Wissensspirale

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Graphische Darstellung des Modells der Wissensspirale mit englischen Erläuterungen

Die Wissensspirale ist ein Konzept der japanischen Wissenschaftler Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi, das zur Entwicklung des Wissensmanagements beitrug. Darin wird beschrieben, wie Wissensaufbau in Unternehmen funktioniere.

Danach entsteht implizites oder stilles Wissen durch Erfahrung, spezieller durch Sozialisation. An nicht direkt am Arbeitsvorgang Beteiligte könne es nur durch Externalisation weitergegeben werden, d.h. dadurch, dass der Wissensträger seine Erfahrung symbolisch repräsentiert, d.h. im Regelfall versprachlicht. Dies externalisierte Wissen kann dadurch ausgebaut werden, dass es mit anderem Wissen kombiniert wird. Wenn dieses komplexere Wissen dann wiederum internalisiert wird, hat das implizite Wissen in dem Unternehmen zugenommen und die Wissensspirale kann auf höherem Niveau weiterlaufen.

Veranschaulichung am Beispiel von Twitter

Ich mache irgendwelche Erfahrungen (Ich stehe an einer Bushaltestelle und friere. Oder: Ich sitze in einem psychologischen Seminar und rede mit anderen über einen Text.) [Sozialisation]

Ich twittere darüber ("Mir ist kalt." Oder: "Wissensspirale: Sozialisation, Externalisierung, Kombination, Internalisierung.") [Externalisierung}

Einer meiner Follower hat ähnliche Erfahrungen gemacht oder kennt dazu passende Texte und kombiniert beides ("Schräg über die Straße ist ein Starbuck. Trink doch Coffee to go!" Oder: "gerade diesen Artikel gelesen. Klärt meine Vorbehalte zur Wissensspirale auf. Top! http://www.community-of-knowledge.de/beitrag/was-verbirgt-sich-hinter-der-externalisierung-von-implizitem-wissen/") [Kombination]

Ich nehme mir zu Herzen, was ich dadurch an neuem erfahren habe. (Ich hole mir Kaffee. Oder: Ich lese den Aufsatz.) [Internalisierung]

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