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Zentrale Fragen beim Einsatz Neuer Medien im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht

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Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung dieser Seite

In der Diskussion über den Unterricht mit Neuen Medien werden häufig Fragen aufgeworfen, die es lohnen, sie intensiv zu diskutieren. Auf dieser Seite finden Sie solche Fragen und können sich bei der Erörterung aktiv beteiligen.

Bitte beachten Sie: In den Texten sollten keine Diskussionsbeiträge (z. B. ich meine ... / ich sehe das so ...) aufgenommen werden. Für diese Anmerkungen steht eine Diskussionsseite zur Verfügung.

Was soll im Abitur eigentlich geprüft werden?

Neue Medien entlasten vom Kalkül, das wirkt sich auch auf Aufgaben im Abitur aus. Doch welche Kompetenzen sollten in einer Abiturklausur - egal ob nun Taschenrechner, graphische Taschenrechner oder Computer-Algebra-Systeme (CAS) eingesetzt werden - überhaupt überprüft werden?

Soll es für unterschiedliche digitale Werkzeuge (Wissenschaftlicher Taschenrechner, graphischer Taschenrechner, Computer-Algebra-Systeme) unterschiedliche Aufgabensätze im Abitur geben?

Schüler, die Neue Medien intensiv im Unterricht nutzen, lernen keine andere Mathematik. Entsprechend drängt sich die Frage auf, ob im Abitur zwischen unterschiedlichen digitalen Werkzeugen unterschieden werden sollte.

These
Die Unterscheidung zwischen digitalen Werkzeugen mit CAS-Funktionalität und graphischen Taschenrechner ist nicht sinnvoll.

Das eigentliche Potenzial der CAS-Funktionalität neuer Technologien kommt in Klausur- und Prüfungsaufgaben kaum zum Tragen. Der tatsächliche und eigentliche Mehrwert liegt in der Nutzung dieser Technologie im Unterricht. CAS ist ein nützliches Werkzeug in der Hand von Lernenden, das ihnen – richtig eingesetzt – hilft, Mathematik zu treiben.

Ziel von Mathematikunterricht ist die Vermittlung von mathematikbezogenen Kompetenzen. Das Ziel von Prüfungen sollte es sein, diese Kompetenzen zu überprüfen. Dabei sollten Lernende das Werkzeug, mit dem sie im Unterricht gearbeitet haben, einsetzen dürfen, um die Unterrichtsentwicklung vor Ort nicht zu behindern.

Um Klausur- und Prüfungsaufgaben zu entwickeln, die Kompetenzen nahezu unabhängig vom eingesetzten Werkzeug überprüfen, muss mit der bisherigen Prüfungs- und Klausurkultur gebrochen werden. Dabei bietet sich die hervorragende Chance, verständnisorientierte Aufgaben zu entwickeln und zu etablieren, womit auch Impulse zur Unterrichtsentwicklung gegeben werden könnten.