Szenische Interpretation

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Kurzinfo
Unterrichtsmethoden
Auf dieser Seite geht es um Unterrichtsmethoden bzw. Arbeitstechniken im Unterricht.
Links
Diese Seite beinhaltet eine Linksammlung für den Unterricht.

Szenische Interpretation ist eine Methode im Deutschunterricht. Maßgeblich zum Verfahren sind die Veröffentlichungen von Ingo Scheller.

Inhaltsverzeichnis

Legitimation

Das Verfahren ist textbezogen, weil es die Schülerinnen anregt, so genau wie möglich die szenischen Leerstellen zu füllen und die im Text präsentierten Gegebenheiten zu berücksichtigen. Das Verfahren ist erfahrungsbezogen, weil die Erlebnisse, Phantasien und Verhaltensweisen der Schülerinnen bewusst als Potentiale gesehen, abgerufen und thematisiert werden. Es ist handlungsbezogen, weil sich die Schülerinnen spielend in Rollen und Szenen einfühlen und die gespielten Szenen mit szenischen Mitteln zugleich deuten. Es ist produktionsbezogen, weil die Schülerinnen ihre Deutungen der Figuren im Szenischen Spiel vergegenständlichen und präsentieren. Es ist schließlich auch subjekt- und gruppenbezogen.[1]

Bewertung und Bedeutung

Das szenische Spiel ist hoch affektiv besetzt und bietet hohe motivationale Anreize.

Die szenische Interpretation bietet eine Fülle von Anlässen, um die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse aller Beteiligten abzurufen, kennenzulernen, darzustellen und zu bewerten.

Indem sich die Schülerinnen in fremde Personen und Situationen handelnd einfühlen, können sie diese und damit den Text besser verstehen. „Gleichzeitig können sie im Schutz der Rolle und vorgegebener Situationen eigenen tabuisierte oder abgewehrte lustvolle bzw. aggressive Wünsche, Phantasien und Verhaltensmuster aktivieren, ausagieren und sich in ihren Voraussetzungen und Wirkungen bewusst machen, ohne daß sie dabei Gefahr laufen, anderen zu schaden oder dafür negativ sanktioniert zu werden.“[2]

Materialien

Methodenüberblick] (Lehrerfreund.de)

Literatur

Weblinks

Siehe auch

Anmerkungen

  1. Scheller 1996, S. 23.
  2. Scheller 1996, S. 28.