Fachdidaktik Politik und Sozialwissenschaften

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Definition der Sozialwissenschaften

Die Sozialwissenschaften (oft auch als Gesellschaftswissenschaften bezeichnet) umfassen jene Wissenschaften, die Phänomene des gesellschaftlichen Zusammenlebens der Menschen theoretisch untersuchen und empirisch ermitteln. Es werden sowohl die Struktur und Funktion sozialer Verflechtungszusammenhänge von Institutionen und Systemen als auch deren Wechselwirkung mit den Handlungs- und Verhaltensprozessen der einzelnen Individuen (Akteure) analysiert.


W-Logo.gif Sozialwissenschaften, Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, 02.10.2005 - Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Siehe die Nutzungsbedingungen für Einzelheiten. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Didaktik der politischen Bildung - Theorie

Prinzipien der politischen Bildung

  • Schülerorientierung
Ein Konzept, dass auf Rolf Schmiederer zurückgeht, der die Entfremdung des Unterrichts vom Schüler kritisierte (analog zu Marx' Entfremdung der Arbeit vom Arbeiter). Prinzipien eines schülerorientierten Unterrichts:
  1. Betroffenheit (Bedürfnisse und Interressen der Schüler berücksichtigen)
  2. von Sozialerfahrungen ausgehen
  3. Selbsttätigkeit ermöglichen (Methodenwahl)
  4. Mitbestimmung ermöglichen
  5. Problemorientierung (siehe unten)
  6. Nützlichkeit (Lernergebnisse mit realer Bedeutung)
  • Problemorientierung
Ansatz von Wolfgang Hilligen
  • Problemtypen:
  1. Problem mit Lücke: Problem weist fragmentarische Struktur auf, die es zu füllen gilt
  2. Problem mit Widerspruch: Handlungssituation weist eine Widersprüche auf, die vom Problemlöser (Schüler) eine begründete Entscheidung für oder gegen eine Möglichkeit verlangen
  • exemplarisches Lernen
Ansatz von Kurt Gerhard Fischer
Didaktische Kriterien für geeignete Fälle:
  1. Entnahme des Falles aus der Wirklichkeit (Alltags- Medien oder regionale Wirklichkeit)
  2. Verweisung auf Allgemeines
  3. Konflikthaftigkeit
  4. Herausforderung für Schüler
  5. Überschaubarkeit für Schüler
  6. Übertragbarkeit (Transfermöglichkeit)
  • Kontroversität
Prinzipien der Kontroversität
  1. Ziel: eigenständige Urteilsbildung
  2. Perspektivenvielfalt ("Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen." Zitat: Beutelsbacher Konsens)
  3. Multiperspektivität (unterschiedl. Sichtweisen aufzeigen)
  4. Perspektivenübernahme
  5. Perspektivenirritation
  • Kategoriale Bildung
  • Funktionen von Kategorien: Ordnung (Sachanalyse, Stoffstruktur), Didaktische Reduktion, Bewertung (Urteilsbildung), Kommunikation (Argumentationsformate), Transfer
  • Ansatz von Hermann Giesecke: Kategorien: Konkretheit, Geschichtlichkeit, Interessen, Macht, Ideologien, Funktionszusammenhang, Recht, Solitarität, Menschenwürde
  • Ansatz von Bernhard Sutor: Leitfragen:
  1. Was ist? (Problem, Betroffenheit, Interesen, Beteiligte, Ideologien, Gewordenheit)
  2. Was ist möglich? (Recht, Mitbestimmung, Koalition, Kompromiss, Zielkonflikte, Durchsetzung, Entscheidung)
  3. Was soll sein? (Menschenwürde, Zumutbarkeit, Gemeinwohl, Wirksamkeit, Folgen, Verantwortbarkeit)

Materialien

Literatur

Bundeszentrale für politische Bildung, Schriftenreihe (Bd. 476), Bestellnummer 1476, Bereitstellungspauschale 4,00 EUR

Didaktik der politischen Bildung - Praxis

Methoden


Siehe auch: Kategorie:Methoden

Medien

Siehe auch: Kategorie:Medien

Weblinks

Bundeszentrale für politische Bildung; Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik.

Siehe auch