Leseschwächen

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Definition:Dyslexie (Weitergeleitet von Leseschwäche) Klassifikation nach ICD-10

Unter Dyslexie (von altgriech.: δυς dys = schlecht, schwer, miss- [hier = Missverstehen], λέξις léxis = Sprache, Redeweise, Stil [hier = Redeweise] schlechte/falsche Wiedergabe/Redeweise) versteht man Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Wörtern oder Texten bei normalem Seh- und Hörvermögen der betroffenen Person. Der Begriff Alexie (von griech. α- a-: nicht-, un-) bezeichnet hingegen das völlige Unvermögen, lesen zu können. http://de.wikipedia.org/wiki/Leseschw%C3%A4che


Leseschwächen erkennen: Die Einstellung zum Lesen und das Leseverhalten werden im Wesentlichen von drei Bereichen bestimmt: von der Herkunftsfamilie von Freunden (Peergroup), Verwandten, Lehrer/innen von Gesellschaft und Kultur Je nachdem, welchen Stellenwert Lesen – Bücher und Medien – dort einnehmen, WER liest bzw. vorliest – Frauen und/oder Männer –, WAS als lesenswert gilt und anerkannt ist, in welcher Sprache gelesen wird, ob zur Unterhaltung oder zum Wissenserwerb gelesen wird, wird der junge Mensch sich dem Lesen öffnen oder verschließen. Für die Leseförderung in der Schule ist es wesentlich, mögliche Hintergründe und Ursachen für Leseschwächen zu kennen sowie über verschiedene Diagnose- und Testverfahren Bescheid zu wissen, um dann gezielt Förderprogramme für einzelne Schüler/innen und Klassen zu erarbeiten oder für eine ganze Schule ein Lesekonzept zu entwickeln.


Ursachen der Leseschwächen: Leseschwächen entsteht, wenn Unterschiede in der Sprache und visuellen Argumentation Bereichen des Gehirns auftreten. Diese Bedingung kann vererbt werden, oder kann auf Grund der Sehstörungen, Hörstörungen, Sprach-Schwierigkeiten oder Scheitern gegeben Anweisungen zu verstehen. http://gesund-info.info/leseschwache.html


Arten der Leseschwächen: Es gibt zwei Arten von Leseschwäche, Dyslexie (Legasthenie) und hyperlexia. Dyslexie ist ein Zustand, wo der Mensch hat Probleme beim Lesen, auch wenn sie ausreichende IQ, Motivation sowie Bildungseinrichtungen haben. Diese Kinder haben Probleme mit expressive Sprache, rezeptive Sprache und Lesen. Sie zeigen meist Anzeichen von Verhaltensstörungen in der Schule als auch zu Hause. Kinder mit hyperlexia auf der anderen Seite haben durchschnittliche bis überdurchschnittliche IQ. Ihr Wort zu erkennen Fähigkeit ist viel besser als das, was von ihrem Alter erwartet. Diese Kinder damit Probleme haben, Gesprochenes zu verstehen. Über 5 bis 10% dieser Kinder fallen unter das Autismus-Spektrum.


Tests zur Diagnose Die Rahmenrichtlinien der Schulen erwarten erst am Ende der zweiten Klasse VS flüssiges Lesen. Die Erwartungshaltung von Eltern und LehrerInnen nimmt durch den wachsenden Leistungsdruck so zu, dass die langsameren Kinder schnell unter Druck geraten. In der Mitte der zweiten Klasse sollte es bekannte Wörter und kleine Sätze flüssig lesen können. Zu klären ist ob ein Kind fremde Wörter stockend und bekannte Wörter zu langsam lesen kann. Wenn es alle Buchstaben kennt und auch Silben zusammenziehen kann, sollte man sich keine Sorgen wegen einer Leseschwäche machen. Die nötige Basis ist dann vorhanden und es muss nur trainiert werden. Durch Aussuchen was das Kind selbst lesen möchte und ein Belohnungssystem kann die Motivation gesteigert werden. Auch andere Einschränkungen wie Seh- oder Hörschwächen sollten Ausgeschlossen werden. Mögliche Tests zur Erkennung einer LRS: Es gibt Test die aus dem Netz heruntergeladen werden können und handschriftlich ausgefüllt werden und Tests die online bearbeitet werden können.


Tests zum download:

BMUKK Leseförderung

Der Wilkins-Schroth Lesetest



Online Test:

BMUKK Leseförderung

Legasthenie-Test


Erkennbarkeit im Unterricht Lesekompetenz umfasst: -Texte zu verstehen -Information zu entnehmen und zu bewerten -aus Texten zu lernen -Texte zu analysieren und zu interpretieren -Texte mit Lust und/oder Interesse zu lesen

Sollte einer der oben genannten Punkte im Unterricht nicht umgesetzt werden können, so ist baldigst ein Lesescreening LINK durchzuführen. Einer aufmerksamen Lehrkraft ist es möglich eine Leseschwäche an folgenden Anzeichen zu erkennen: Schüler/innen mit Leseschwäche orientieren sich an Mitschüler/innen bezüglich Lesetempo. Sie beobachten ob andere ihre Texte schon fertig gelesen haben und beenden ihr „Lesen“ zum selben Zeitpunkt. Weiters fehlt jene Augenbewegung, die Rückschlüsse ziehen lässt, dass Textpassagen gelesen werden. Die Augenbewegung beschränkt sich lediglich auf eine links-rechts Bewegung und ein „Springen“ des Augapfels über mehrere Wörter gleichzeitig. (Barbara Bartmann, Seminar)


Symptome:

• liest sehr stockend und langsam • beim Lesen von Wörtern werden die einzelnen Buchstaben genannt, anstatt diese fließend aneinanderzureihen („zusammenzulauten“) • versucht, beim Lesen Wörter aus dem Kontext zu „erraten“ • liest sehr ungenau • kann den Inhalt des Gelesenen nicht wiedergeben • macht viele Rechtschreibfehler • lässt beim Schreiben Buchstaben aus • schreibt ein und dasselbe Wort immer wieder anders • verwechselt ähnlich aussehende Buchstaben (z.B. b, p, q, d) • vertauscht häufig die Buchstaben in einem Wort (z.B. Wokle statt Wolke) • hat Schwierigkeiten, ein Wort in Silben zu unterteilen • verweigert das Lesen und/oder Schreiben • auch intensives Üben bringt nicht den erwünschten Erfolg http://kinderpsychologie-hihu.at/index.php/kinderpsychologie-informationen/legasthenie


Fördermöglichkeiten Schule Gute Leseförderung braucht gezielte Maßnahmen im Unterricht, um einerseits Lese- defizite zu beheben und Lesestrategien bzw. Lesetechniken zu trainieren, braucht aber andererseits auch ein Klima, das Lesen positiv besetzt und in alle Bereiche des Schullebens miteinbezieht. Nachhaltige Leseförderung in der Schule braucht vor allem aber die Vorbildwirkung der Lehrer/innen, der Peergroup und der gesamten Schul- gemeinschaft.

Hierbei sind in allen Unterrichtseinheiten die das Lesen fördern sollen folgende Punkte zu berücksichtigen: Freude und Lust: SchülerInnen durch eine angenehme, stressfreie Leseatmosphäre die Freude am Lesen wieder beibringen. Neugier und Instrumentelle Motivation (Nützlichkeit): Angebot verschiedener Lektüren die der jeweiligen Altersgruppe und den differenzierten Interessen gerecht werden, in unterschiedlichen Bereichen der Schule zur Verfügung stellen. Männliches – weibliches Lesen: da die PISA-Studie (2006) aufzeigt, dass Burschen weniger und auch schlechter Lesen, ist es wichtig einen geschlechterspezifischen Anreiz zu bieten. Vor allem für Burschen ist lesen in Peergroups motivierend. Lebenswelt: nachdem junge Menschen sehr oft digitale Medien bevorzugen, sollte auch in diesem Bereich lesen im Unterricht angeboten werden.

Kontinuierlich sollte in so gut wie jeder Stunde eine Lesesequenz angeboten werden. Jedoch sind diese in kleinen, für die SchülerInnen nicht überfordernde Dosen, mit unterschiedlichen Methoden, einzusetzen.


Zu Hause Die Vorbildwirkung von Erwachsenen ist in diesem Bereich in Bezug auf Lesefreude und Leseerfahrung besonders hoch. Darum müssten Eltern ihren Kindern immer wieder zeigen, wie wichtig Lesen für sie persönlich ist, und die Beschäftigung mit dem Buch bzw. mit Lesemedien (Vorlesen, Gedankenaustausch über Gelesenes, gemeinsames Lesen...) zu einer Selbstverständlichkeit im Familienalltag werden lassen. Schulen bieten mittlerweile auch gemeinsame Leseabende für die ganze Familie an um dies zu fördern.


Online Hier finden Sie Tipps zu folgenden Themen: http://selberlesen.wordpress.com/leseprobleme/leseschwache-lese-rechtschreibschwache-lrs/ Ermutigung von Kindern mit Leseschwäche/LRS Die Stufen des Lesenlernens bei Leseschwäche/LRS Ergänzte Zwischenstufen bei LRS/Leseschwäche Flüssig Lesen lernen trotz Leseschwäche/LRS Bücher für Kinder mit Leseschwäche/LRS Lernsoftware zur Leseförderung Üben ist wichtig bei Leseschwäche/LRS Buchstaben und ihre Aussprache Leseförderung bei Leseschwäche/LRS .