Kaisersalmler (Nematobrycon palmeri)

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Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Ostariophysi
Ordnung Salmlerartige (Characiformes)
Familie Echte Salmler (Characidae)
Gattung Nematobrycon
Wassertemperatur 22–28°C
Wasserhärte 4–15°dGH (weich bis mittelhart)
pH-Werttoleranz 5–7,5 (leicht sauer bis neutral)


Beschreibung

Der Kaisersalmler (auch Kaistertetra genannt) erreicht eine Größe von 5-8 cm und war ursprünglich im San Juan River in Südamerika und in Kolumbien beheimatet. Mittlerweile ist er vielerorts zu finden. Er benötigt ein relativ dicht bepflanztes Becken sowie Schwimmpflanzen zur Verdunklung. Er bevorzugt den Aufenthalt im mittleren bzw. unteren Bereich des Beckens, daher ist eine Beckenlänge von mindestens 60 cm erforderlich.

Er ernährt sich omnivor und zählt somit zu den Allesfressern. Dies bedeutet, dass er sich von pflanzlichen und tierischen Bestandteilen ernährt.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum. Beide besitzen gelbbraune Flossen und einen schwarzen Längsstreifen über der Seitenlinie, der bunt schillert. Zudem ist der Rücken grünbräunlich und die Unterseite weiss bis silbrig gefärbt. Die Körperform ist keulenartig und seitlich leicht abgeflacht. Nur wenige Merkmale verhelfen zur Unterscheidung: Die Schwanz- und Afterflosse der Männchen sind etwas ausgeprägter, die Schwanzflosse besitzt zudem drei Spitzen. Zum anderen ist die Iris der Männchen blau, die der Weibchen grün. Die Männchen sind insgesamt etwas größer als die Weibchen. Die Weibchen wirken etwas blasser.

Die Vermehrung erfolgt ovipar (legt Eier). Er gilt als Freilaicher, da er die Eier offen ins Wasser entlässt und sich anschließend nicht mehr darum kümmert. Darum ist zu beachten, dass er ein Laichräuber ist und die Gefahr besteht, dass er die Eier selbst auffrisst. Männchen grenzen nach der Eiablage teilweise ihre Revier ein. Die Jungtiere schlüpfen nach ca. 24-36 Stunden. Um ihnen Schutz zu gewähren, sollte das Becken mit Javamoos bepflanzt sein.

Es ist empfehlenswert ihn in Gruppen von 6-10 Tieren zu halten. Ausgewachsene Kaisersalmler verhalten sich revierbildend, wobei die Männchen die Reviere mit harmlosen Kämpfen verteidigen. Jungtiere halten sich eher im Schwarm auf. Die Besonderheit dieser Fischart liegt darin, dass die Farben der Männchen während der Balzzeit intensiv strahlen, der Bauch rot erscheint und die Flossen eine Musterung aufweisen. Allgemein gilt er als friedlich und aktiv. Er sollte jedoch nicht mit zu lebhaften Fischen vergesellschaftet werden.


Literatur

  • Baensch, Ulrich (1987): Bunte Zierfischwelt. Melle: Tetra Verlag; S. 63
  • Braum, Erich (1972): Aquarienfische. Stuttgart: Belser Verlag; S. 194
  • Gilbert, John und Legge, Raymond (21975): Das grosse Aquarienbuch. Die schönsten tropischen Süßwasserfische. Stuttgart: Eugen Ulmer; S. 71
  • Hunnam, Peter, u.a. (1997): Lebensraum Aquarium. Ein Handbuch der Süß- und Seewasseraquaristik. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 79
  • Mariani, Mauro (2005): Fische im Aquarium. Arten, Pflege, Ernährung, Fortpflanzung, Kalt-, Warm- und Salzwasserbecken. Klagenfurt: Neuer Kaiser Verlag; S. 127
  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 209-210
  • Mills, Dick (41995): Aquarienfische. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag; S. 82
  • Schliewen, Ulrich (2001): Wasserwelt Aquarium. 300 Süßwasserfische und Pflanzen in Gesellschafts- Art- und Biotop-Aquarien. Bindlach: Grondrom Verlag; S. 79
  • Schmitz, Siegfried (81999): Aquarienfische. Merkmale, Pflege, Haltung wichtiger Süßwasserarten. München: BLV; S. 36


weiterführende Links