Zeitleisten

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Zeitleisten verdeutlichen anschaulich die zeitliche Dimension von Geschichte. Sie gehen den Schülerinnen und Schülern Orientierung im Raum vergangener Zeiten und geben einen Überblick. Zeitleisten treten in unterschiedlichsten Formen im Geschichtsunterricht auf. So können sie z.B. als Geschichtsfries in Papierform angelegt und später in der Klasse aufgehängt werden. Zeileisten arbeiten mit visualisierenden Elemtenten.

Im Geschichtsunterricht gehören Zeitleisten zu den fest etablierten Formen der Visualisierung. Zeitleisten eignen sich aber auch für Fragestellungen außerhalb des Geschichtsunterrichts. Sie können zum Beispiel längerfristige politische beziehungsweise gesellschaftliche Entwicklungen veranschaulichen.

Inhaltsverzeichnis

Zeitleisten planen und strukturieren

Bei Zeitleisten-Projekten sollten insbesondere folgende Schritte beachtet werden:

Eignung des Themas für eine Zeitleiste überprüfen:

  • Liegt eine Abfolge mehrerer Ereignisse vor, die miteinander verknüpft sind? Empfehlenswert sind starke Narrative, welche die Ereignisse miteinander verbinden.
  • Liegen die Ereignisse in einem zusammenhängenden, überschaubaren Zeitraum? Zu große inhaltliche und zeitliche Sprünge sollten vermieden werden.
  • Sind ausreichend Materialien verfügbar, um die Inhalte anschaulich darzustellen? Zum Beispiel historische Fotos, Informationen über die Ereignisse.

Inhalte strukturieren:

  • Eine Liste der einzelnen Ereignisse anlegen. Umfang begrenzen!
  • Herausragende Ereignisse können die Entwicklung gliedern und einen Rahmen bilden.
  • Neben herausragenden Ereignissen kann die jeweilige Vorgeschichte erzählt werden. Wie kam es dazu?

Zeitleisten im digitalen Format

Neben der klassischen Form der Erstellung von Zeitleisten mit Papier und Stift bieten digitale Werkzeuge zahlreiche Möglichkeiten derartige Übersichten zu erstellen. In der Regel können Office-Prorgamme (z.B. [OpenOffice.org]) zur Gestaltung genutzt werden. Seit dem Aufkommen des sog. Web 2.0 sind allerdings auch Dienste und Angebote im Netz verfügbar, welche neue Optionen zum kreativen Design von Zeitleisten zur Verfügung stellen.

Vorteil digitaler Zeitleisten ist, dass Texte, Bilder, Audio und Video verknüpft werden können. Das ermöglicht besonders lebendige Darstellungen. Ansprechende Darstellungen sind mit relativ einfachen Mitteln umsetzbar, auch mit Standard-Präsentationssoftware wie PowerPoint oder LibreOffice Impress.

Spezielle Software-Werkzeuge erleichtern nicht nur die Gestaltung von Zeitleisten, sondern häufig auch die Gliederung und Verwaltung der Inhalte. Einige Werkzeuge bieten die Möglichkeit, Daten automatisch zu verarbeiten und zu verknüpfen. So können zum Beispiel große Datenmengen zu Zeitleisten zusammengestellt werden. Oder Ereignisse können mit Karten verknüpft werden.

Einige Formen der Darstellung erlauben einen intuitiven, spielerischen Zugang, indem sie interaktive, klick- oder scrollbare Formate im Internet ausgeben. Webbasierte Zeitleisten erlauben es zudem, Inhalte aus dem Netz einzubetten, zum Beispiel YouTube-Videos oder Fotos aus der Wikipedia.

Zeitleisten mithilfe von Software selbst erstellen

Timeline

Vorlage:Zeitleiste US-Präsidenten Timeline ist eine Erweiterung der MediaWiki-Software, die das Erstellen und Anzeigen von Zeitleisten in einem Wiki ermöglicht. Die so erzeugten Zeitleisten können durchaus komplex sein. Leider ist die Erstellung einer Zeitleiste mit Timeline nicht trivial. - Ein Beispiel ist hier rechts zu sehende Zeitleiste US-Präsidenten

Mehr unter: Hilfe:Timeline

OpenOffice Writer

Auch mit Hilfe von Office Werkzeugen können Zeitleisten gestaltet werden. Das Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) hat hierzu eine Folge von Tutorials erstellt, die auch im Unterricht genutzt werden können.

Beispiel