Trauermantelsalmler (Gymnocorymbus ternetzi)

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Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Ostariophysi
Ordnung Salmlerartige (Characiformes)
Familie Echte Salmler (Characidae)
Gattung Gymnocorymbus
Wassertemperatur 22–28°C
Wasserhärte 5–30°dGH (weich bis hart)
pH-Werttoleranz 6–8 (leicht sauer bis leicht alkalisch)


Beschreibung

Der Trauermantelsalmler wird auch Schwarzer Tetra genannt und ist im mittleren Südamerika zu finden. Die ursprüngliche Heimat des Trauermantelsalmlers ist Bolivien, Paraquay und Brasilien.

Sein schmaler Körper ist rautenförmig, hoch und seitlich abgeflacht. Markant sind vor allem die großen Augen mit gelber Iris und der unterständige schwarze Mund. Er besitzt eine silbrig-graue Färbung, die ab dem Kopfbereich von drei senkrecht verlaufenden Bändern leicht schwarz gestreift ist. Der Rücken ist grünlich gefärbt. Die Brust- und Schwanzflossen sind transparent, die Rücken- und Afterflosse sind dunkel und sehr groß. Im Nackenbereich besitzt er keine Schuppen. Er erreicht eine Länge von bis zu 6 cm und ernährt sich omnivor (Allesfresser). Geschlechterunterschiede sind nur bei genauerem Hinsehen wahrzunehmen. Die Männchen sind etwas kleiner und schlanker und ihre Rückenflosse ist schlank und spitz. Außerdem besitzt es weisse Schwanzflossenspitzen.

Die Vermehrung erfolgt ovipar (durch Eiablage). Da der Trauersalmler dazu neigt, die eigene Brut zu fressen, sollte man die Elterntiere nach der Laichzeit entfernen. Er betreibt keine Brutpflege und legt die Eier offen auf Pflanzen oder dem Boden ab (Freilaicher). Je älter der Trauersalmler wird, desto mehr verblasst seine Färbung. Während der Paarungszeit erreicht er jedoch fast wieder das jugendliche Aussehen.

Eine Gruppenhaltung ab 6 Tieren ist empfehlenswert, da er bei Einzelhaltung zu agressivem Verhalten neigt. Sein Verhalten insgesamt gilt jedoch als friedlich, wodurch eine Vergesellschaftung keine Probleme bereitet. Hierzu eignen sich beispielsweise Zwergbuntbarsche, Panzerwelse und andere Salmler.

Empfohlen wird eine dichte Bepflanzung und Versteckmöglichkeiten im Becken, wobei Schwimmpflanzen nicht fehlen dürfen, da er vor der direkten Einstrahlung durch helles Licht geschützt werden sollte. Er bevorzugt den mittleren und oberen Beckenbereich, daher sollte die Beckenlänge mindestens 60 cm betragen. Fühlt sich der Trauermantelsalmler nicht wohl in seiner Umgebung, wird dies ebenfalls durch das Verblassen der Farben ersichtlich.


Literatur

  • Baensch, Ulrich (1987): Bunte Zierfischwelt. Melle: Tetra Verlag; S. 48
  • Braum, Erich (1972): Aquarienfische. Stuttgart: Belser Verlag; S. 168
  • Gilbert, John und Legge , Raymond (21975): Das große Aquarienbuch. Stuttgart: Eugen Ulmer; S. 63
  • Hunnam, Peter, u.a. (1997): Lebensraum Aquarium. Ein Handbuch der Süß- und Seewasseraquaristik. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 79
  • Mariani, Mauro (2005): Fische im Aquarium. Arten, Pflege, Ernährung, Fortpflanzung Kalt-, Warm- und Salzwasserbecken. Klagenfurt: Kaiser Verlag; S. 118
  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 146
  • Mills, Dick (41995): Aquarienfische. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag; S.74
  • Schliewen, Ulrich (2001): Wasserwelt Aquarium. 300 Süßwasserfische und Pflanzen in Gesellschafts-, Art- und Biotopaquarien. Bindlach: Gondrom Verlag: S. 77
  • Schmitz, Siegfried (81999): Aquarienfische. Merkmale, Pflege, Haltung wichtiger Süßwasserarten. München: BLV; S. 32
  • Sterba, Günther (1959): Süßwasserfische aus aller Welt. Berchtesgaden: Zimmer & Herzog; S. 80


weiterführende Links