschaften.


Literatur

  • Baensch, Ulrich (1987): Bunte Zierfischwelt. Melle: Tetra Verlag; S. 178
  • Gilbert, John und Legge , Raymond (21972): Das große Aquarienbuch. Stuttgart: Eugen Ulmer; S. 205
  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 11
  • Mills, Dick (41995): Aquarienfische. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag; S.159
  • Schliewen, Ulrich (2001): Wasserwelt Aquarium. 300 Süßwasserfische und Pflanzen in Gesellschafts-, Art- und Biotopaquarien. Bindlach: Gondrom Verlag: S. 139


weiterführende Links