Wahlkampf mit Web 2.0

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Ein kurzer Lagebericht...

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Wer ist der geeignete Spitzenkandidat und was das geeignete Parteiprogramm? - In einem simulierten Wahlkampf ist unter Schülern der 10. Klasse ein regelrechtes Wetteifern um die meisten Stimme ausgebrochen - dank Wiki und Bloggen im Internet.

Ehrlich gesagt bin ich sehr überrascht über das Engagement und den Eifer der Schüler, den ich so nicht erwartet hätte. Schließlich ist Sozialkunde nicht gerade das Lieblingsfach zahlreicher Schüler, geschweige denn parteipolitische Inhalte. Doch das Schulprojekt belehrt mich im Moment eines Besseren! Mit sehr viel Engagement arbeiten die Schüler - weitestgehend alleine - an ihren Projektseiten. Zu Beginn des Projektes stand die Gründung von zehn Schülerparteien, die gegeneinander in den Wahlkampf ziehen mit dem Ziel, die meisten Stimmen für sich zu gewinnen.

Hierzu haben sich die Schüler zunächst mit den Inhalten der großen Parteien beschäftigt und sich anschließend überlegt, welche Zielgruppen sie ansprechen möchten. Anschließend ging es ans eifrige Sammeln der einzelnen Parteipunkte, wobei es hier bei einigen Parteien hitzige Diskussionen in Bezug auf die Inhalte gab. Am Ende wurde ein Parteiname gewählt sowie ein Spitzenkandidat, der für die Partei im Wahlkampf antritt. Des Weiteren gestalteten die Schüler Logos, Plakate, manche haben sogar schon Clips bei youtube eingestellt und einen eigenen Blog gegründet! - Für mich sehr überraschend. Die Öffentlichkeit und Sichtbarkeit der Ergebnisse der anderen macht es möglich, denn es gilt die Devise: Wir wollen besser sein als die anderen! Und so wird auch die Arbeit der Schüler positiv gestärkt.

Dank der Möglichkeit, die Ergebnisse der Schüler publik zu machen und der Möglichkeit, die Wahl am 21. März online durchzuführen, ist das Engagement der Schüler drastisch gestiegen. Es gilt - mit allen Mitteln - Wähler zu manipulieren, aber auch zu überzeugen: indem man nicht nur über die eigenen Standpunkte informiert, sondern auch mit potentiellen Wählern diskutiert und Meinungen austauscht.


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Das amtliche Endergebnis

Mittels GrafStat wurde ein Fragebogen erstellt, über den gewählt werden konnte. Zur Auswertung wurden die Daten entsprechend auf einem Datensammelpunkt gespeichert, Duplikate ausgesiebt und am Ende eine Übersichtsgrafik gewählt.

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Feedback seitens der Schüler

Auf die Frage, welchen Sinn die Schüler im Projektsehen, antworteten diese:

  • Gute Möglichkeit, selbst in die Rolle von Politikern zu schlüpfen und Politik aktiv selbst auszuprobieren.
  • Einblick in das Parteileben gewinnenund mehr über die Aufgaben von Politikern erfahren
  • Informationen über polit. und gesellschaftliche Themen sammeln und einen eigenen Beitrag hierzu beisteuern
  • zum Nachdenken anregen über aktuelle Themen
  • Teamarbeit fördern
  • Organisationsfähigkeit fördern
  • eigenes polit. Interesse wecken
  • Diskutieren lernen

Auf die Frage, ob den Schülern das Projekt Spaß gemacht hat, antworteten alle Schüler mit „Ja" und begründeten dies folgendermaßen:

  • Das Planspiel förderte die Eigenaktivität und machte Politik greifbar bzw. erfahrbar.
  • freies, selbständiges Arbeiten, Gruppenarbeit
  • Abweichen von konventionellen Lehrmethoden
  • Erfahrungsgewinn und mehr Interesse für das, was in der Welt geschieht.
  • Etwas ganz Neues, bei dem man selbst entscheidet und für das, was man tut bzw. nicht tut, verantwortlich ist.
  • Man konnte sehr gut seine eigene Meinung und seine eigenen Ideen einbringen.
  • Der Wettbewerbsfaktor war sehr groß, sodass man noch mehr in seiner Partei zusammenhalten musste.
  • „Es hat Spaß gemacht, eine imaginäre Partei zu gründen und dann mit Externen über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

Auf die Frage, was die Schuler persönlich vom Projekt mitnehmen, antworteten die Schüler:

  • „Je mehr facebook-Freunde jemand hat, desto mehr Stimmen erhält er."
  • gute Erfahrungen in Sachen Teamwork
  • Dass es auch interessante Projekte in der Schule gibt.
  • Präziseres polit. Weltbild
  • Dass Popularität reicht, um zu gewinnen.
  • Verstärkter Zweifel an der Demokratie
  • Es gewinnen nicht immer die Besten, sondern die mit der meisten Präsenz.
  • „Ich habe verstanden, mit welchen Mitteln man am besten Werbung machen kann, um möglichst viele Wähler zu gewinnen."
  • „Dank dem Projekt habe ich mich mehr mit Politik beschäftigt; Schule hat Spaßgemacht- mal was anderes."
  • Politik kann Spaßmachen und spannend sein!
  • „Ich habe gemerkt, wie leicht man mit falschen Mitteln beeinflusst werden kann!"
  • Politik ist nicht so einfach, wie es aussieht.
  • Es ist komplizierter, eine Partei zu gründen und auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, als man meint!
  • Man merkt, dass Politik nicht einfach ist und Politiker manchmal Entscheidungen treffen müssen, die den Bürgern nicht gefallen.
  • „Politik ist interessanter, als man im ersten Moment denkt."










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