Präsentationsprüfung/Ethik

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"Bei der Auswahl der vier Präsentationsthemen ist darauf zu achten, dass sie über eine Lehrplaneinheit hinausgehen und insgesamt nicht zu nah beieinander liegen. Die Themen sollten keine reine Reproduktion von Unterrichtsinhalten bieten, sondern eigenständige Fragestellungen anknüpfend an die Unterrichtsinhalte bearbeiten." (Abiturerlass)


Ablauf

(bitte genaue Termine auf den Aushängen in der Schule beachten!)

Zeitplanung
Zeitraum Aktivität
am Tag nach dem Zeugnis in K2-1 Festlegung des Prüfungsfaches
kurz nach dem Zeugnis K2/1 (Februar) Absprache mit dem Fachlehrer zwecks Hinweise zu Themen, Zeitplanung, etc.
nach dem schriftlichen Abitur, vor den Pfingstferien*
  1. Themenfindung: Festlegung auf mindestens zwei Themenbereiche
  2. Themenformulierung: Formulierung vier ethisch relevanten Fragestellung, die sich in einer Woche bearbeiten und in 10 Minuten vortragen lassen
  3. Themengliederung: Abgrenzung der Themen, Gliederung in einzelne Gedankenschritte
  4. Materialbeschaffung: Lektüre, möglichst genaue Stellen notieren
spätestens 2 Wochen vor der Prüfung* Abgabe der 4 Prüfungsthemen
eine Woche vor der Prüfung Bekanntgabe des Themas durch den Prüfungsvorsitzenden (im Normalfall ein Ethiklehrer aus einer anderen Schule), Beginn der Vorbereitungszeit
Prüfungstag
  1. 10 Minuten Präsentation
  2. 10 Minuten Fragen des Prüfungsvorsitzenden und vom Fachlehrer beantworten ("Kolloquium")
  3. kurz rausgehen
  4. entscheiden, ob ihr die Note wissen wollt
  5. ev. Note erfahren
  6. ...


Bei den mit * gekennzeichneten Schritten steht der Fachlehrer mit Rat und Tat zur Seite. Die anderen Punkte dürft/müsst ihr allein meistern. Weitere Infos allgemeiner Natur hier. Zusammenfassung der wichtigsten Tipps für den konkreten Prüfungsablauf.

Themen

Themenbereiche aus denen die Themen stammen sollten
  • Freiheit aus Sicht verschiedener Wissenschaften (Soziologie, Philosophie, Biologie)
  • Anthropologie: Was ist der Mensch?
  • Philosophische Grundlagen der Ethik: Aristoteles, Stoa, Kant, Utilitarismus, Verantwortungsethik
  • Recht und Gerechtigkeit (inkl. Wirtschaftsethik)
  • Wissenschafts- und Technikethik
  • Phänomenologie, Begründung und Kritik der Religionen
  • Pluralismus der Werte
wichtig: die Themen dürfen nicht selbst als Gfs im Kurs behandelt worden sein. 


Hilfe für die Themenfindung

(Quelle des Textes unten)

Als Themen eignen sich Aufgabenstellungen, die mehrere Bildungsplanaspekte sinnvoll verbinden

Beispiel: "Kopftuch"
+ Religion und Religionskritik (z.B. Islam, Trennung von Staat und Kirche)
+ Pluralismus (z.B. Toleranz)
+ Recht und Gerechtigkeit (z.B. Grundrechte, Gleichbehandlung)
+ Philosophie (z.B. Kategorischer Imperativ)
und damit "eine Verbindung zwischen praktisch-moralischen Fragen und moralphilosophischer Begründung und Beurteilung ermöglichen", aber über das im Unterricht Behandelte hinausgehen und damit eine Eigenleistung der Schülerinnen und Schüler ermöglichen.

Themen also, die zwar im Bildungsplan wurzeln, aber ihren Akzent deutlich außerhalb dessen haben, was zentral behandelt wurde die einen konkreten Fall zum Anlass nehmen, sich mit einem weiter gefassten Thema auseinander zu setzen (thematische Eingrenzung) oder/und einen aktuellen oder lokalen Bezug haben. Dadurch wird auch die Möglichkeit eingeschränkt, dass Schülerinnen und Schüler vorgefertigte Präsentationen übernehmen.

Als hilfreich für die Schüler/innen hat sich erwiesen, wenn die Themen als Frage formuliert werden (Beispiel: Soll es verboten werden, dass Lehrerinnen in öffentlichen Schulen ein Kopftuch tragen? vs Die Auseinandersetzung über das Tragen eines Kopftuches), weil dadurch eine gezieltere Auseinandersetzung mit dem Problem vorgegeben wird.