Tannöd

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Tannöd ist ein Kriminalroman von Andrea Maria Schenkel.

»Das Spannende ist daran, dass eben nicht wieder ein Kommissar herum geht, der allwissend ist und alles aufklärt. Der Kommissar sind wir beim Lesen, wir sind die Ermittler. Ganz zum Schluss erfahren wir, wer der Täter war und sind sehr verblüfft.« (Elke Heidenreich, Lesen Sendung vom 19.01.2007)

Inhaltsverzeichnis

Kurz gefasste Erfolgsgeschichte

Von der Webseite der Edition Nautilus zitiert:

[...] Die 44-jährige Hausfrau, Arztgattin und Mutter dreier Kinder hat »nebenher« ein Buch geschrieben, abends, während die Kinder spielten. Ohne je eine Universität oder ein Seminar für kreatives Schreiben besucht, ohne je zuvor auch nur in einer Kleinst-Literaturzeitschrift veröffentlicht zu haben – die frühe Lust am Geschichten erzählen sei ihr in der Schule ausgetrieben worden, erzählt sie. Unausgefüllt von der Hausarbeit, oft frustriert von der aktuellen Literatur, die sie formal unbefriedigend findet, inspiriert sie schließlich ein Zeitungsartikel über einen nie aufgeklärten Mord an einer sechsköpfigen Familie im bayerischen Hinterkaifeck in den zwanziger Jahren. Und so lässt sie endlich ihrer literarischen Begabung freien Lauf und »versucht es einfach mal«.
Schenkel bietet das Buch mehreren größeren Literaturverlagen an. Fünf Absagen kassiert sie, bei Edition Nautilus dagegen herrscht sofort eine fast noch nie dagewesene ungeteilte Begeisterung aller Verlagsmitarbeiter. Ihr Debüt erscheint als literarischer Spitzentitel des Frühjahrsprogramms mit einer 3.000er Auflage im Januar 2006 – und der Rest ist Geschichte:
Februar 2006: Platz 4 der KrimiWelt-Bestenliste; im März und im April Platz 1. Die erste Auflage ist vergriffen, die Presse lobt weiter, die Autorin geht auf Lesereisen, Taschenbuch- (btb), Hörspiel- (NDR), Hörbuch- (Hörbuch Hamburg), Filmrechte (Wüste Film West), erste Auslandslizenzen (Frankreich und Italien) und Theaterlizenzen sind vergeben; bis Ende des Jahres sind stolze 15.000 Exemplare des Buches verkauft ...“ (www.edition-nautilus.de)
  • Am 15. Januar 2007 erhält Schenkel für Tannöd den Deutschen Krimipreis.
  • Am 19. Januar stellen Elke Heidenreich und ihr Gast Monica Bleibtreu, die die ebenfalls preisgekrönte Hörbuchversion eingelesen hat, das Buch in Lesen! vor.
  • Im Januar bringt der Spiegel eine Homestory über die Autorin, Tannöd gelangt fast direkt auf Platz 1 der Bestsellerlisten und verdrängt dort sogar Kehlmanns Die Vermessung der Welt.
  • Die internationalen Rechte werden an Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Island, Norwegen, Dänemark, Japan, China, Taiwan verkauft.
  • Die Uraufführung einer Theaterfassung wird im März 2008 in Innsbruck stattfinden, die deutsche Erstaufführung im April 2008 in Dresden.
  • Tannöd wird mit dem Friedrich-Glauser-Preis, den die Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren »Syndikat« seit 1987 vergibt, für die Sparte Debüt ausgezeichnet

Themen für den Unterricht

Nuvola apps edu miscellaneous.png   Unterrichtsidee

Aspekte für ein Unterrichtsprojekt rund um „Tannöd“ in der Oberstufe

  • Genre-Bestimmung „Krimi“: Bausteine und deren Variationen
  • Norm und Abweichung: Krimi ohne Ermittler und Ermittlung? Ist das ein Krimi?.
  • Tannöd - die Geschichte eines Erfolges: Pressestimmen und Preise
  • Tannöd: Gründe für den Überraschungserfolg - Gibt es ein Erfolgsrezept?
  • Tannöd/Hinterkaifeck: Ideenklau oder Inspiration? Was ist und wann beginnt ein Plagiat?
  • Tannöd: Bauweise und Struktur, die Absicht und die Wirkung
  • Tannöd - der Schluss: Befriedigend oder enttäuschend?
  • Sind Alternative (Auf-)Lösungen denkbar?
  • Erscheinungsformen des Bösen
  • Tannöd als "Regio-Krimi": Was ist das, was sagt uns das?
  • Sprachliche und regionale Eigenarten: Die ‚Oberpfalz‘?
  • Tannöd für das Ohr: Hörbuch, Hörspiel und eigene Realisationen
  • Beim zweiten Mal wird alles anders: Das Nachfolge-Projekt und die PR-Maschinerie!

Weitere Ideen:

  • ...
  • ...


Mehr dazu in den Unterrichtsvorschlägen zu ZUM.de (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.) Tannöd - eine Erfolgsgeschichte von K.Dautel

Pressestimmen

DIE ZEIT 02.03.2006 Nr.10

Der Tod macht stumm, es redet der Roman (Von Tobias Gohlis)

[...] In der Hauptsache geht es beim Kriminalroman also um die Rückverwandlung von stummem Entsetzen in die Sprache des Verstehens. Deshalb sind Kriminalromane selten, die das Verstummen angesichts des Todes selbst zum Gegenstand haben. Einer davon ist Tannöd, das Debüt der bei Regensburg lebenden Autorin Andrea Maria Schenkel [...] Zu Beginn von Tannöd skizziert die Erzählerin, zurückgekehrt in das zum »Morddorf« gewordene Idyll ihrer Jugend, eine klassische Ermittlungssituation: »Die, die ich dort traf, wollten mir von dem Verbrechen erzählen. Reden mit einem Fremden und doch Vertrauten. Einem, der nicht blieb, der zuhören und wieder gehen würde.« Doch schon beim ersten, nächsten Schritt zum Tatort stockt ihr die Stimme. Wie Distanzzauber schiebt sich die Litanei einer Fürbitte zwischen Ermittlerin und Tat. Gott der Herr, die Dreieinigkeit, die heilige Maria Gottesgebärerin, der heilige Michael, die heiligen Patriarchen und Propheten, bis zu den Bischöfen, Bekennern, Kirchenlehrern und Einsiedlern, alle werden sie angerufen. »Bittet für sie!« Anschließend eine Stallszene, nur die Kühe muhen. Ein Mann beim Melken, ein Hund. Und ein Strohhaufen in der Ecke, um den der Mann am Abend einen Bogen machen wird. [...] Diesen Bogen um das unter dem Stroh Verborgene vollzieht Schenkel in einer 124 Seiten knappen, ungeheuren, dichten Annäherung. Zwischen Zeugenaussagen, Berichten und Gebeten wechselnd, umkreist sie Tatort und Tat. Erst als alles Entsetzen, alle Meinungen und Nachreden über diejenigen eingeholt sind, die unter dem Stroh liegen, wird der Blick für einen kurzen schaurigen Moment freigegeben auf eine Wallstatt. Alle, der Bauer, die Bäuerin, die alte Bäuerin, die Magd und die Kinder, sind erschlagen. Selten ist lakonischer auf die Einsicht hingeschrieben worden, dass es »keinen Gott gibt auf dieser Welt«, als in diesem kleinen, großartigen Krimidebüt. [...]


Ein Plagiat?

DIE ZEIT 19.04.2007 Nr. 17 Eine wirkliche Schauergeschichte - Ist der Bestseller »Tannöd« ein Plagiat?
Aus einem märchenhaften Erfolg wird ein Krimi (Stefan Sippell)

[...] Doch gerade jetzt, wo alles nach dem größtmöglichen Happy End ausschaut, verdirbt ein schlimmer Verdacht die gute Laune: Gegen Andrea Schenkel wird der Vorwurf des Plagiats erhoben. Sie soll von Peter Leuschner abgeschrieben haben, der zwei Sachbücher über den Mordfall Hinterkaifeck verfasst hat, das historische Vorbild für Tannöd. Im Gegenzug unterstellt Schenkel dem Münchner Journalisten, ein »Trittbrettfahrer« zu sein, der von ihrem Triumph profitieren wolle. Aus dem Märchen wird wieder ein Krimi, mit Ermittlungen, Beschuldigungen und mit viel bösem Blut.[...]
Andrea Schenkel streitet zwar alle Anschuldigungen ab, aber so ganz sicher scheint sie ihrer Sache nicht zu sein. Die Frage eines Fernsehjournalisten, ob es ihren Roman ohne Leuschners Buch überhaupt gegeben haben könnte, beantwortete sie vor einigen Wochen jedenfalls erst nach langem Zögern: »?das weiß ich nicht.« Und Albrecht Götz von Olenhusen, der Anwalt von Schenkels Verlag, verweist zwar auf den grundsätzlichen Unterschied zwischen Sachbuch und Roman, der sich schon daran zeige, dass Schenkel die Handlung in eine andere Zeit (von den 1920er in die 1950er Jahre) und an einen anderen Ort (von Oberbayern in die Oberpfalz) verlegt habe. Andererseits erklärt Olenhusen jede der tatsächlich vorhandenen zahlreichen Übereinstimmungen damit, dass sich solche Charakterisierungen und Detailschilderungen auch direkt aus den historischen Akten ergeben würden und nicht nur aus Leuschners Buch.[...]

TAZ 15.08.2007 Kleinmut der Neider - Kann ein Roman ein Sachbuch plagiieren?
Peter Leuschner fühlt sich betrogen und klagt gegen Andrea M. Schenkels Bestseller "Tannöd". Zu Unrecht. (JÖRG SUNDERMEIER)

[...] Denn Elke Heidenreich bespricht in ihrer Sendung "Lesen!" nicht nur die Spitzentitel großer Verlage, sondern augenscheinlich, was sie will.
Kleinverlage wie Stroemfeld, Aviva oder Transit profitieren davon und werden mit ihren Büchern nun auch von einem großen Publikum wahrgenommen. Vor allem aber hat die Edition Nautilus aus Hamburg profitiert, deren Buch "Tannöd" von Andrea M. Schenkel seit der Besprechung in der Januar-Sendung kontinuierlich einen Spitzenplatz in der Bestsellerliste belegt mit inzwischen rund 300.000 verkauften Exemplaren.
Das Buch allerdings verdankt seinen Aufstieg nicht nur der Fernsehshow, es wurde zuvor von der Kritik gefeiert und mit dem Deutschen Krimipreis und dem Glauser-Debüt-Preis gekürt. Es könnte also ein schönes Krimidebütantenmärchen sein, wäre da nicht der Journalist Peter Leuschner, der sich in zwei vor vielen Jahren erschienenen Sachbüchern mit dem spektakulären, nie gelösten Mordfall "Hinterkaifeck" aus dem Jahr 1922 beschäftigt hat, der wiederum Andrea M. Schenkel zu ihrem "Tannöd"-Plot inspirierte. Sie nutzte auch Leuschners Bücher. Und sie hat sich artig bei Leuschner bedankt und ihm ihr Buch nach Erscheinen überreicht.[...]
Am Freitag nun meldete der Donaukurier vorab, dass Leuschner nun wirklich beim Landgericht München Klage gegen Andrea Maria Schenkel eingereicht habe. Die Medien übernahmen die Nachricht unhinterfragt: "Peter Leuschner fordert wegen Urheberrechtsverletzung einen sofortigen Stopp des Romanvertriebs und Schadenersatz. Außerdem verlangt er, dass alle noch verfügbaren Exemplare des Buches vernichtet werden. Der geschätzte Streitwert beträgt laut Bericht 500.000 Euro", schrieb etwa Spiegel online.
Die Frage allerdings ist: Kann man mit einem Roman überhaupt ein Sachbuch plagiieren? Ist das, was sich seinerzeit in "Hinterkaifeck" zugetragen hat, das geistige Eigentum Leuschners? Denn es handelt sich bei seinen Büchern ja um Sachbücher, die die Fakten darstellen. Leuschner nun sagt, er habe das eine oder andere Detail an dem Fall erfunden. Das macht ihn als Sachbuchautor verdächtig, nicht aber die beklagte Autorin.
Gestern nun hat die Edition Nautilus mitgeteilt, dass das Landgericht München nicht bestätigen könne, dass eine Klage gegen den Verlag und die Autorin vorliege. Es ist ein lächerliches Theater, das Verlag und Autorin da leider mitzuspielen gezwungen sind. Es hilft immerhin beim Verkauf: Von "Kalteis", dem neuen Krimi von Andrea M. Schenkel, der gerade erst erschienen ist, wurden schon jetzt 80.000 Exemplare verkauft.

"Gericht entlastet "Tannöd"-Autorin"

München - Krimiautorin Andrea Maria Schenkel muss keine Schadenersatzzahlungen wegen Urheberrechtsverletzung in ihrem Bestseller "Tannöd" fürchten. Das Landgericht München wies eine Klage des Journalisten Peter Leuschner auf Schadenersatz ab. (www.spiegel.de 21. Mai 2008)

Preise

Rezension aus der Krimiwelt-Bestenliste Februar 2006, ARTE: 23. Deutscher Krimi Preis 2007 : Tannöd , 8. August 2007

Nomen est Omen: Tannöd, der Ort, der Andrea Maria Schenkels Debütroman den Namen gibt, ist, von ein paar Tannen und einem Gehöft abgesehen, wirklich unendlich öde. Ein vergessener Ort im Niemandsland, weitab vom nächsten Dorf und auch von den nächsten Nachbarn; ein Ort, wie er typisch ist für viele Gegenden Bayerns: Verlassen scheinende, bigotte Winkel, in denen die Zeit stehen geblieben scheint – und in denen mit harten Bandagen gelebt wird. [...]
Andrea Maria Schenkel hat diese Geschichte, die sich in den zwanziger Jahren tatsächlich ereignete, in ihrem Debütroman „Tannöd“ in die Nachkriegs-Fünfziger verlegt; vermutlich aus dramaturgischen Gründen, weil die gerade vergangenen Kriegswirren zusätzlich Motivations- und Verdachtsmaterial für die unfassliche Tat liefern, die das Land um den Hof herum erschüttert. Wo und wie die Wellen dieser Erschütterung verlaufen, dem spürt der Roman nach, indem er verschiedene Dorfbewohner über die Danners Auskunft geben lässt. Der Leser wird so zum Ermittler, er ist es, dem Bericht erstattet wird. Neben dem Mord im Tannöd untersucht er zugleich aber die Mentalität der Zeit, die sich in den Zeugenstimmen direkt oder indirekt äußert; und zwischen beidem, der Tat und ihren Kontexten, gibt es natürlich viele Zusammenhänge...
„Tannöd“ changiert zwischen Erzählung und Bericht, zwischen Chronik und Alptraum, zwischen Kriminalstück und Gesellschaftsportrait. Letztlich erzählt dieser kleine, wohl konstruierte, sprachlich perfekt reduzierte Kriminalroman, wie Weltabgewandtheit, Bigotterie und blinder Paternalismus Charaktere verformen, Lebenswege bestimmen – und wie sie letztlich diejenigen, die ihnen ausgesetzt sind, zwangsläufig ins Unglück führen. Das hat man in der einen oder anderen Form zwar durchaus schon öfter gelesen; „Tannöd“ steht in bester Tradition kritischer alpenländischer Heimatliteratur. Trotzdem birgt dieses Buch eine ganz besondere Aktualität: Es belegt die Alpträume, die falsch verstandener fundamentalchristlicher Glauben, wie man ihn überall in Bayern findet, verursachen kann. Und damit setzt Anna Maria Schenkel einen Akzent – gegen blinden Glauben, für klares Denken.(Ulrich Noller/Funkhaus Europa)
Die Jury der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT (AIEP/IACW) hat den FRIEDRICH-GLAUSER-PREIS - KRIMIPREIS DER AUTOREN 2007 in der Sparte DEBUT der Kriminalschriftstellerin Andrea Maria Schenkel für ihren Kriminalroman "TANNÖD“ (Ed. Nautilus) zuerkannt. Der Preis ist mit € 1.500 dotiert.

Tannöd fürs Ohr

SWR2 Krimi Tannöd von Andrea Maria Schenkel

"Sie galten als eigenbrötlerisch, mürrisch und finster. Hausten auf einem abgelegenen, verwahrlosten Hof. Hüteten ein Geheimnis, von dem alle wussten. Jetzt sind sie tot: der Bauer, seine verhärmte alte Frau, die Tochter mit den beiden Kindern, die neue Magd. Ermordet mit einer Spitzhacke. Das Blutbad auf dem oberpfälzischen Dannerhof Mitte der 50er Jahre wird in einer Fülle von Hörbildern rekonstruiert: Protokolle der Dorfbewohner wechseln sich ab mit inneren Monologen. Alle kommen zu Wort, auch der Mörder. Die einzelnen Stimmen schwellen an zu einem Stimmenchor aus Lebenden und Toten, Schuldigen und Unschuldigen, dem Täter und den Opfern.[...]" (Gesendet am 13.09.2007)
Hörspielbearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer, Produktion: NDR 2007, Länge: 71 Minuten
Siehe auch die Dschungel-Podcasts in SWR2 vom 13.9.07: Zwei weitere Beiträge über und mit A.M.Schenkel

Deutscher Hörbuchpreis 2007 in der Kategorie "BESTE INTERPRETIN"

»Tannöd«
Sprecherin: Monica Bleibtreu
Regie: Margrit Osterwold
Erschienen bei: Hörbuch Hamburg
Aus der Begründung der Jury: „Monica Bleibtreu gelingt es auf beeindruckende Weise, die unterschiedlichen Charaktere herauszuarbeiten. Sie vergegenwärtigt die düstere Atmosphäre des Gehöfts (...). Niemals drängt sie sich als Erzählerin in den Vordergrund, sie bleibt stets Dienerin der Geschichte. (...) Grandios.“
Mit 3 Minuten mp3-Hörprobe

Hinterkaifeck

"Ein Marterl ist das Einzige, was nahe Schrobenhausen noch an ein grausiges Verbrechen erinnert: Vor über 80 Jahren wurden auf dem Einödhof Hinterkaifeck sechs Menschen brutal ermordet. Der Hof ist längst abgerissen, die Täter bis heute nicht ermittelt, der Fall zu den Akten gelegt. Nur einen lässt der Mord nicht los: Kriminalkommissar Konrad Müller ermittelt noch - im Ruhestand." (www.br-online/land-und-leute/)
"85 Jahre liegt es zurück, dass in der früheren Einöde Hinterkaifeck im Schrobenhausener Land sechs Menschen einen gewaltsamen Tod fanden. Die Bluttat ist bis heute nicht aufgeklärt worden. In insgesamt elf Folgen hat der DONAUKURIER in seiner Wochenendbeilage den Fall erneut aufgerollt.
Während sich aktuell zwei Autoren darüber streiten, ob einer vom anderen abgeschrieben haben könnte, ist Josef Ludwig Hecker, ehemaliger Redakteur des DONAUKURIER, über jeden Zweifel erhaben. Das Besondere an seinen Aufzeichnungen ist die weitaus größere Nähe zum Zeitpunkt der Tat, als ihm wesentlich mehr unmittelbare Zeitzeugen zu Recherchezwecken zur Verfügung standen. Hecker verfasste praktisch die Urfassung von Hinterkaifeck."(www.donaukurier.de 26.04.2007)
"Hinterkaifeck geht weiter, auch für Hieber. Er hat gerade erst wieder eine Anfrage für einen weiteren Fernsehbeitrag bekommen. Am Wochenende war er denn schon unterwegs, auf der Suche nach geeigneten Drehorten – im Gegensatz zum geplanten Kinofilm, der 2009 herauskommen soll, sucht Hieber Originalschauplätze, oder was davon übrig blieb."

Tannöd als Filmstoff

Der Film zu Andrea Maria Schenkels Roman startete am 19. November 2009 in den deutschen Kinos. Hier die offizielle Filmseite mit Trailer und so weiter. Informationen zur Vorgeschichte folgen hier.

"Ingolstadt (DK) Hinterkaifeck wird voraussichtlich fürs Kino verfilmt, und zwar gleich zwei Mal. Geplant ist nicht nur die Verfilmung des Bestsellers "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel, sondern auch ein Mystery-Thriller namens "Kaifeck Murder", der auf den Recherchen von Peter Leuschner basiert."
"Der Weg zum abgelegenen Drehort in Thüringen ist düster, matschig und beklemmend. Genauso wie man sich den Weg zum bayrischen Einödhof Hinterkaifeck vorstellt, wo 1922 sechs Menschen ermordet wurden [...] Das Drehbuch zu "Kaifeck Murder" stammt von Christian Limmer und Sönke Lars Neuwöhner. Regie führt Esther Gronenborn, die 2001 für ihren Film "alaska.de" mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Produzenten des etwa 2,5 Millionen teuren Films ist 24 Frames Film in Koproduktion mit Neue Kinowelt und SevenPictures. [...] Die Filmemacher interessiert Hinterkaifeck vor allem als Symbol des Unheimlichen und Geheimnisvollen. Mit dem Krimibestseller "Tannöd", deren Autorin sich demnächst vor dem Landgericht München wegen Plagiatsvorwürfen verantworten muss, hat der Streifen von seiner Konzeption her nichts zu tun. In dem als Mystery-Thriller angelegten Film verschlägt es den Fotografen Marc (Fürmann) mit seinem Sohn Tyll (Henry Stange) an den abgelegenen Ort, wo das grausige Geschehen unaufhaltsam Gestalt annimmt. "
Kinostart: Am 8. Januar 2009 soll der Film ins Kino kommen.
Hier werden folgende Andeutungen zum Film-Plot gemacht, die auf eine etwas veränderte Story hinweisen, schließlich kann ein Film nicht nur "Stimmen" zum Sprechen bringen:
"Als ein paar Jahre später Kathrin (26) auftaucht, um ihre Mutter zu beerdigen, geht noch immer Angst und Schrecken um im Dorf. Denn den Mörder hat man nie gefunden. Die widersprüchlichen Andeutungen über ihre Mutter irritieren Kathrin, und sie beginnt zu ahnen, dass der Mord mehr mit ihr zu tun hat als ihr lieb ist..."
Drehzeit ab September 2008

Siehe auch