Stillleben II

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Stillleben II (Alexander Kanoldt)

Das 1926 entstandene Gemälde der Kunstepoche neue Sachlichkeit (neue Innerlichkeit) wurde mit Öl auf eine Leinwand gemalt. Es ist ein Sillleben auf dem eine (Öl)flasche, eine Schale und eine Pflanze im Blumentopf auf quadratischen Hocker(Tisch) dargestellt sind. Wie für ein Stilleben üblich sind die Gegenstände in Geometrischen Formen angeordnet, wie die vielen Dreieckkompositionen. Es entstand in einer unruhigen Zeit in Deutschland, da die Schulden des 1. Weltkrieges. zu begleichen wahren. Eventuell wurden aus diesem Grund die Farben grün, rot und blau gewählt, da grün für Hoffnung (Schulden aufzuheben), rot für Wut(auf Siegermächte) und blau für Endlosigkeit(der Schuldabgaben) steht. Dieses Stillleben ist wie auch typisch für diese Zeit im Gegensatz zu den Stillleben der Romantik ohne Prunk und stellt die Realität des Alltags dar. Dieses Werk war ein Geschenk des Künstlers an eine Dresdner Stiftung.

Analyse

Dieses Stillleben wurde lasierend mit Öl auf eine Leinwand gemalt. Es ist realistisch, naturalistisch, anatomisch richtig und erzielt seine räumliche Wirkung durch die Zentral- und Farbperspektive. Alexander Kanoldt fertigte sein Stillleben großflächig und geometrisch an und wählte bunte, gesättigte und intensive Farben. Für die dargestellten Gegenstände verwendete er Gegenstandsfarben, die im Warm-Kaltkontrast und im Komplimentärkontrast zueinander stehen. Er benutzte die Zentralkomposition und viele Dreieckskompositionen. Die gruppierten Gegenstände werden von einer sich links vom Bild befindlichen unsichtbaren Lichtquelle weich beleuchtet. Dieses Stillleben wirkt plastisch, ruhig, ernst und wirklichkeitsnah.

Alexander Kanoldt

Er wurde am 29. September 1881 in Karlsruhe geboren und war ein deutscher Maler und Professor an der Kunstakademie in Berlin. Während seines Kunststudiums war er Schüler bei Ernst Schurth. Während seines Italien-Aufenthaltes zusammen mit Adolf Erbslöh entwickelte er Architekturlandschaften und von 1925 bis 1931 war er Professor an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau.Nach 1927 wurde er Mitglied der Badischen Secession und ab 1932 Mitglied der Münchener Künstlergruppe "Die Sieben". Seine Werke der Zeit des Nationalsozialismus wurden als „entartet“ bezeichnet und 1937 beschlagnahmt. 1936 musste er seine Professur in Berlin aus gesundheitlichen Gründen abgeben und starb am 24. Januar 1939 in Berlin.

Kunstepoche (Neuen Innerlichkeit)

Diese Epoche der Kunst greift Bildtraditionen der Romantik auf (Stillleben) und besitzt einen festen Bildaufbau und Bewegungslosigkeit. Es zeigt einen klaren Blick auf einfache Themen des Alltags und vermittelt emotionale Sicherheit.

Quellen